Thema Impfgeschehen

NRW: Heute fällt die Priorisierung in den Corona-Impfzentren – Laumann sendet Bitte an alle Urlauber

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat über die aktuelle Corona-Situation in Nordrhein-Westfalen informiert. Ein Thema waren die Impfungen.

Update, Donnerstag (24. Juni), 14.55 Uhr: NRW – Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat bei einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag über die aktuelle Corona-Lage und das Impfgeschehen in NRW informiert.

Karl-Josef LaumannNRW-Gesundheitsminister
ParteiCDU
Geboren11. Juli 1957

Corona-Impfungen in NRW: Ab Samstag keine Priorisierung in den Impfzentren mehr

Laumann erklärte, dass in NRW mittlerweile 54,4 Prozent Erstimpfungen gegen Corona verabreicht worden sind. Bei den Zweitimpfungen hinge das Land mit gerade einmal 35,7 Prozent noch hinterher. Aber: „Wir werden in den nächsten zwei Wochen mächtig aufholen. Viele über 60-Jährige bekommen jetzt ihre Zweitimpfungen“, so der Politiker.

Bei den freigeschalteten Impfterminen seit Mittwoch (23. Juni) habe sich das Land NRW ganz bewusst für eine vorläufige Priorisierung bei der Terminvergabe entschieden. Viele Menschen über 60 und Vorerkrankte hätten nach wie vor kein Impfangebot bekommen. „Wir wollen mit diesem Thema jetzt mal abräumen. Deshalb kann diese Gruppe bevorzugt Termine machen“, so Laumann weiter.

Gleichzeitig eröffnete der Gesundheitsminister aber auch allen anderen Impfwilligen in NRW eine Perspektive. „Ab Samstag (26. Juni) können sich dann alle Menschen über die Impfportale einen Termin buchen“, so der Politiker. Die Priorisierung in den Impfzentren in NRW würde dann entfallen.

Ausbreitung der Delta-Variante in NRW: Laumann sieht entscheidenden Vorteil

Auch zur aktuellen Corona-Situation und der Ausbreitung der als sehr ansteckend geltenden Delta-Variante äußerte sich der Minister. In NRW seien laut RKI-Angaben rund 10 Prozent der Fälle der Delta-Variante zuzuordnen. „Wir brauchen uns nichts vormachen, die Delta-Mutation wird die britische Variante ablösen. Deshalb müssen wir weiter vorsichtig sein“, sagte Laumann.

Es gebe dieses Mal jedoch einen großen Vorteil: „Wir werden im Herbst 2021 jeden Menschen geimpft haben, der wollte.“ Die Voraussetzungen, mit diesem Problem umzugehen, seien ganz andere als noch vor einem Jahr. Trotzdem appellierte der Gesundheitsminister an die Bürger in Nordrhein-Westfalen: Jeder, der im Urlaub war, solle sich anschließend testen lassen, bevor er die Großeltern besucht oder wieder auf die Arbeit geht. „Das sehe ich als eine wichtige Solidarleistung“, so der Politiker.

Neue Coronaschutzverordnung in NRW: Keine neuen Regelungen an Schulen

Die Coronaschutzverordnung, die am Freitag (25. Juni) ausläuft, werde im wesentlichen unverändert bis zum 8. Juli verlängert. Auch an den Schulen in NRW werde sich an den Regelungen bis zu den Sommerferien nichts ändern. Es gilt: Schülerinnen und Schüler müssen die Masken auf dem Schulhof nicht mehr tragen. Im Unterricht gilt weiterhin die Maskenpflicht.

Ursprungsmeldung, Mittwoch (24. Juni), 9.54 Uhr: Seit Mittwoch (23. Juni) gibt es in den insgesamt 53 Impfzentren in NRW wieder Termine für Erstimpfungen gegen das Coronavirus. Zuvor hatte wochenlang der Impfstoff gefehlt. Nun soll das Impfgeschehen in Nordrhein-Westfalen wieder Fahrt aufnehmen.

NRW: Minister Laumann informiert heute über Corona-Lage und Impfungen

Immerhin hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Anfang Juni verkündet, dass trotz zwischenzeitlich gedrosselter Erstimpfungen, bis zum Ende des Sommers allen Impfwilligen ein Impfangebot gemacht werden könne. Er sei fest davon überzeugt, dass dies bis Anfang September zu schaffen sei, „wenn nicht der Impfhimmel über uns zusammenbricht“, so Laumann.

NRW-Gesundheitsminister Laumann informiert heute über aktuelle Corona-Lage.

Am heutigen Donnerstag (24. Juni, 14 Uhr) will der Gesundheitsminister über die aktuelle Corona-Lage in NRW informieren. Das Thema Impf-Tempo wird dabei wohl ebenfalls auf der Agenda stehen. Am Mittwoch (23. Juni) erklärte Laumann im Gesundheitsausschuss des Landtags, dass die Impfzentren in der jetzigen Form nach seiner Einschätzung nur noch bis Ende September gebraucht würden.

Laut dem Politiker sollen die Kreise und Städte in NRW für die Zeit danach Strukturen aufbauen, um neben den Haus- und Betriebsärzten impfen zu können. So sollen zum Beispiel Koordinationsstellen die Bestellung von Impfdosen übernehmen (weitere Nachrichten zu Corona in NRW bei RUHR24 lesen).

Corona-Inzidenz in NRW sinkt weiter – Laumann warnt aber vor Delta-Variante

Die allgemeine aktuelle Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen dürfte den Christdemokraten positiv stimmen. Laut den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) konnte die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag weiter sinken. Der Wert liegt bei 6,8 (bundesweit 6,6) – damit ist die Inzidenz so niedrig wie zuletzt im Juli 2020.

Mit Blick auf die aktuellen Inzidenzwerte sprach Laumann im Landtag von einer entspannten Situation. „Etwa 0,06 bis 0,07 der Bürgertests sind positiv. Das Virus ist zurzeit in der Bevölkerung nicht so stark unterwegs“, so der Minister.

Er warnte jedoch vor der Delta-Variante des Coronavirus: „Derzeit liegt Delta bei vier Prozent bei den PCR-Tests. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Variante weiter ausbreitet“. Der Gesundheitsminister mahnt deshalb zur weiteren Vorsicht. Deutschlandweit hat sich der Anteil der gefährlichen Delta-Variante an den Infektionen laut RKI innerhalb einer Woche verdoppelt. 

Rubriklistenbild: © FEDERICO GAMBARINI

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