DEHOGA-Statement

Gastronomie in NRW fürchtet 2G-Regel – bekannte Bar in Dortmund reagiert

Der Gastro-Verband NRW hat sich zur 2G-Regel geäußert. Die wird von zahlreichen Städten gefordert. Eine bekannte Bar aus Dortmund agiert hingegen konsequent.

Dortmund – Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in NRW ist am Montag (30. August) mit einem Statement zur möglichen 2G-Regel in der Corona-Krise an die Öffentlichkeit gegangen.

BundeslandNRW
VerbandDEHOGA (Hotel und Gaststätten)
StadtDortmund

NRW: Gastro-Verband fürchtet 2G-Regel und die Konsequenzen der neuen Corona-Regel

Man wolle, so geht es aus der Mitteilung hervor, sich nicht von der Politik instrumentalisieren lassen. Der DEHOGA NRW lehnt einen Gäste-Zugang nur für Geimpfte und Genesene ab. Das sei eine Impfpflicht durch die Hintertür.

Das Problem aus Sicht des Gastro-Verbandes: Der Staat könne – beziehungsweise wolle – keine Impfpflicht einführen. Wer aber die 2G-Regel einführen wolle, der macht aus einer Restauranttür eine Hintertür. Man wolle sich nicht instrumentalisieren lassen.

Der Gastro-Verband will für Bars, Restaurants und Hotels nicht noch einmal eine weitere Einschränkung. Zwar begrüße man die Abkehr des „Inzidenz-Regimes“, wie es in der Mitteilung heißt. Aber eine 2G-Coronaregel gehe aktuell zu weit.

NRW: Gastro-Verband will keine allgemeine Corona-Regel – aber 2G per Hausrecht sei okay

„Der Weg über die 3G-Regelung ist in Ordnung, auch wenn er zu mehr Bürokratie, mehr Diskussionen mit Gästen und Umsatzeinbußen führt. Aber weitere gesetzliche Zugangsbeschränkungen darf es nicht geben“, wird Haakon Herbst, Regionalpräsident der DEHOGA NRW zitiert.

Natürlich sei es im Interesse des Gastro-Verbandes, dass viele Menschen geimpft werden. Allerdings dürfe die Verantwortung der Corona-Impfung nicht auf Bars, Restaurants und Hotels geschoben werden.

Debatte die 2G-Regel: Gastro-Verband NRW fürchtet Instrumentalisierung

Allerdings, so Haakon Herbst, sei gegen eine freiwillige Einführung der 2G-Regel im Hausrecht einzelner Gastro-Betriebe nichts einzuwenden.

NRW: Bekannte Bar in Dortmund reagiert in Eigenregie und kündigt 2G-Regel mit Hausrecht an

Und das passiert auch: wie zum Beispiel in Dortmund. Die deutschlandweit bekannte Bar „Balke“ verkündete auf ihrer Facebook-Seite, dass nur noch Personen bewirtet werden, die entweder gegen Corona geimpft oder genesen sind.

„Bewirtung im Innenbereich nur mit 2G-Nachweis (G-impft oder G-nesen). Wir haben uns selbst dazu entschieden, keine Testnachweise zu akzeptieren. Je mehr sich impfen lassen, umso weniger Einschränkungen wird es für alle geben. Vertraut dem Hausarzt eurer Wahl und gönnt euch eine Impfung“, heißt es in einem Facebook-Beitrag, der schon am 20. August veröffentlicht wurde.

NRW: Dortmund und andere Städte sprechen sich vehement für die 2G-Regel in der Corona-Krise aus

Am Montag (30. August) haben sich die NRW-Städte dazu entschieden, an die Landesregierung zu schreiben. Dortmunds OB Thomas Westphal erklärte am Dienstag (31. August) auf einer Pressekonferenz, dass man einstimmig für eine Einführung der 2G-Regel im Freizeitbereich sei.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich zunächst für den Verbleib der 3G-Regel entscheiden. Aktuell setze man zunächst weiter auf Corona-Tests, äußerte sich der CDU-Politiker gegenüber dem WDR.

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