Nach Hochwasser-Horror

NRW: Angela Merkel im Katastrophen-Gebiet – Kanzlerin verspricht schnelle Hilfe

Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bad Münstereifel
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Armin Laschet und Angela Merkel im Katastrophengebiet.

Nach der Hochwasser-Katastrophe in NRW reist Kanzlerin Angela Merkel heute nach Bad Münstereifel. Sie verspricht den Opfern schnelle Hilfe.

Update, Dienstag (20. Juli), 14.51 Uhr: Bad Münstereifel/NRW – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Betroffenen der Hochwasserkatastrophe schnelle Hilfe zugesagt, wie unter anderem der WDR berichtet. Das Bundeskabinett werde am Mittwoch (21. Juli) ein Programm für finanzielle Hilfe beschließen.

NRW: Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht nach Hochwasser das Katastrophen-Gebiet

Es gehe dabei darum, „unbürokratisch Soforthilfe“ zu leisten. Das Land NRW soll hierzu am Donnerstag entsprechende Beschlüsse fassen, so die Kanzlerin.

Außerdem hat Merkel angekündigt, dass neben der Soforthilfe auch ein Aufbaufonds beschlossen werden soll. Daran würden sich neben dem Bund auch die Länder beteiligen. Man werde beim Wiederaufbau jedoch „einen langen Atem brauchen“.

Armin Laschet und Angela Merkel im Katastrophengebiet in NRW.

Auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte Unterstützung an. So soll die Soforthilfe des Bundes durch das Land NRW verdoppelt werden. Die Formulare zur Beantragung des Geldes sollten noch in dieser Woche fertig werden. Die Auszahlung sei laut Merkel über die Städte und Kreise geplant. Sie hoffe, „dass das eine Sache von Tagen ist“.

Angela Merkel heute in NRW: Kanzlerin reist in Hochwasser-Katastrophen-Gebiet nach Bad Münstereifel

Erstmeldung, Dienstag (20. Juli), 8.04 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am heutigen Dienstag (20. Juli) in den Kreis Euskirchen nach NRW. Dort will sie das Hochwasser-Katastrophen-Gebiet in Bad Münstereifel besuchen und sich einen Überblick über die Situation machen.

Merkel kommt nicht allein in den kleinen Ort im Süden von NRW. Auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich angekündigt und wird der Kanzlerin vor Ort zur Seite stehen.

Der Ort im Kreis Euskirchen ist von dem Unwetter der vergangenen Tage heftig betroffen. Merkel spricht mit Vertretern von Hilfsorganisationen sowie Helferinnen und Helfern. Nach einem Treffen mit betroffenen Bürgern steht ein Gang durch das Gebiet auf dem Programm.

Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen: Angela Merkel kommt in Hochwasser-Gebiet

Am Sonntag war Angela Merkel bereits in den Ort Schuld nach Rheinland-Pfalz gereist. Auch dort hatte der Regen und das damit einhergehende Hochwasser für Zerstörung gesorgt.

Der Kreis Euskirchen, in dem Bad Münstereifel liegt, hatte in den vergangenen Tagen Schlagzeilen gemacht, weil die dort liegende Steinbachtalsperre in der Nähe von Euskirchen zu brechen drohte. Inzwischen gibt es Entwarnung – das Bauwerk scheint dem Wasser standzuhalten. Ein Dammbruch sei laut Behörden nicht mehr zu befürchten.

47 Menschen in NRW an Folgen des Hochwassers gestorben

Nach Informationen des NRW-Innenministeriums vom Montag sind bei der Flutkatastrophe mindestens 47 Menschen in NRW ums Leben gekommen. Man könne noch immer nicht ausschließen, noch weitere Opfer zu entdecken. Viele Menschen galten auch immer noch als vermisst. Die Flut hatte Häuser und Autos weggespült. Die Aufräumarbeiten sind noch im vollen Gange.

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es zugleich die Sorge, dass die Hochwasserkatastrophe auch zu steigenden Corona-Infektionszahlen führen könnte. „Eine erhöhte Gefahr der Ausbreitung von SARS-CoV-2 könnte sich vor allem durch die Unterbringung von Personen in Notunterkünften entwickeln“, zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag) das Düsseldorfer Gesundheitsministerium.

Die Gesundheitsämter vor Ort seien sich aber der zusätzlichen Gefahr bewusst. Sie könne durch Testungen, Masken und Lüften reduziert werden. mit dpa-Material

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