Entscheidung erwartet

BVB gegen Bayern: NRW-Landesregierung greift durch – Zuschauergrenze fix

Die NRW-Landesregierung hat die Kapazität für die Bundesliga-Stadien bekannt gegeben. Wie viele Fans dürfen BVB gegen Bayern jetzt im Stadion sehen.

Update, Mittwoch (1. Dezember), 16 Uhr: Dortmund – Die BVB-Fans schauen am Samstag (4. Dezember) in die Röhre. Die bislang gekauften Tickets verlieren ihre Gültigkeit. Die NRW-Landesregierung hat nun bekannt gegeben, welche Stadion-Kapazität sie für angemessen hält.

BundeslandNRW
MinisterpräsidentHendrik Wüst (CDU)
EreignisNeue Corona-Verschärfungen
VereinBorussia Dortmund (BVB)

Man habe sich, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gegenüber RTL/NTV, mit der Regierung darauf verständigt, die Kapazität der Stadien auf ein Drittel zu beschränken. Doch die Frage, die sich jetzt stellt: Wer darf nun ins Stadion?

BVB gegen Bayern: NRW-Landesregierung gibt Stadionkapazität bekannt

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, wolle der Verein nach der Entscheidung der Landesregierung die Fans informieren, wie der neue Vorverkauf läuft. Es dürfen statt der 67.000 nur noch 27.000 Fans ins Stadion. (Auch interessant: Nach NRW-Machtwort: Der Fußball wird für das Versagen der Corona-Politik bestraft)

Update, Mittwoch (1. Dezember), 10.30 Uhr: Jetzt hat es der Verein auch offiziell bestätigt: Der Ticketvorverkauf für das Spiel des BVB gegen den FC Bayern München wird storniert. Das teilte Borussia Dortmund auf der Homepage mit. „Ticketkäufer erhalten ihr Geld zurück“, heißt es dort weiter. Über die Rückabwicklung wolle der BVB die Ticketkäufer in den kommenden Tagen in Kenntnis setzen.

Corona-Regeln im BVB-Stadion: Der Ticketvorverkauf gegen FC Bayern München wird storniert

Das Spiel war mit 67.000 vergebenen Tickets ausverkauft. Wie Borussia Dortmund weiter mitteilt, werde man über den neuen Vorverkauf informieren, „sobald die politische Entscheidung über zulässige künftige Stadion-Auslastungen in Nordrhein-Westfalen getroffen worden ist und uns in dieser Sache gesicherte Erkenntnisse vorliegen“.

Ferner berichtet der Verein darüber, dass die geplante Freischaltung der Sitzplatz-Dauerkarten nun doch nicht vorgenommen wird. Dauerkarten-Inhabern wird dementsprechend auch kein Teilbetrag abgebucht.

Corona-Regeln in NRW: BVB-Spiel gegen Bayern wohl bereits betroffen

Update, Mittwoch (1. Dezember), 6.10 Uhr: Dortmund/Düsseldorf – Es deutet alles auf eine Entscheidung am Mittwoch oder Donnerstag hin, was die Stadion-Auslastung beim Bundesliga-Topspiel zwischen dem BVB und FC Bayern München angeht. Zwei Varianten erscheinen angesichts des grassierenden Coronavirus wahrscheinlich: Entweder wird es ein Geisterspiel oder ein Spiel vor reduzierter Zuschauerzahl.

Wie RUHR24 erfahren hat, steht eine Maßnahme allerdings bereits fest: Die Karten, die für das BVB-Spiel erworben wurden, werden in jedem Fall storniert. Sollte die Partie vor weniger Zuschauern stattfinden, können sich Fans, die bereits ein Ticket erworben hatten, erneut auf Karten bewerben.

Anhänger von Borussia Dortmund machten bereits eine ähnliche Erfahrung bei dem vergangenen Spiel gegen den VfL Wolfsburg.

Corona-Verschärfungen: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst fordert einheitliches Vorgehen

Erstmeldung, Dienstag (30. November), 12 Uhr: Eigentlich sollte am Dienstag (30. November) eine Sitzung des NRW-Kabinetts mit anschließender Pressekonferenz stattfinden. Aufgrund des Bund-Länder-Gipfels wird das verschoben. Neue Corona-Regeln zeichnen sich dennoch ab.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und würde sich ein einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern wünschen, berichtete die Deutsche Presse Agentur (DPA). Angela Merkel (CDU), Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten treffen sich am Dienstag, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Corona in NRW: Volles Fußball-Stadion in Köln hatte für Debatte gesorgt

Für Nordrhein-Westfalen hat CDU-Politiker Wüst bereits am Montag (29. November) angedeutet, welche Corona-Verschärfungen auf die Menschen zukommen können. Der vergangene Bundesliga-Spieltag mit dem rheinischen Derby 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach hat aufgrund des ausverkauften Stadions eine Debatte darüber ausgelöst.

Gut möglich, dass es zu Zuschauerbegrenzungen und Kontaktbeschränkungen kommt. Das hätte unmittelbare Auswirkungen auf das Bundesliga-Spitzenspiel Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München am Samstag (4. Dezember, 18.30 Uhr) im Westfalenstadion. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert übrigens erneut für Geisterspiele in seinem Bundesland.

Corona-Verschärfungen: NRW kündigt neue Regeln an – Auswirkungen auf BVB gegen Bayern

Im Gespräch sind auch noch weitere Corona-Verschärfungen. So kommt es wohl zu einem Comeback der Maskenpflicht im Unterricht an den NRW-Schulen. Das hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) bereits angekündigt. Das Ziel: Die Schulen offen halten.

Volles Stadion gegen Bayern? Das dürfte nach dieser Woche höchst unwahrscheinlich sein.

Zur Diskussion stehen durch die NRW-Opposition SPD und Grüne auch die Schließungen von Clubs, Bars und Diskotheken, komplette Geisterspiele in der Bundesliga und strenge Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Auch das Thema Impfpflicht kommt erneut auf den Tisch (mehr News zu Corona in NRW bei RUHR24).

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Corona-Verschärfungen: NRW-Ministerpräsident bringt Thema Impfpflicht wieder auf den Tisch

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst plädiert dabei für ein einheitliches Vorgehen in Deutschland. Es müsse einheitliche Standards für deutliche Kontaktreduzierungen, eine Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht, die Einrichtung eines neuen Krisenstabes beim Bund und die Bereitstellung von Wirtschaftshilfen geben.

In NRW steigen die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen. Intensivstationen laufen voll und es gibt erste Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante. Die 7-Tage-Inzidenz am heutigen Dienstag (30. November) beträgt in NRW 285,9. Die Hospitalisierungsrate liegt bei 4,14.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa, Thomas Banneyer/dpa; Collage: RUHR24

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