Unterricht nach den Ferien

NRW: Entscheidung steht – wie es mit Schulen und Kitas im Corona-Lockdown weitergeht

Die neuen Corona-Beschlüsse ließen einige Fragen unbeantwortet. Wie geht es an den Schulen und Kitas in NRW weiter? Darüber hat das Kabinett am Mittwoch (6. Januar) entschieden.

Update, Mittwoch (6. Januar), 14.29 Uhr: NRW – Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) betonte, dass die neuen Corona-Maßnahmen notwendig seien. „Für die Schulen sind die beschlossenen Maßnahmen aber schmerzhaft.“ Auf Grundlage der gestrigen Beschlüsse wird der Präsenzunterricht in NRW bis zum 31. Januar ausgesetzt. Der Unterricht wird grundsätzlich für alle Jahrgangsstufen als Distanzunterricht stattfinden. Diese Regelung gilt auch für Abschlussklassen.

Schule in NRW: Präsenzunterricht wegen Corona bis zum 31. Januar ausgesetzt – keine Klausuren

Zwei zusätzliche Organisationstage zur Vorbereitung seien möglich, darüber entscheiden die Schulen in Nordrhein-Westfalen vor Ort. Spätestens ab Mittwoch (13. Januar) muss der Unterricht aus der Distanz erfolgen. Yvonne Gebauer ruft alle Eltern auf, ihre Kinder während des Distanzunterrichts von zuhause zu betreuen. Für Schüler der Klasse eins bis sechs, die nicht zuhause betreut werden können, wird es ein Betreuungsangebot angeben.

Grundsätzlich werden in den Schulen bis zum 31. Januar keine Klausuren geschrieben. Ausnahmen gelten für zwingend durchzuführende Klausuren der Jahrgangsstufen Q1 und Q2 und der Abschlussklassen an Berufskollegs. Diese Regelungen gelten bis zum Ende des Monats. Wie es im Februar weitergeht, wird nach den nächsten Bund-Länder-Beratungen entschieden.

NRW-Familienminister Joachim Stamp und Schulministerin Yvonne Gebauer auf dem Weg zur Pressekonferenz.

Kitas in NRW gehen ab 11. Januar in einen „eingeschränkten Pandemie-Betrieb“

Die Kitas in NRW werden ab kommenden Montag (11. Januar) in einen „eingeschränkten Pandemie-Betrieb“ gehen. Betreuung wird es landesweit nur in festen Gruppen geben. Die Betreuungszeiten werden um 10 Stunden gekürzt. Familienminister Joachim Stamp (FDP) appellierte an Eltern ihre Kinder, sofern möglich, zuhause zu betreuen.

Am Donnerstag (7. Januar) sollen Eltern und Verantwortliche in Kitas und Schulen in NRW umfassend schriftlich informiert werden. Zu den ausgearbeiteten Modellen müssten noch Details geklärt werden, so Stamp.

Erstmeldung vom 6. Januar, 10.30 Uhr: Im Anschluss an die Bund-Länder-Beratungen verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstagabend (5. Januar) auf einer Pressekonferenz die neuen Corona-Maßnahmen. Unter anderem wurde beschlossen, dass Schulen und Kitas im gesamten Januar weitgehend geschlossen bleiben. Einzig die Ausnahmen für Abschlussklassen bleiben bestehen.

BundeslandNordrhein-Westfalen
LandeshauptstadtDüsseldorf
Einwohnerzahl17.947.221 (31. Dezember 2019)
RegierungschefMinisterpräsident Armin Laschet (CDU)

Schule in NRW im Corona-Lockdown: Entscheidung fällt bei Kabinettssitzung am Mittwoch

Zudem vereinbarten Bund und Länder, dass Eltern zusätzlich bis zu zehn Tage und Alleinerziehende bis zu 20 Tage Kinderkrankengeld in Anspruch nehmen können. Das soll auch dann gelten, wenn sie aufgrund von Betreuungsproblemen wegen der Schließung von Schulen und Kitas nicht arbeiten können (die Corona-Pandemie in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will mit den Fachverbänden erörtern, was die neuen Corona-Beschlüsse im Einzelnen für NRW bedeuten. Die Regelungen für das bevölkerungsreichste Bundesland werden Schulministerin Yvonne Gebauer und Familienminister Joachim Stamp (beide FDP) im Anschluss an die Kabinettssitzung am Mittwoch* vorstellen. Grundsätzlich werde NRW die Bund-Länder-Beschlüsse 1 zu 1 umsetzen.

NRW: Entschluss über Öffnung der Schulen wohl erst am 25. Januar

Für die Rückkehr zum Präsenzunterricht haben Angela Merkel und die Ministerpräsidenten aufgrund der Infektionslage noch keine Festlegungen getroffen. Auf weitere Informationen zum möglichen Termin für eine Öffnung der Schulen müssen Eltern von Schulkindern offenbar bis zum 25. Januar warten – dann finden die nächsten Bund-Länder-Beratungen statt (mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

„Im Rahmen der nächsten Konferenz soll über einen Stufenplan zur sukzessiven Öffnung der Schulen beraten werden“, erklärte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Ob alle Bundesländer bis dahin einheitlich vorgehen, bleibt abzuwarten. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) kündigte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe an, die Grundschulen in ihrem Land bereits ab dem 18. Januar flächendeckend öffnen zu wollen.

Bund und Länder wollen am 25. Januar über eine sukzessive Öffnung der Schulen beraten.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte, er wolle am Mittwoch mit seinem Kabinett über die Schulen beraten. Kitas sollen in Hessen weiter betrieben werden. Der CDU-Politiker habe viel Sympathie für die Überlegung, Grundschulen wie die Kitas zu behandeln. Es spreche aber auch viel für ein bundesweit einheitliches Vorgehen.

Corona: NRW setzte Präsenzpflicht an Schulen bereits Mitte Dezember aus

An den Schulen in Nordrhein-Westfalen wurde die Präsenzpflicht für die rund 2,5 Millionen Schüler in NRW Mitte Dezember ausgesetzt. Bei Schülern der unteren Jahrgänge bis Stufe sieben haben die Eltern seitdem die Wahl, ob ihre Kinder in der Schule oder von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen. Für ältere Schüler ab Klasse acht wurde das Lernen vollständig auf Distanz umgestellt. Mit Material von dpa und AFP / *WA.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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