Nach Corona-Gipfel

Karl Lauterbach zufrieden mit Corona-Regeln – Minister spricht von „Problembereich“

Der Corona-Gipfel hat neue Maßnahmen beschlossen. Karl Lauterbach zeigt sich zufrieden und spricht einen „Problembereich“ an.

Dortmund/NRW – Durch die Mutante Omikron spitzt sich die Corona-Lange bundesweit zu. Weil die Neuinfektionen bundesweit in die Höhe schießen, hat die Bund-Länder-Runde am Freitag (7. Januar) neue Maßnahmen beschlossen*. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen, wie RUHR24* berichtet.

Bundesminister für GesundheitKarl Lauterbach
Geboren21. Februar 1963 (Alter 58 Jahre) in Düren
AmtMitglied des Deutschen Bundestages seit 2005

Karl Lauterbach über neue Corona-Regeln: „Wichtiger Schritt“

„Es bleibt nicht bei den bestehenden Regeln, sondern wir haben nachgeschärft“, erklärt Karl Lauterbach nach dem Treffen von Bund und Länder gegenüber dem ZDF. Vor allem die neu eingeführte 2G-Plus-Regel in der Gastronomie sei ein wichtiger Schritt, um die Ausbreitung des Coronavirus* zu verlangsamen. Die Regelung lautet wie folgt:

  • Wer in der Gastronomie einkehren will, braucht einen aktuellen, negativen Corona-Test.
  • Ausgenommen sind Personen, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben.
  • Die Regel soll voraussichtlich ab dem 15. Januar greifen.

Neue Corona-Regeln: Lauterbach spricht „Problemzone“ an

Die Gastronomie sei laut dem Bundesgesundheitsminister mittlerweile eine „wichtige Quelle der Infektion“ und damit auch ein „Problembereich“. Die beschlossenen Regeln für die Branche seien aus seiner Sicht in der aktuellen Situation allerdings nur „ausreichend“.

An anderen Stellen sorgte die beschlossene Corona*-Regel allerdings für Kritik. „Die Veschärfungen für die Gastronomie sind fragwürdig“, meint etwa Tino Sorge, der gesundheitspolitischer Sprecher der CDU. Der Grund: Hygiene- und Schutzkonzepte hätten sich hier bereits bewährt. „Und doch bezeichnet der Gesundheitsminister die Gastronomie öffentlich als ‚Problembereich‘“, so Sorge weiter.

Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) stellt die Verschärfungen in der Gastronomie in Frage, kündigte sogar rechtliche Schritte an. Verbandspräsident Gerald Kink äußert in einer Mitteilung „erhebliche Zweifel an der rechtlichen Verhältnismäßigkeit“ der neuen Regeln. Die bereits geschwächte Branche würde dadurch erneut beschädigt.

Corona-Verschärfungen ab Januar: Karl Lauterbach teilt Einschätzung

In anderen Bereichen bleiben Regeln bestehen. So wurde Ende Dezember 2021 festgelegt*, dass sich im privaten Bereich nur noch bis zu zehn geimpfte Personen treffen dürfen. Das halte Lauterbach nach wie vor für vertretbar. Außerdem hofft er darauf, dass sich möglichst viele Menschen boostern lassen und sich ungeimpfte Personen sich doch noch für eine Impfung entscheiden.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Kritik an einer vermeintlich schlechten Datenlage für Beschlüsse wies Lauterbach im ZDF allerdings zurück. „Wir haben mittlerweile ein relativ gutes Bild zum Infektionsgeschehen“, so die Einschätzung des Gesundheitsministers. Während Omikron-Fälle sich alle fünfeinhalb Tage verdoppeln, gehen die Delta-Fälle laut dem Gesundheitsminister zurück. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Stefanie Loos/AFP

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