Überraschende Zahlen

NRW: Viele Corona-Patienten sind gar nicht wegen Covid-19 in Kliniken

Viele Corona-Patienten in den Krankenhäusern NRWs sind nicht wegen des Virus in der Klinik.

Dortmund – Mit der Omikron-Variante sind in den letzten Tagen und Wochen die Patientenzahlen in den Krankenhäusern NRWs wieder leicht gestiegen. Obwohl die Symptome milder verlaufen als mit der Delta-Variante und die 7-Tage-Inzidenz in NRW allmählich sinkt*, gibt es noch viele Patienten mit Corona in den Kliniken. RUHR24* weiß, dass aber nicht jeder Corona-Patient wegen Omikron ins Krankenhaus kommt.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Corona in NRW: Kliniken voll mit Covid-19-Patienten – Verläufe sind milder

Laut Angaben der DPA sei ein großer Anteil der Corona-Patienten im Krankenhaus nicht wegen, sondern mit Covid-19 zur Behandlung gekommen. Dieses Bild ergibt sich zumindest für die Unikliniken in Aachen, Düsseldorf und Essen. Die Unikliniken behandeln als große medizinische Einrichtungen mit einem breiten Spektrum besonders viele Patientinnen und Patienten, heißt es weiter.

Wegen der Omikron-Variante mussten zuletzt sieben Dortmunder Krankenhäuser ihren Betrieb einschränken*. Auch im Uniklinikum in Düsseldorf sei mittlerweile jeder zweite Patient mit und nicht wegen der Omikron-Variante im Krankenhaus. Diese Patienten seien entweder erst in der Klinik positiv auf das Coronavirus getestet worden oder hätten die Infektion vor einer geplanten Behandlung mitgeteilt, erläuterte ein Sprecher.

NRW und Corona: Anteil an Covid-19-Patienten ist hoch – Schutzmaßnahmen ebenfalls

Für das Krankenhauspersonal und andere Patienten ändere sich trotz der hohen Zahlen relativ wenig. Die Schutzmaßnahmen sind weiterhin hoch, teilt der Sprecher weiter mit: „Das ist für unsere Beschäftigten aufwendiger Alltag.“

Zum Vergleich: Laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten kehrt langsam Entspannung in die Krankenhäuser im Südwesten Deutschlands ein. Die Zahlen seien deutlich unter den Spitzenwerten vom vergangenen Jahr und das Operationsprogramm verlaufe auf Normalniveau.

Ein Symbol auf der Intensivstation einer Klinik weist auf den Covid-Bereich hin.

Corona in NRW: In Essen werden Corona-Befunde nebenbei festgestellt

In der Uniklinik Essen ist bei etwa der Hälfte der Corona-Fälle die Infektion mit dem Virus ein Zweitbefund, wie ein Sprecher gegenüber der DPA sagte. Die Patienten seien wegen anderer Erkrankungen in Behandlung und würden demzufolge nebenbefundlich prositiv auf Covid-19 getestet.

Trotz der vielen positiv getesteten Patienten seien viele Krankheitsverläufe milde, wie NRW-Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) betont: „Wir treten dank milderer Krankheitsverläufe in eine neue Phase der Pandemie ein, die Perspektiven für schrittweise Öffnungen ermöglicht.“ Erste Lockerungen in NRW soll es bereits in der laufenden Woche geben*. Über bundesweite Lockerungsmaßnahmen sprechen die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten am Mittwoch (16. Februar) *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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