Massive Einschränkungen

NRW: Wichtiger Autobahn-Brücke droht jahrelange Sperrung wegen plötzlicher Schranke

Belastungstest für beschädigte A43-Brücke (Emschertalbrücke)
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Belastungstest der A43-Emschertalbrücke: Schon jetzt ist die Brücke für Lkw von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt.

Auf der A43 wird es in den nächsten Jahren massive Einschränkungen geben. Die Brücke über dem Rhein-Herne-Kanal bekommt eine Schranke verpasst.

Ruhrgebiet/NRW – Schlechte Nachrichten für Auto- und Lkw-Fahrer im Ruhrgebiet: Die umfangreiche Belastungsprobe der A43-Brücke zwischen Recklinghausen-Hochlarmark und dem Kreuz Herne hat ergeben, dass das Bauwerk marode und nicht mehr ausreichend tragfähig ist. Das hat nun massive Folgen für den Verkehr auf der viel genutzten NRW-Autobahn.

AutobahnA43
Baujahr der Brücke1965
Betroffene StädteRecklinghausen, Herne

Marode A43-Brücke: Dauerhafte Sperrung für Lkw schon ab November 2021 geplant

Bei einer Überprüfung der Emschertalbrücke waren im Frühjahr Schäden am südlichen Teil festgestellt worden. Die marode Brücke wurde daraufhin für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Aktuell wird der Verkehr über die A2, A42 und A45 umgeleitet. Laut der Autobahn GmbH nutzen täglich fast 100.000 Fahrzeuge die A43 im Bereich zwischen Recklinghausen und Herne.

Ab 2024 sollte die Brücke aus dem Jahr 1965 im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A43 sowieso erneuert werden. Diese Bauarbeiten werden nun vorgezogen (mehr News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24).

Die A43-Brücke über dem Rhein-Herne-Kanal im Ruhrgebiet wurde über Wochen hinweg einer Belastungsprobe unterzogen.

Außerdem hat die Autobahn Westfalen weitreichende Konsequenzen aus der Belastungsprobe der Brücke gezogen. Denn die bereits seit Anfang April geltende Sperrung für Lkw wird nicht nur verschärft, sondern auch massiv verlängert.

Ab November dieses Jahres soll eine neue Schrankenanlage in beiden Richtungen dafür sorgen, dass keine Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, die Brücke passieren, teilt Autobahn Westfalen mit.

Autobahn in NRW: A43-Brücke bekommt Schranke – Bußgelder für Lkw-Fahrer

Während der Einschränkungen solle dann die neue Brücke gebaut werden. „Wir haben das aber jetzt beschleunigt, damit Lkw so schnell wie möglich wieder den Rhein-Herne-Kanal queren können. Wir wollen die neue Brücke 2026 fertig haben und damit ein Jahr früher als in der Ursprungsplanung“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn Westfalen.

Ohne Schranke werde die A43-Brücke derzeit noch täglich von zahlreichen Lkw genutzt. Das soll sich durch die neue Anlage, die rund zehn Millionen Euro kosten wird, endgültig ändern. „Wer rechtswidrig die Schranke durchbricht, muss mit einem Bußgeld rechnen“. Stattdessen müsse der Schwerverkehr weiterhin die Umleitungen über die Autobahnen A2, A42 und A45 in Kauf nehmen.

NRW: Lkw-Schranke auf der A42-Brücke soll rund um die Uhr besetzt sein

Die geplante Lkw-Schranke auf der Brücke über dem Rhein-Herne-Kanal soll wie folgt funktionieren:

  • Eine Waage misst automatisch das Gewicht der Fahrzeuge.
  • Ist ein Fahrzeug zu schwer (über 3,5 Tonnen), geht eine Schranke runter.
  • Die Daten des Fahrers werden aufgenommen und der Lkw über eine Abfahrtsspur abgeleitet.
  • Anschließend öffnet die Schranke wieder.

Den Angaben zufolge werde die Schranke rund um die Uhr mit Personal besetzt sein. Im Süden soll die Schrankenanlage zwischen Herne-Eickel und dem Kreuz Herne stehen, im Norden zwischen dem Kreuz Recklinghausen und Recklinghausen-Hochlarmark.

Brücken-Sperrung auf der A43 in NRW: Auswirkungen für Autofahrer?

Die Fertigstellung der neuen Brücke auf der A43 ist für 2026 geplant, derzeit würden noch zwei Varianten untersucht. „Wir beginnen nach den aktuellen Planungen nächstes Jahr mit der neuen Brücke und wollen nach fünf Jahren komplett fertig sein“, sagt Carola Ziebs, zuständige Projektgruppenleiterin. Bedeutet im Klartext: Für Lkws bleibt die Brücke die nächsten Jahre komplett gesperrt.

Video: Brücken-Abriss in Recklinghausen

Und Autofahrer? Laut der Autobahn Westfalen soll der Autoverkehr auf vier Fahrspuren weiterlaufen. Aber ob das auf einer Behelfsbrücke sein wird oder auf einer Hälfte der alten Brücke, ist noch unklar. Sollte die alte Brücke genutzt werden, müsse sie zusätzlich verstärkt werden.

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