Massive Kritik

NRW: Laschet lacht im Katastrophen-Gebiet – CDU-Chef entschuldigt sich

Armin Laschet im Hochwasser-Gebiet in Erftstadt (NRW)
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Während einer Rede im Hochwasser-Gebiet in Erftstadt hat Armin Laschet gelacht.

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet muss aktuell viel Kritik einstecken. Beim Besuch in einem Hochwasser-Gebiet in NRW ist dem Politiker ein Lachen rausgerutscht.

Erftstadt – Die Bilder der Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sorgen deutschlandweit für Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Viele Menschen haben bei dem Unwetter ihr Zuhause verloren. Angaben zufolge gab es weit mehr als 100 Todesopfer in den Fluten – viele Personen werden noch immer vermisst.

Laschet und Steinmeier zu Besuch in Erftstadt (NRW): CDU-Chef lacht während Rede

Unter anderem in Erftstadt in NRW wurden durch die Unwetter-Katastrophe zahlreiche Häuser und Autos weggespült. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) haben sich am Samstag (17. Juli) vor Ort ein Bild von der Situation gemacht und mit Helfern und Feuerwehrleuten gesprochen.

Der Besuch in dem Hochwassergebiet hat durch ein unbedachtes Verhalten von Armin Laschet jedoch einen üblen Beigeschmack bekommen. Fernsehbilder und Aufnahmen von Fotografen zeigen, wie Laschet während einer Rede des Bundespräsidenten lachend im Hintergrund steht.

In einer Sequenz scherzen der CDU-Politiker und seine Begleiter. Zu sehen ist, wie er sich lachend zu seinen Gesprächspartnern dreht. Steinmeier hatte in der kurzen Rede sein Mitgefühl mit den Opfern der Flutkatastrophe zum Ausdruck gebracht und gesagt: „Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz“.

Mitgefühl für Opfer der Hochwasser-Katastrophe? Armin Laschet steht lachend im Hintergrund

Davon war bei Armin Laschet jedoch nicht viel zu spüren. Sein Verhalten hat prompt für viel Kritik gesorgt. „Wie Armin Laschet im Hintergrund rumalbert, während der Bundespräsident zu den Opfern spricht, ist ohne Anstand und empörend“, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der Bild am Sonntag.

Auf Twitter trendete zwischenzeitlich der Hashtag #Laschetlacht. Peter Dabrock, ehemaliger Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, kritisierte „Pietätlosigkeit“ gegenüber den Opfern. Auch die FDP äußerte sich: „Rheinische Frohnatur in Ehren, aber während der Bundespräsident der Opfer gedenkt herumzualbern ohne Maske, wird dem Ernst der Lage nicht gerecht“, so Fraktions-Vize Michael Theurer ebenfalls gegenüber Bild am Sonntag.

Viel Kritik wegen #Laschetlacht: CDU-Kanzlerkandidat entschuldigt sich bei Twitter

Laschet hat sich am Samstagabend selbst zu den Vorwürfen geäußert und sich für sein Verhalten während der Steinmeier-Rede auf Twitter entschuldigt. Er bedauere den Eindruck, der durch eine Gesprächssituation entstanden sei. „Dies war unpassend und es tut mir leid.“ Und weiter: „Uns liegt das Schicksal der Betroffenen am Herzen, von dem wir in vielen Gesprächen gehört haben.“ mit dpa-Meterial

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