Ministerpräsident warnt

NRW: Ukraine-Krieg hat Auswirkungen – Wüst geht erste Schritte

NRW-Ministerpräsident Wüst fürchtet eine „nie dagewesene Verbreitung“ des Coronavirus.
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NRW-Ministerpräsident Wüst fürchtet eine „nie dagewesene Verbreitung“ des Coronavirus.

Ministerpräsident Hendrik Wüst beruft einen Ad-hoc-Beirat zu den Folgen des Ukraine-Kriegs ein.

NRW – Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst hat einen Ad-hoc-Beirat der Landesregierung zu den Folgen des russischen Angriffs gegen die Ukraine einberufen. „Dabei geht es insbesondere um die Konsequenzen für die Versorgungssicherheit und Arbeitsplätze in NRW“, heißt es in einer Pressemitteilung. Ziel sei nicht nur die Analyse der Folgen, sondern auch der damit einhergehenden Maßnahmen (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Ukraine-Krieg: Auswirkungen auf NRW wahrscheinlich

Die Mitglieder des Beirats seien führende Expertinnen und Experten im Wirtschaftsbereich, mit einem besonderen Fokus auf Energiewirtschaft, Sicherheitsforschung und internationale Politik. Wüst beschreibt den Angriff auf die Ukraine in der Mitteilung als „tiefen Einschnitt für ganz Europa und auch für unser Land. Wir stehen fest an der Seite der Ukraine und unterstützen die Sanktionen gegen Russland“.

Doch der Krieg und die Sanktionen würden auch Auswirkungen auf Wirtschaft, Energieversorgung und Arbeitsplätze in NRW haben, wie RUHR24 zuvor berichtete. Daher müsse alles getan werden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Folgen abzufedern.

Ukraine-Krieg: Auswirkungen auf NRW – Wüst will russische Energielieferung kappen

Eine erste angedachte Maßnahme für die voraussichtlich steigenden Energiepreise in NRW nannte Wüst bereits am Dienstag (1. März). Dabei handele es sich um eine neue Energieversorgungs-Strategie, wie der WDR berichtet. Ziel sei es, so schnell wie möglich eine Versorgung ganz ohne russische Energie zu ermöglichen, sagte der NRW-Ministerpräsident in Düsseldorf.

Zuerst solle Nordrhein-Westfalen unabhängig von russischen Importen werden und dann auch auf fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas aus Russland verzichten. Einen Zeitplan habe er jedoch noch nicht preisgegeben.

Ukraine-Krieg: Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in NRW – Tausende neue Jobs durch Aufrüstung

Wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zuvor mitteilte, sollen infolge des Ukraine-Kriegs bis zu 100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Bundeswehr bereitgestellt werden. Dies freut vor allem auch die Rüstungsindustrie in Deutschland und könnte für zahlreiche neue Arbeitsplätze auch in NRW sorgen.

Die große Summe solle in der Bundeswehr für bessere Ausrüstung, moderneres Einsatzgerät und mehr Personal angelegt werden. Rüstungsunternehmen wie unter anderem „Rheinmetall“ aus Düsseldorf rechnen deshalb mit einer Flut an Aufträgen. Wie der Vorstandschef Armin Papperger mitteilte, rechne man schon jetzt damit, bis zu 3.000 neue Mitarbeiter an dem Standort in NRW zu benötigen.

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