CDU-Mann hat anderen Vorschlag

Corona in NRW: Hendrik Wüst sträubt sich gegen 2G-Plus-Regel

Alle Zeichen stehen auf Maßnahmen-Verschärfung. Die Corona-Zahlen steigen und die Intensivbetten werden knapp. Doch NRW-Minister Wüst lehnt eine Maßnahme ab.

Düsseldorf – Allmählich wird es brenzlig. Die Coronavirus-Fallzahlen steigen und auch die Intensivbetten in den Krankenhäusern werden langsam aber sicher knapp. Erste Staaten – unter anderem die Niederlande – gehen jetzt sogar wieder teilweise in den Lockdown, um die Corona-Zahlen zu drücken. In Deutschland steht das Bund-Länder-Treffen noch bevor, bei dem Maßnahmen beschlossen werden könnten. In einem Punkt will sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) allerdings quer stellen.

LandNordrhein-Westfalen
Einwohner17,93 Millionen (2019)
MinisterpräsidentHendrik Wüst (CDU)

NRW-Minister Wüst lehnt „2G-Plus“ ab: „Geimpften nicht die nächste Pflicht auferlegen“

Zwar will sich Hendrik Wüst für eine bundesweit einheitliche 2G-Regel aussprechen, wenn es allerdings um die sogenannte „2G-Plus-Regel“ geht, hat der NRW-Minister eine klare Meinung. Er lehnt die Einführung dieser Regel bei öffentlichen Veranstaltungen ab. „2G plus“ bedeutet, dass sich geimpfte und genesene Personen zusätzlich auf das Coronavirus testen lassen müssten, um an Veranstaltungen teilnehmen zu dürfen.

Man sollte nicht den Geimpften, „die alles für den Gesundheitsschutz getan haben, jetzt als Erstes die nächste Pflicht auferlegen“, sagte Wüst dem Kölner Stadt-Anzeiger (Montag). Wichtiger hingegen sei der Blick auf die Menschen, die bislang noch nicht geimpft sind (mehr News zu Corona in NRW bei RUHR24).

Corona: Spahn spricht sich für 2G-Plus aus – Wüst will die vierte Welle anders brechen

„Wir müssen dafür werben, dass sich mehr Menschen impfen lassen“, sagt Wüst der Zeitung. Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, für öffentliche Veranstaltungen das Prinzip 2G-Plus einzuführen. Wüst, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, will sich hingegen für eine bundesweit einheitliche 2G-Regel aussprechen.

Dann hätten Ungeimpfte keinen Zutritt mehr zu bestimmten Veranstaltungen. „Wir brauchen vergleichbare Maßnahmen in den Ländern, um die vierte Welle zu brechen“, sagt der NRW-Minister. Mit DPA-Material.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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