Besuch oder Abstand?

Muttertag während der Coronavirus-Krise: Was erlaubt ist und was nicht

Am 10. Mai ist Muttertag. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie ist in diesem Jahr alles anders als bisher. 
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Am 10. Mai ist Muttertag. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie ist in diesem Jahr alles anders als bisher. 

Heute ist Muttertag. Darf man seine Mutter in aktuellen Corona-Zeiten überhaupt besuchen? Was erlaubt ist und was nicht.  

  • Der Muttertag 2020* findet heute (10. Mai) statt und fällt mitten in die Coronavirus-Pandemie
  • Die Landesregierung NRW hat am Mittwoch (6. Mai) erste Lockerungen im Kontaktverbot bekannt gegeben. 
  • Für den Muttertag 2020 gelten dennoch einige Einschränkungen. 

NRW - Muttertag 2020 steht vor der Tür. Für viele die Gelegenheit, ihrer Mutter mal wieder eine Freude zu machen* und gemeinsam einen schönen Tag zu verbringen. Doch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie* ist vieles anders, wie RUHR24.de* berichtet. Einige in Nordrhein-Westfalen, die nicht mit ihrer Mutter in einem Haushalt leben, sind deshalb verunsichert: Darf ich meine Mutter an Muttertag überhaupt besuchen? 

Coronavirus in NRW: Ab Montag (11. Mai) Lockerungen im Kontaktverbot - doch was ist an Muttertag?

Am Mittwoch (6. Mai) hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen erste Lockerungen im Kontaktverbot bekannt gegeben. So soll es ab Montag (11. Mai) wieder möglich sein, dass sich Angehörige zweier Haushalte im öffentlichen Raum treffen (alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW in unserem Live-Ticker*). 

Demnach dürfen beispielsweise ab Montag (11. Mai) wieder zwei Familien zum Essen zusammenkommen - denn viele Restaurants können schließlich auch pünktlich ab Montag (11. Mai) wieder unter Auflagen eröffnen. Für viele Menschen eine große Erleichterung - doch Muttertag ist ja schon einen Tag früher! Was also gilt heute (10. Mai)? 

Muttertag 2020: Darf man seine Mutter trotz Coronavirus besuchen?

Heute (10. Mai), dem Muttertag, gilt im öffentlichen Raum in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich noch das weitreichende Kontaktverbot, das nur das Treffen zwischen zwei Personen erlaubt. Auch für den privaten Raum - also für Treffen in privaten Wohnungen, Häusern oder Gärten - empfiehlt die Landesregierung die Regelungen ebenfalls einzuhalten. Demnach ist aber ein Besuch der Mutter zum Muttertag möglich. 

Außerdem: Von dem Kontaktverbot sind Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner, sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen ausgenommen. Das bedeutet: Auch der Vater dürfte beispielsweise an einem Muttertags-Treffen dabei sein. Auf große Familien-Zusammenkünfte sollte allerdings verzichtet werden. 

Coronavirus in NRW: Auch an Muttertag 2020 gilt Abstandsregelung und Mundschutzpflicht

Einem Treffen an Muttertag steht also nichts im Wege - einige Einschränkungen gibt es aber dennoch: Bei einem Treffen mit der Mutter an Muttertag im öffentlichen Raum gilt die allgemeine Abstandsregelung von eineinhalb Metern, ebenso die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in bestimmten Bereichen. 

Video: Eine schöne Überraschung - Einfaches Muttertagsfrühstück

Auch für private Bereiche wird Abstandhalten empfohlen - schließlich gelten ältere Menschen als besonders risikogefährdet, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Auf eine herzliche Umarmung der Mutter sollte demnach in diesem Jahr also tatsächlich verzichtet werden. 

Möglich ist beispielsweise ein Treffen im Garten, wenn die Garten-Stühle mindestens eineinhalb Meter auseinander stehen. Auch Geschenke sind möglich - am besten sollten diese jedoch kontaktlos übergeben werden. 

Ab Samstag (9. Mai) ist in NRW auch der Besuch in Pflegeheimen wieder erlaubt. 

Coronavirus 2020: Pflegeheime in NRW heben Besuchsverbot zum Muttertag auf

Gute Nachrichten gibt es auch für Kinder, deren Eltern bereits in Pflegeheimen untergebracht sind: In NRW ist nämlich ab dem heutigen Samstag (9. Mai) das Besuchsverbot für Pflegeheime aufgehoben. An Muttertag ist es also wieder möglich, seine Mutter zu besuchen - allerdings nur in einem separat eingerichteten Raum und für maximal zwei Stunden. 

Wichtig ist hierbei auch, dass notwendige Schutzmaßnahmen wie das Tragen einer Maske, Sicherheitsabstand und gründliche Desinfektion unbedingt eingehalten werden. Eins ist also klar: Dieser Muttertag wird tatsächlich anders als die Jahre zuvor. Dass man seine Mutter lieb hat, kann man ihr jedoch auch mit Abstand sagen. 

lisi

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.