Auffrischungsimpfung

NRW: Vierte Impfung gegen Corona kommt – aber nicht jeder bekommt sie

Zwei Gruppen können in NRW nun einen zweiten Corona-Booster bekommen – unter bestimmten Auflagen.

Düsseldorf – In NRW* gibt es ab sofort die Möglichkeit auf eine weitere Auffrischungsimpfung (Booster) gegen das Coronavirus. Das wäre damit der zweite Booster und die insgesamt vierte Impfung gegen Corona für viele Menschen. Damit setzt das Land die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) um. RUHR24* erklärt, wer die zweite Auffrischungsimpfung bekommen soll.

7-Tage-Inzidenz in NRW1395,5 (Stand: 17. Februar)
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten10,52 Prozent
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz6,16

NRW: Corona-Boster Nr. 2 – erste Bürger bekommen jetzt vierte Corona-Impfung

In Frage kommen für den zweiten Booster besonders geschwächte Personen mit einem hohen Risiko, schwer an Corona zu erkranken. Außerdem soll medizinisches Personal und solches, das in der Pflege tätig ist, in NRW die Möglichkeit zur zweiten Auffrischungsimpfung bekommen.

Dass sich insbesondere gesundheitlich schwache Personen zum vierten Mal gegen Corona impfen lassen sollen, liege laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) daran, dass bei ihnen die Schutzwirkung der Impfung schneller nachlasse. Gleichzeitig sei das Risiko, schwer an Corona zu erkranken, höher als bei gesunden Menschen.

Corona-Impfung in NRW: Zweiter Booster vor dem Start – Auffrischungsimpfung nur für bestimmte Gruppen

Laumann in einer Mitteilung des Landes: „Daher bieten wir diesen Menschen an, ihren Impfschutz mit einer zweiten Auffrischungsimpfung zu erneuern, damit sie auch weiterhin bestmöglich geschützt sind.“ Gleichzeitig könne Medizin- und Pflegepersonal vulnerable Personen durch eine eigene, zweite Booster-Impfung zusätzlich vor einer Ansteckung mit Corona schützen.

Damit entsprechende Gruppen sich ohne Probleme den zweiten Corona-Booster abholen können, wolle das Land NRW seine stationären und mobilen Impfstellen in den Städten und Kreisen ausweiten. Folgende Gruppen können in NRW den zweiten Booster bekommen:

  • Personen ab dem Alter von 70 Jahren,
  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreute in Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe,
  • Personen mit Immundefizienz ab dem Alter von 5 Jahren,
  • Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere solche mit direktem Kontakt zu Patientinnen und Patienten beziehungsweise zur Bewohnerschaft.

Doch auch diese Gruppen haben keinen Zwei-Booster-Freifahrtschein. Wer sich zum zweiten Mal boostern lassen möchte, muss eine abgeschlossene Grundimmunisierung und den ersten Booster vorweisen können*.

Impfabstand für Corona-Booster in NRW: Drei bis sechs Monate zwischen erster und zweiter Auffrischungsimpfung

Und auch was den Abstand zwischen erstem und zweiten Booster betrifft, gibt es klare Vorgaben, die sich an den Empfehlungen der Stiko orientieren:

  • Gruppe 1 bis 3 (siehe oben): Abstand zwischen erstem und zweiten Booster muss mindestens drei Monate betragen.
  • Medizinisches und Pflege-Personal: Abstand zwischen erstem und zweiten Booster muss mindestens sechs Monate betragen (längerer Impfabstand erhöht laut Stiko den Langzeitschutz).

Für Beschäftigte im Medizin- und Pflegebereich gibt es allerdings eine Ausnahme: Auf Anraten eines Arztes kann der Abstand zwischen erstem und zweiten Corona-Booster von sechs auf drei Monate verkürzt werden.

Booster-Impfungen in NRW werden mit mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna durchgeführt

Geimpft wird mit den aktuell verfügbaren mRNA-Impfstoffen, also in der Hauptsache jene Vakzine von Biontech und Moderna*. Das Land empfiehlt Impfenden, wenn möglich den gleichen mRNA-Impfstoff zu nutzen, der auch bei der ersten Auffrischungsimpfung genutzt wurde.

Die Booster-Impfungen in NRW finden mit den mRNA-Impfstoffen von Moderna und Biontech statt.

Wer in einem Pflegeheim wohnt, bekommt den Booster auf Wunsch durch Ärzte, die in die jeweilige Einrichtung kommen. Den Kontakt zu den Ärzten sollen die Einrichtungen aufnehmen und Termine vereinbaren. Wo nötig, können auch mobile Impfteams der Kreise und Städte engagiert werden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/DPA

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