Nach schweren Unfällen

NRW: Schilder warnen Autofahrer vor gefährlichen Wolken

Besonders im Norden von NRW könnte es zu einem gefährlichen Phänomen kommen. Schilder sollen warnen.

NRW – Das anhaltend schöne Frühlingswetter hat auch seine Schattenseite. Es ist sehr trocken. Wie der WDR berichtet, haben die Wasserwerke in Ostwestfalen-Lippe Sorge, dass es im Sommer zu Wasserknappheit kommen könnte. Die aktuelle Trockenheit merken auch die Landwirte – die Felder sind staubtrocken. Das wiederum birgt Gefahren für Autofahrer.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
ThemaAutobahn

NRW: Autobahn Westfalen warnt Autofahrer vor Staubwolken und schlechter Sicht

„Kommt starker Wind auf, besteht die Möglichkeit, dass Staubwolken von angrenzenden Feldern auf die Autobahnen wehen und die Sicht behindern. Je weniger Regen im Frühjahr fällt, desto größer ist die Gefahr“, so Sylke Tech, Geschäftsbereichsleiterin Betrieb und Verkehr der Außenstelle Osnabrück bei der Autobahn Westfalen. 

Vor allem im Norden von NRW sei die Gefahr groß. Dort gebe es große Landflächen mit sandigem Boden. Vor allem die A1 zwischen Neuenkirchen/Vörden und Cloppenburg sowie die A31 zwischen Kreuz Schüttorf und Papenburg seien betroffen.

Und Regen ist vorerst nicht in Sicht. Die Tage rund um die Eisheiligen war sehr warm und trocken – und das soll nach ersten Einschätzungen der Meteorologen erst einmal so weitergehen.

Staubwolke auf Autobahn: Unglück in Mecklenburg-Vorpommern als warnendes Beispiel

Damit Verkehrsteilnehmer auf den relevanten Strecken vor Staubwolken gewarnt werden, müssen Verkehrsschilder zwischen März und Mai auf die Gefahr hinweisen. „Wer solch ein Schild sieht, sollte grundsätzlich mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs sein und seine Fahrweise anpassen“, so Tech von der Autobahn Westfalen.

Dass eine solche Staubwolke auch schnell zu einem Unglück führen kann, zeigt ein Vorfall aus Mecklenburg-Vorpommern. Am 8. April 2011 fegt plötzlich eine Staubwolke über die zweispurige A19 zwischen Berlin und Rostock. Die Sicht für die Verkehrsteilnehmer betrug nur noch zehn Meter.

Insgesamt prallten in einer Massenkarambolage 85 Fahrzeuge ineinander – in beiden Fahrtrichtungen.

Zahlreiche Autos prallten wegen eines Sandsturms im April 2011 ineinander.

Massenkarambolage 2011 bei Rostock: In NRW sollen Schilder vor Staubwolke warnen

Viele Fahrzeuginsassen sind in ihrem Auto eingeklemmt – ein Feuer bricht plötzlich aus. Mehr als hundert Menschen werden verletzt, zehn Menschen kommen ums Leben.

Damit ähnlich schlimme Unfälle in NRW nicht passieren, weist Autobahn Westfalen auf mögliche Staubwolken hin.

Rubriklistenbild: © Rüdiger Wölk/Imago

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