Coronavirus

Impfzentrum Münster im Stresstest: Feuerwehrleute proben den Ernstfall

Münster ist vorbereitet: Nach zweiwöchiger Vorbereitung steht das Impfzentrum an der Halle Münsterland. Jetzt wurde die Einrichtung einem Stresstest unterzogen.

Update: 21. Dezember. Alles ist aufgebaut und steht bereit – jetzt wurde das neue Impfzentrum in Münster von der Feuerwehr auf Herz und Nieren geprüft. Der finale Testlauf fand am Samstagnachmittag statt. Dabei wurde der Ernstfall mit rund 50 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr geprobt, um sicher zu gehen, dass alles funktioniert.

Die Freiwilligen durchliefen dabei alle Stationen von der Anmeldung bis zum Checkout. Auch die Durchführbarkeit des Hygiene-Konzepts sowie die Barrierefreiheit wurden bei dem Test im Impfzentrum in Münster überprüft. Die Einsatzkräfte sollen so auf jegliche Eventualitäten vorbereitet sein.

50 Feuerwehrleute probten den Ernstfall im Impfzentrum in Münster. 

Zweieinhalb Stunden dauerte der Stresstest im Impfzentrum in Münster. Einige Feuerwehrleute hatten spezielle Rollen, wie etwa Handicaps oder fehlenden Papiere oder Termine, um das Szenario so echt wie möglich zu machen. Die Leiter der Übung sind durchaus zufrieden mit dem Verlauf. Optimierungsbedarf besteht nur in den Details. „Ab morgen könnte es hier definitiv losgehen“, sagt Dr. Peter Münster von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Wann der Impfstoff gegen das Coronavirus jedoch tatsächlich einsatzbereit ist und dem Impfzentrum zur Verfügung steht, ist noch nicht sicher. 326 Dosen des Serums sollen jedoch bereits am 27. Dezember Bewohnern von Altenheimen in Münster verabreicht werden. Ergänzung: Am 21. Dezember wurde der Impfstoff von Biontech und Pfizer in der EU zugelassen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Newsticker zur Impfstoff-Lage in NRW.

Impfzentrum Münster bereit: Kommen auch die Corona-Impfungen viel früher als geplant?

Update: 17. Dezember. Von der Beauftragung bis zur Fertigstellung vergingen nur 21 Tage – seit dem 15. Dezember ist das Impfzentrum Münster fertig und betriebsbereit. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Impfstoff. Die Zulassung für den Wirkstoff von Pfizer und Biontech durch die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) dürfte noch vor Weihnachten erfolgen. Die ersten Impfungen sollten voraussichtlich um die Jahreswende durchgeführt werden – doch nun kursiert ein deutlich früherer Termin.

Die ersten Coronavirus-Impfungen in NRW erfolgen ab dem 27. Dezember und Armin Laschet richtete sich in einer ernsten Videobotschaft an die Bürgerinnen und Bürger, wie ow24.de berichtete. Demnach könnten besonderes gefährdete Personengruppen, also Menschen über 80 Jahren und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, aber auch das Pflegepersonal bereits kurz nach Weihnachten geimpft werden. Zu Beginn sollen in Münster mobile Teams eingesetzt werden, die die Impfungen in den Heimen und Einrichtungen durchführen.

Ob der Impftermin kurz nach Weihnachten eingehalten werden kann, hängt einerseits von der Zulassung des Impfmittels ab, andererseits auch von der Verfügbarkeit: Wann werden wie viele Wirkstoff-Dosen im Impfzentrum Münster ankommen? Dies bleibt abzuwarten. Auf msl24.de finden Sie derweil die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Impfzentrum Münster und die Coronavirus-Impfungen*. In unserem Newsticker informieren wir Sie zudem über die aktuelle Coronavirus-Lage in NRW.

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„Wir stehen bereit“: Das Impfzentrum Münster ist fertiggestellt

Update: 16. Dezember. Nur zwei Wochen dauerte es von der ersten Baubesprechung bis zur Fertigstellung des Impfzentrums in Münster. Am Mittwoch (16. Dezember) vermeldete die Stadtverwaltung, dass die Impfzentrale an der Messehalle Nord an der Halle Münsterland nun bereitsteht. Sobald der Coronavirus-Impfstoff in Deutschland zugelassen wurde, können sich die Menschen in der Westfalenmetropole impfen lassen.

