Polizei ermittelt

NRW: Attacken auf ukrainisches Auto und russischen Supermarkt im Ruhrgebiet

Im Ruhrgebiet brennt ein Auto, ein Supermarkt wird beschädigt. Eine Verbindung zum Ukraine-Krieg ist denkbar.

NRW – Wirkt sich der Ukraine-Krieg jetzt auch auf NRW aus? Neben einem Fake-Spendenaufruf eines Esseners gibt es nun auch erste Anzeichen für Beschädigungen im Zusammenhang mit dem Krieg. In Krefeld brannte beispielsweise ein Auto mit einem ukrainischen Kennzeichen. Der Staatsschutz ist deshalb eingeschaltet.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Ukraine-Krieg: Auto brennt, Supermarkt wird beschädigt – Auswirkungen des Krieges?

Ein Auto steht in Flammen und brennt eine Zeit lang lichterloh. Ein solches Szenario ist mittlerweile keine Seltenheit mehr – die Feuerwehr kommt, löscht das Feuer und die Polizei ermittelt im Anschluss. Doch im Spätwinter 2022 scheint vieles anders zu sein.

In Krefeld ist in der Nacht zum Donnerstag (3. März) ein Auto mit einem ukrainischen Kennzeichen in Brand geraten. Ein Zusammenhang zum Ende Februar ausgebrochenen Ukraine-Krieg? Der Staatsschutz ist eingeschaltet. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen an – auch ein technischer Defekt am geparkten Auto sei nicht auszuschließen.

Brisant: Der Wagen gehöre einer Familie, die zuletzt wegen des Krieges in der Ukraine nach Krefeld gereist war. Weitere Details nannten die Behörden zunächst nicht. Weitere Fragen würden wegen der laufenden Ermittlungen vorerst nicht beantwortet.

In Krefeld brannte das Auto einer geflüchteten ukrainischen Familie.

Ukraine-Krieg: In Oberhausen wird ein russischer Supermarkt beschädigt

Ein zweiter Fall für den Staatsschutz habe sich am Mittwoch (2. März) in Oberhausen im Ruhrgebiet ereignet. Unbekannte haben eine Fensterscheibe eines russisch-polnischen Supermarkts zerschlagen und weiße Farbe an die Fassade geschmiert.

Die Pressesprecherin der im Ruhrgebiet und in Niedersachsen verbreiteten Supermarkt-Kette, Anastasia Kirsch, sagte, sie habe den Eindruck, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Vorfall und dem Krieg in der Ukraine gebe. Der Staatsschutz der Polizei Essen untersuche den Fall, den man noch nicht abschließend beurteilen könne

Der polnisch-russische Supermarkt wurde attackiert.

Kirsch rief laut der Deutschen Presse-Agentur (DPA) dazu auf, das Gespräch zu suchen und über eine etwaige Verunsicherung offen zu reden. „Dann wird man mitbekommen, dass wir alle für den Frieden sind. Wir Menschen, die aus der ehemaligen UdSSR nach Deutschland gekommen sind, haben nichts mit dem zu tun, was derzeit in der Ukraine passiert.“

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