Explosion im Ruhrgebiet

Geldautomaten in Castrop-Rauxel gesprengt: Angeschossener Niederländer in Haft

Im Kreis Recklinghausen haben drei Verdächtige einen Geldautomaten gesprengt. Eine von ihnen wurde angeschossen und sitzt nun in Haft.

Update, Freitag (20. Mai), 15.50 Uhr: Castrop-Rauxel – Nachdem er am Donnerstagmorgen mit seinen Komplizen einen Geldautomaten in Castrop-Rauxel gesprengt hat, ist der gefasste Tatverdächtige nun einem Haftrichter vorgeführt worden.

Stadt:Castrop-Rauxel
Vorfall:Sprengung eines Geldautomaten
Ort:Freiheitsstraße, Henrichenburg

Geldautomat in Castrop-Rauxel gesprengt: angeschossener Niederländer in Haft

Der Richter steckte den 23-jährigen Niederländer wegen Bandendiebstahls und herbeiführend einer Sprengstoffexplosion in Haft. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund mit.

Bei dem dramatischen Einsatz am frühen Donnerstagmorgen waren Schüsse gefallen. Die Kugel eines Polizisten hatte den Mann demnach ins Bein getroffen. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht. Seine beiden Komplizen sind weiter auf der Flucht.

In Castrop-Rauxel haben Männer versucht, einen Geldautomaten zu sprengen.

NRW: Explosion und Schüsse in Castrop-Rauxel – Polizei findet Fluchtwagen

Update, Donnerstag (19. Mai), 16.30 Uhr: Nach der versuchten Sprengung eines Geldautomaten in Castrop-Rauxel gibt es neue Entwicklungen in dem Fall. Die Polizei Recklinghausen hat demnach den Fluchtwagen der Tatverdächtigen gefunden.

Der Wagen sei „in relativer Tatortnähe“ sichergestellt worden, teilt die Polizei Recklinghausen am Nachmittag mit. Ermittler suchen es nun auf Spuren ab. Wie die Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) schreiben, sei der Wagen in einem Waldstück in Suderwich, einem Stadtteil von Recklinghausen gefunden worden.

Die beiden Komplizen des angeschossenen Automatensprengers sollen derweil weiter auf der Flucht sein. Die Ermittlungen dauern an.

Castrop-Rauxel: Geldautomat gesprengt und Verdächtiger von Polizei angeschossen

Erstmeldung, Donnertag (19. Mai), 9.15 Uhr: Erst eine Detonation, dann mehrere Schüsse: An einem Einkaufszentrum in Castrop-Rauxel hat sich in der Nacht auf Donnerstag (18. Mai) ein dramatischer Einsatz abgespielt. Einen Tatverdächtigen konnte die Polizei fassen.

Weil sie im Stadtteil Henrichenburg eine Explosion gehört hatte, rief eine Frau aus Castrop-Rauxel gegen 1 Uhr die Polizei. Als die Beamten an dem Gebäude in der Freiheitsstraße eintrafen, entdeckten sie drei Verdächtige in der dortigen Sparkassen-Filiale.

Dann wurde es dramatisch: „Im weiteren Verlauf kam es zu mehreren Schussabgaben. Einer der Tatverdächtigen wurde dabei verletzt, die Einsatzkräfte blieben unverletzt“, teilt die Polizei Recklinghausen am Morgen mit. Ob dabei auch die Täter geschossen haben, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte eine Sprecherin der Polizei Recklinghausen gegenüber RUHR24 (alle News aus NRW auf RUHR24 lesen).

Nach der Sprengung des Geldautomaten sind Schüsse gefallen, die Patronen wurden markiert.

NRW: Automatensprenger flüchten mit Sportwagen aus Castrop-Rauxel

Die beiden anderen Männer stiegen anschließend in einen Sportwagen (dunkler Audi RS7) und flüchteten damit vom Tatort. Den verletzten Komplizen konnte die Polizei festnehmen. Er kam in ein Krankenhaus, Lebensgefahr bestehe bei dem Mann aber nicht.

Die Polizei suchte anschließend mit einem Hubschrauber nach den Männern, jedoch vergebens.

In der Sparkasse hatten die Verdächtigen versucht, den Geldautomaten aufzusprengen. Ob sie auch an das darin aufbewahrte Bargeld gelangt sind, ist laut Polizei noch unklar.

Polizei Dortmund übernimmt: Experten sichern Spuren in Sparkasse

Das Gebäude an der Freiheitsstraße in Castrop-Rauxel war am Morgen weiträumig abgesperrt. Kriminaltechniker und Spezialisten des LKA sicherten dort Spuren. Weil die Polizisten geschossen hatten, übernehmen jetzt Polizei und Staatsanwaltschaft in Dortmund die Ermittlungen.

Wer am Tatort etwas Verdächtiges gesehen hat, kann der Polizei unter 0800/2361 111 einen Hinweis geben.

Immer wieder werden im Ruhrgebiet Bankautomaten gesprengt, unter anderem in Dortmund. Häufig stecken Banden dahinter, gefasst werden die Täter nur selten. Die Banken bauen derweil immer mehr Geldautomaten ab.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch

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