Feuerwehr im Einsatz 

Horror-Bilanz am Wochenende: Tödliche Badeunfälle überschatten Sommer in NRW 

In NRW kam es in den vergangenen Tagen zu dramatischen Badeunfällen. Dabei gab es auch Tote. Besonders der Rhein ist gefährlich. 

  • Die Hitzewelle hat NRW fest im Griff. 
  • Menschen kühlen sich in Flüssen, Seen und Baggerlöchern ab. 
  • Dabei ist es an diesem Wochenende zu tragischen Badeunfällen mit Schwimmern gekommen. 

Update, Sonntag (9. August), 20.30 Uhr: Nordrhein-Westfalen - Am Samstag (8. August) haben sich weitere Badeunfälle im Bundesland ereignet. In Herne ist ein Spaziergänger tot im Rhein-Herne-Kanal aufgefunden worden. 

Die Feuerwehr hat eine schreckliche Vermutung: Anscheinend ist der Hund des Mannes in den Kanal gesprungen. Der Mann sei dann hinterhergesprungen und ertrunken. Reanimationsversuche blieben erfolglos. 

Badeunfälle in NRW: Hilfe für Spaziergänger in Herne kommt zu spät

Im Kreis Viersen erlitt ein 7-jähriger Junge bei einem Badeunfall lebensgefährliche Verletzungen. Ersthelfer hätten ihn aus dem Venekotensee bei Niederkrüchten gezogen und reanimiert. 

Ein Rettungshubschrauber hat den Jungen dann in eine Spezialklinik gebracht. Die Polizei Kreis Viersen berichtete, dass der Junge nur Dank der schnellen Hilfe der Ersthelfer überlebt habe. 

Schrecklicher Badeunfall am Rhein: Rettungskräfte geben Suche nach Frau auf 

Auch am Rhein bei Köln hat sich am Samstagabend ein Badeunfall ereignet. Angeblich hätten zwei Frauen zwischen Buhnen im Fluss gestanden und das Gleichgewicht verloren. Daraufhin seien sie in den Fluss gezogen worden. 

Rettungskräfte seien in der Lage gewesen die 29-jährige Frau zu retten. Die Suche nach ihrer 27-jährigen Begleiterin ist jedoch nach mehreren Stunden eingestellt worden. Es würde keine Chance mehr geben, die Verunglückte lebend aus dem Rhein zu retten. 

Erstmeldung, Samstag (8. August): In NRW ist es in den vergangenen Tagen zu mehreren Badeunfällen an Seen und gekommen. Dabei hat es Tote und Vermisste gegeben. Aber auch eine gefährliche, aber erfolgreiche Rettungsaktion

Bundesland

NRW

Hauptstadt

Düsseldorf

Bevölkerung

17,93 Millionen

NRW: Badeunfälle überschatten das Hitzewochenende - Tote und Vermisste 

NRW schwitzt und die Menschen versuchen sich irgendwo irgendwie abzukühlen. Der erste Gedanke: Ab in das kühle Nass. Immerhin hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen viele schöne Seen zum Baden. Doch das ist für Schwimmer nicht immer ungefährlich, wie die vergangenen zwei Tage beweisen. 

Am Freitag (7. August) ist ein 17-jähriger Jugendlicher aus Ibbenbüren (Niedersachsen) am Torfmoorsee in Hörstel im Norden von NRW (alle Artikel aus dem Ressort bei RUHR24.de) als vermisst gemeldet worden. Die Rettungsaktion der Feuerwehr hat drei Stunden gedauert. In einer Tiefe von 15 Metern ist der 17-jährige Schwimmer dann nur noch tot aufgefunden worden. 

Tragische Badeunfälle in NRW: Zwei Personen sterben beim Schwimmen

Am Bockholter See in Greven im Westen von NRW ist ein 44-jähriger Schwimmer aus Münster leblos von Bekannten aus dem See gezogen worden. Trotz initiierter Reanimationsmaßnahmen ist der Mann noch am See verstorben. 

Ebenfalls am Freitag (7. August) wurden Feuerwehr und Rettungskräfte gegen 13 Uhr zu einer Bucht an den Biggesee in Attendorn (NRW) gerufen. Insgesamt wurden zwei Senioren und mehrere Kinder als vermisst gemeldet. 

Im Kreis Steinfurt (NRW) sind zwei Menschen bei Badeunfällen verstorben - auch woanders sind Menschen verunglückt. 

Große Rettungsaktion am Biggesee in NRW: Senioren und Kinder vermisst 

Die Rettungskräfte starteten eine groß angelegte Suche mit mehreren Booten, einem Hubschrauber und einer Drohne. Die Kinder kehrten unversehrt zurück. Die zwei Senioren blieben jedoch vorerst vermisst.

Der Einsatz wurde zunächst ohne Ergebnis beendet. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Es sei nicht auszuschließen, dass die Senioren unbemerkt an Land gegangen oder auf ein Boot geklettert sind. 

Gefährlicher Rhein: Strömung zieht Kinder in den Fluss - Fährkapitän reagiert 

Schon am Donnerstag (6. August) ist es in Orsoy am Rhein (bei Duisburg) ebenfalls fast zu einem Unglück gekommen. Ein 4-jähriger Junge ist von der Strömung in die Mitte des Flusses gezogen worden. Seine 12-jährige Cousine hat versucht ihn zu retten. 

Wie die Rheinische Post berichtet, haben die Besatzung und ein Passagier einer Fähre die beiden Kinder vor dem Ertrinken gerettet. Es handelt sich um die "Glückauf"-Rheinfähre, die zwischen Orsoy und Duisburg-Walsum pendelt. Dabei ist es zu einer durchaus gefährlichen, aber erfolgreichen Rettungsaktion gekommen.

Tragische Badeunfälle in NRW: DLRG warnt - "Könnte 2020 mehr werden" 

Die Badeunfälle haben sich allesamt in Freigewässern abgespielt. Im Juli hatten sich Vertreter der DLRG geäußert, dass es im Jahr 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu mehr Badeunfällen mit Schwimmern kommen könnte. 

Der Grund: Die Einschränkungen und Regeln in den Freibädern. Zahlreiche Menschen würden häufiger in Freigewässern schwimmen und die Gefahren, die in Flüssen, Seen oder Baggerlöchern herrschen, einfach unterschätzen. 

Rubriklistenbild: © Markus Klümper/dpa

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