Zeugen gesucht

Brandanschlag in Duisburg: Kripo geht Hakenkreuz-Spuren nach

Auto brennt
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Nach einem Brandanschlag auf ein Auto in Duisburg sucht die Polizei Zeugen. Symbolfoto

Die Polizei in Duisburg (NRW) prüft nach einer Brandstiftung ein fremdenfeindliches Motiv. Unbekannte hatten Brandsätze in ein Auto geworfen.

Duisburg – Wer am späten Samstagabend (13. November) am Michaelplatz in Duisburg eine verdächtige Beobachtung gemacht hat, sollte sich bei der Polizei melden. Die Beamten in der Ruhrgebietsstadt suchen nach einem mutmaßlichen Brandanschlag Zeugen. Einen ersten Ermittlungsansatz gibt es bereits.

StadtDuisburg
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkDüsseldorf

NRW: Brandsätze in Auto in Duisburg geworfen – Hakenkreuze im Lack

Kurz vor Mitternacht haben Unbekannte in der NRW-Großstadt zwei Brandsätze durch das Fenster eines Ford Ranger geworfen, heißt es im Bericht der Polizei Duisburg. Eine Zeugin, die zur Tatzeit mit ihrem Hund in der Nähe Gassi ging, habe kurz darauf zwei Personen mit dunkler Kleidung und Kapuzen über dem Kopf in Richtung Erlenstraße davonlaufen sehen.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, habe ein Brandsatz auf dem Fahrersitz gekokelt. Der Innenraum sei komplett verraucht gewesen. Nachdem die Feuerwehr Duisburg ihre Löscharbeiten beendet hatte, stellten die Polizisten zwei Brandsätze sicher (mehr News zu Kriminalität bei RUHR24).

NRW: Staatsschutz ermittelt nach Brandanschlag auf Auto in Duisburg

Im Lack des Autos entdeckten die Polizisten zudem frische Kratzer, die einem Hakenkreuz geähnelt hätten. Der Staatsschutz der Duisburger Kriminalpolizei prüft jetzt, ob die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat. Denn die Fahrerin des Wagens hat einen türkischen Migrationshintergrund (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Video zur Kriminalität in NRW – alle Fakten auf einen Blick

Hinweise zum Geschehen rund um den Michaelplatz in Duisburg nimmt die Polizei unter 0203 2800 entgegen. Im April wurde in Dortmund ein Taxifahrer aus mutmaßlich fremdenfeindlichen Motiven zusammengeschlagen. Die Ermittlungen führten zur Festnahme eines 33-jährigen Tatverdächtigen.

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