Kriminalität

Ruhrgebiet: Bauleiter nach europäischem Haftbefehl tot in Bayern gefunden

In Bad Reichenhall in Bayern wurde der europaweit gesuchte Mann aus dem Ruhrgebiet tot aufgefunden.
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In Bad Reichenhall in Bayern wurde der europaweit gesuchte Mann aus dem Ruhrgebiet tot aufgefunden.

Ein Bauleiter aus dem Ruhrgebiet ist in einem bayrischen Gefängnis tot aufgefunden worden.

NRW – Ein ehemaliger Bauleiter der Diakonie Mark-Ruhr aus Hagen ist verdächtigt worden, den Wohlfahrtsverband um sechsstellige Summen betrogen zu haben. Der 53-Jährige wurde nach seiner Verhaftung nun am Sonntagmorgen (20. Februar) in seinem Haftraum einer bayrischen Justizvollzugsanstalt (JVA) tot aufgefunden, wie die Polizei Hagen mitteilt (mehr News aus NRW bei RUHR24).

NRW: Bauleiter der Diakonie aus dem Ruhrgebiet in Wien verhaftet– Betrug und Fälschung

Hintergrund für die Festnahme sei gewesen, dass der 53-jährige Mann unter anderem Handwerker der Diakonie für die Renovierung seines Wohnhauses eingesetzt und Einrichtungsgegenstände auf Kosten seines Arbeitgebers angeschafft habe, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Zudem habe der Verdächtige bei seiner Bewerbung gefälschte Zeugnisse vorgelegt, ohne die er die Stelle als Bauleiter nicht bekommen hätte.

Aufgrund dieser Vergehen sei er mit europäischem Haftbefehl gesucht und am 27. Januar 2022 in Wien festgenommen worden.

NRW: Bauleiter aus dem Ruhrgebiet tot in Bayern aufgefunden – Selbstmord

Nach seiner Verhaftung sei der Gefangene am 18. Februar an die deutschen Behörden übergeben worden und habe sich auf einem Etappen-Transport über mehrere Justizvollzugsanstalten nach Hagen befunden. Bei einem Zwischenstopp in der JVA Bad Reichenhall habe sich der Inhaftierte das Leben genommen, wie der Anstaltsleiter Jürgen Burkhardt gegenüber der Westfalen-Post bestätigte.

Bereits in Wien habe der 53-Jährige als selbstmordgefährdet gegolten und sei unter besonderer Aufsicht inhaftiert gewesen. In diesem Zusammenhang sei jedoch noch unklar, ob auch die Unterbringung, in der JVA-Bad Reichenhall ausreichend überwacht worden sei.

Wer Hilfe benötigt oder sich in einer vermeintlich ausweglosen Situation befindet, kann sich rund um die Uhr kostenlos an die Telefonseelsorge wenden: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222.

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