Ministerpräsident vor Ort

Flutkatastrophe in NRW: Armin Laschet bekommt Wut zu spüren – „Werden es bei der Wahl merken!“

Nach der Flutkatastrophe in NRW entbrannte sich die Wut gegen den Ministerpräsidenten Armin Laschet vor Ort.

NRW – Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) muss sich aktuell als Krisenmanager beweisen, wie RUHR24* berichtet. In den Flutgebieten im Bundesland bekommt er die Wut der Flutopfer zu spüren. Am heutigen Dienstag (3. August) ist er in Stolberg bei Aachen vor Ort.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)
EreignisFlutkatastrophe

Armin Laschet im Kreuzfeuer: Flutopfer werfen NRW-Ministerpräsidenten Versagen vor

„Sie werden es bei der Wahl merken“, schmiss eines der Flutopfer Armin Laschet (CDU) an den Kopf. Der CDU-Politiker war am Montag (2. August) in Swistal bei Bonn (NRW*) vor Ort, um sich, wie er selbst sagte, ein Bild von der Lage zu machen.

Das geriet knapp zweieinhalb Wochen nach der Flutkatastrophe zum Spießrutenlauf für den Kanzlerkandidaten der Union. Viele Anwohner klagten laut der Deutschen Presse Agentur (dpa) über fehlende Hilfen.

Bislang, so einige Anwohner, habe man keine Hilfen bekommen. Weder vom Land noch von der Verwaltung. Stattdessen haben vor allen Dingen junge Leute beim Aufräumen geholfen.

NRW nach Flutkatastrophe: Flutopfer außer sich – Armin Laschet bekommt es ab

Wie die Welt berichtet, äußerte sich Patrick Richelt, Vorstand eines Kindergartens in Swistal, dass man aktuell schnelle Hilfe vom Land NRW und Ministerpräsidenten Armin Laschet erwarte. „Er muss, wir müssen in die Pötte kommen. Nicht das übliche Genehmigungsverfahren von zig Monaten. Wir brauchen schnelle Lösungen.“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet* war zusammen mit CDU-Bürgermeisterin Karin Schmitz vor Ort. Die Menschen umringten die Politiker. Die Wut entlud sich aufgrund auch aufgrund der mangelnden Kommunikation und fehlerhaften Warnungen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) stellt sich den kritischen Fragen der Flutopfer.

Anwohner klagten, Warnungen seien zu spät gekommen, wie der WDR berichtet. Oder gar nicht. Laschet zeigte Verständnis. Er würde die Flutopfer verstehen. Die Lage sei schwierig gewesen, die Kommunikation teilweise zusammengebrochen. „Für sie ist das nur Wahlkampf“, sagte ein anderer Anwohner.

Auch Drohungen in Richtung Bundestagswahl am 26. September und Ausdrücke wie „riesgengroße Versager“ waren beim Besuch von Armin Laschet stets präsent.

Armin Laschet versprach den Flutopfern schnelle per Gesetz geregelte Hilfe. So sei es auch bei der Oder-Flutkatastrophe im Jahr 2002 gewesen.

Armin Laschet und Olaf Scholz am Dienstag in NRW vor Ort – Umfragewerte für CDU-Politiker sinken

Am Dienstag (3. August) besucht NRW-Ministerpräsident Armin Laschet* zusammen mit SPD-Finanzminister Olaf Scholz Stolberg bei Aachen. Auch dort hat die Flut heftig zugeschlagen.

Derweil sinken die Umfragewerte von Armin Laschet* für die am 26. September stattfindende Bundestagswahl. Tobias Blasius, Laschet-Biograf, äußerte sich gegenüber dem WDR.

Vor der Wahl seien vor allen Dingen die Flutkatastrophe und der Klimawandel sowie die Coronakrise* die Themen. Doch sowohl Flut als auch Pandemie haben Armin Laschet eher geschadet. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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