Sanierung der Fahrbahn

NRW: A3 ist nach Vollsperrung ab sofort wieder frei

Die Sanierungsarbeiten an der A3 in NRW gehen vorerst in die letzte Runde. Eine Vollsperrung der Autobahn ist unumgänglich. Ausweichrouten gibt es kaum. Es droht massiver Stau.

NRW – Die A3 verbindet das Ruhrgebiet mit dem Rheinland und stellt die Verbindung zum Frankfurter Raum her. Auf der A3 fahren Pendler und Urlauber bis in die Niederlande oder bis an die österreichische Grenze. Kurz: Sie ist besonders für NRW eine der wichtigsten Autobahnen. Bereits seit 2019 wird sie umfassend saniert. Erneut ist dafür eine Vollsperrung der A3 nötig. Doch wer den Stau umfahren will, steht vor einem weiteren Problem.

AutobahnA3
Länge769 Kilometer
VerlaufNiederländischen Grenze, Ruhrgebiet, Kölner Raum, Rhein-Main-Gebiet, Franken,österreichischen Grenze

Vollsperrung der A3 in NRW am Wochenende: Stau auf allen Routen

Wichtig wird das für Autofahrer in NRW vor allem am Wochenende (1. bis 4. Oktober). An diesem Wochenende wird die A3 ein weiteres Mal voll gesperrt. Zwischen dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg und der Anschlussstelle Lohmar in Fahrtrichtung Oberhausen geht dann zwischen 22 Uhr am Freitag und Montagmorgen, 5 Uhr, nichts mehr auf der A3 (mehr Verkehrs-News bei RUHR24).

Bisher liefen die Sanierungsarbeiten auf der A3 glimpflich für Autofahrer ab. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens war die Baustelle so angelegt, dass jeweils drei Fahrspuren je Fahrtrichtung erhalten werden konnten. Dazu wurden die Fahrspuren verengt und der Standstreifen mitgenutzt. Nun ist das aber nicht mehr möglich: Massive Schäden an der Autobahn machen eine Vollsperrung unumgänglich.

Dazu führte laut einer Mitteilung der Autobahn GmbH auch, dass die A3 in dem betroffenen Abschnitt in NRW seit der Hochwasserkatastrophe in diesem Jahr zusätzlich durch den Umleitungsverkehr der gesperrten A1 und A61 befahren wird. Die zusätzliche Verkehrsbelastung habe zu weiteren Schäden an der A3 geführt, sodass „sofortige und umfangreiche Reparaturarbeiten vor Beginn der kalten Jahreszeit“ zwingend notwendig seien.

Sanierung der A3: Vollsperrung in NRW unumgänglich – Stau droht

Die Schäden reichen inzwischen über den Standspurbereich hinaus. Zwei Baustellenfahrspuren seien ebenfalls betroffen. „Die Vollsperrungen sind daher alternativlos“, so die Autobahn GmbH. Auch, wenn das Stau auf allen Strecken bedeutet. Hinzu kommt: Die A1 und die A61 sind zwischen den Autobahnkreuzen Meckenheim und Kerpen aufgrund der Unwetterschäden weiterhin gesperrt. Sie bieten sich daher auch nicht als Umfahrungsroute während der Vollsperrung der A3 an.

Auch Teile der A1 waren durch die Überschwemmungen in Erftstadt-Blessem abgerutscht.

Autofahrer werden aufgrund des sich anbahnenden Stau-Chaos am Wochenende auf der A3 gebeten, die Sperrung weiträumig zu umfahren. Denn auch lokale Ausweichrouten über die A560/A59 werden aller Voraussicht nach vom Stau betroffen sein. Wer sich dem gesperrten Streckenabschnitt in NRW nähert, soll bereits ab dem Autobahndreieck Seligenstadt (A3/A45) über die A45 bis zum Autobahnkreuz Olpe-Süd und dann über die A4 in Richtung Köln ausweichen.

Stau-Chaos in NRW: Vollsperrung der A3 am Wochenende

Die A3 gilt als bedeutende Transitroute im europäischen Autobahnnetz. Zwischen 80.000 und 100.000 Fahrzeuge bewegen sich nach Angaben der Autobahn GmbH pro Tag auf den stark genutzten Streckenabschnitten über die Autobahn.

Besonders auf dem Abschnitt zwischen Köln und Frankfurt hat das stetig wachsende Verkehrsaufkommen als auch der Schwerlastverkehr seine Spuren hinterlassen: Spurrillen, Risse und Flickstellen – eine grundlegende Sanierung, wie sie seit 2019 auf der A3 in NRW läuft, war dringend nötig. Zumal eine weitere Zunahme des Gesamtverkehrs bis auf 125.000 Fahrzeuge am Tag erwartet wird.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

Mehr zum Thema