Schulministerium

NRW: Ab heute greift neue Regel für Corona-Tests an Schulen

In NRW ändert sich an manchen Schulen ab dem 10. Januar 2022 das Corona-Test-Verfahren. Das soll lästige Warterei und unnötige Quarantänen verhindern.

Dortmund – Der Lolli-Test an den Grundschulen in NRW wird ab dem 10. Januar 2022 umgestellt. Die Änderung der Testungen auf Corona soll laut dem NRW-Schulministerium eine Verbesserung des Verfahrens bringen – vor allem was eine mögliche Quarantäne der Kinder betrifft.

7-Tage-Inzidenz in NRW220,6 (Stand: 22. Dezember)
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten13,8 Prozent
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz3,53

Corona in NRW: Lolli-Test an Grundschulen wird ab Januar 2022 verändert

So sollen sich Grundschüler ab Januar statt nur einem „Lolli“ künftig zwei Wattestäbchen in den Mund führen. Während eine der beiden Proben im „Pool-Verfahren“, also zusammen mit allen anderen Proben der Klassenkameraden in einem PCR-Test auf Corona untersucht wird, wird die andere, persönliche Probe erstmal zurückgestellt.

Schlägt der Pool-Test der Klasse auf Corona an und ist positiv, werden die zurückgestellten, persönlichen Proben der einzelnen Schüler nochmal separat auf das Coronavirus getestet – und nicht mehr im Pool. So kann herausgefunden werden, welcher Schüler Corona-positiv ist.

Corona: NRW will unnötige Corona-Quarantäne für Schüler vermeiden

Seit dem Start der Lolli-Tests in NRW im Mai 2021 war es so, dass die zweite Probe eines jeden Schülers erst genommen wurde, nachdem der Pool-Test einer Klasse positiv auf Corona angeschlagen hatte. Die Schüler mussten dann am darauffolgenden Tag eine persönliche Probe an das Labor senden (lassen) und sich danach in häusliche Isolation begeben – so lange bis die Ergebnisse der zweiten, persönlichen Proben da waren.

Mit der Umstellung auf das neue Verfahren werden unnötige Quarantänen verhindert, so die Hoffnung des NRW-Schulministeriums. Fällt ein Pool-Test einer Grundschulklasse positiv aus, kann das Labor direkt im Anschluss die individuellen Proben auswerten und benennen, welcher Schüler positiv auf Corona ist. Alle negativ getesteten Schüler können somit ohne Unterbrechung am folgenden Tag am Präsenzunterricht teilnehmen, ein Tag in häuslicher Quarantäne bleibt ihnen erspart (hier weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Neues Verfahren bei Corona-Lolli-Tests in NRW soll weiteren Vorteil bringen

Weiterer Vorteil des neuen Corona-Testverfahrens: Fällt der Pool-Test einer Klasse positiv aus, werden die Ergebnisse der „Rückstellproben“, also der individuellen Proben, direkt vom Labor an die Erziehungsberechtigten kommuniziert. Dazu müssen sich Schüler mit ihren Stammdaten (Namen, Anschrift, Geburtsdatum, Geschlecht des Kindes) sowie aktuellen Kontaktdaten der Erziehungsberechtigten bei den Laboren registrieren.

Beim Lolli-Test lutscht das Kind auf dem Tupfer herum. Ein unangenehmer Nase-Abstrich muss nicht gemacht werden.

Zeitgleich mit der Einführung des neuen Testverfahrens an den Grundschulen versicherte das NRW-Schulministerium bereits kurz vor Weihnachten für die weiterführenden Schulen eine ausreichende Versorgung mit Antigen-Tests auch im neuen Jahr. Eine Testung auf Corona dreimal pro Woche sei für jeden Schüler und jeden Mitarbeiter der weiterführenden Schulen sichergestellt. Entsprechende Verträge mit Lieferanten seien unterschrieben worden, so Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/DPA

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