„Mit dem Aufbau des Impfzentrums innerhalb kürzester Zeit, haben die Beteiligten hervorragende Arbeit geleistet. Wir stehen bereit, der Impfstoff kann kommen. Bis dahin müssen wir uns jedoch noch etwas gedulden. Es gilt nach wie vor zusammenzuhalten, denn der Kampf gegen die Ausbreitung des Virus ist eine Kraftanstrengung, die tatsächlich nur gemeinsam gelingen kann“, erklärte Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster am Mittwoch. Die Fertigstellung des Impfzentrums sei der nächste Schritt in Richtung Normalität.

Die Inbetriebnahme des Impfzentrums fällt zufälligerweise auf den Tag, an dem der harte Lockdown auch in Münster gilt. In der Westfalenmetropole ist der Inzidenzwert derzeit mit 95,5 einer der geringsten im ganzen Land, dennoch sei die Entwicklung beunruhigend, so die Stadtverwaltung. Erst am Dienstag (15. Dezember) wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet.

Der Wartebereich im Münsteraner Impfzentrum.

Optisch ähnelt das Impfzentrum Münster einem Flughafen-Terminal. „Absperrbänder sorgen für eine sichere Trennung der Laufwege und Wartebereiche, Hinweisschilder und Lotsen für eine entsprechende Orientierung“, beschreibt es die Stadtverwaltung. Zunächst werden ältere Menschen sowie Personen, die zur Coronavirus-Risikogruppe gehören, die Impfungen erhalten.

Auch im Impfzentrum Münster geht es weihnachtlich zu.

So laufen die Arbeiten am Impfzentrum Münster

Erstmeldung: 11. Dezember. Münster – Es wird das größte Corona-Impfzentrum in der Region. Im westfälischen Münster sind seit Donnerstag (10. Dezember) Messebauer damit beschäftigt, die Messehalle Nord des Messe- und Congress-Centrums Halle Münsterland (MCC) umzubauen und den Vorgaben des Landes gerecht zu werden. „Ungezählte Kilometer Kabel werden von Traversen unter der Decke gehalten, palettenweise Zwischenwände hineingefahren und allenorts wird gehämmert, gebohrt, gebaut“, berichtet die Stadt Münster von der Baustelle in der Halle Münsterland.

Dabei ist nicht nur die große Anzahl der zu impfenden Menschen eine besondere Herausforderung bei der Umsetzung des Corona-Impfzentrums, sondern auch die vielen Änderungen der Landesvorgaben, an die man sich zu halten hat, wie msl24.de* berichtet.

Corona-Impfzentrum in Münster (NRW): OB Markus Lewe stolz auf Zusammenarbeit

Wie die Stadt Münster mitteilt, herrscht in der Halle Münsterland, die zukünftig eines von fünf Corona-Impfzentren im Münsterland* werden soll, reges Treiben. Kabel ziehen, Leitungen verlegen, Traversen einbauen. Schwere Maschinen fahren in die Halle und wieder heraus. Die Verantwortung für den Aufbau liegt in den Händen der Feuerwehr Münster. Diese arbeitet mit allen weiteren Beteiligten eng zusammen, darunter die städtischen Ämter, die Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und einige mehr.

Oberbürgermeister Markus Lewe ist zuversichtlich, dass die Bürgerinnen und Bürger in Münster* alsbald geimpft werden können: „Es ist eine beachtliche Gemeinschaftsleistung, die hier binnen kürzester Zeit von allen Beteiligten zum Wohl der münsterschen Bevölkerung vollbracht wird.“ Drei Wochen nach dem pauschalen Auftrag des Landes, ein Corona-Impfzentrum auch in Münster zu errichten, und keine zwei Wochen nach der ersten Baubesprechung, liegen hier die Arbeiten bis zu diesem Freitag (11. Dezember) allesamt im Zeitplan.

Münster: Corona-Impfzentrum in Halle Münsterland soll Hoffnung machen

Dass das Impfzentrum, welches in Zeiten des Coronavirus auch für Hoffnung auf Normalität steht, in der Halle Münsterland, also einem Ort für große Events, errichtet wird, ist auch für die Verantwortlichen ein wichtiges Zeichen. Lara Aupke, MCC-Projektleiterin im Geschäftsbereich Gastveranstaltungen, bringt es auf den Punkt: „Für uns hat die Einrichtung eines Impfzentrums eine große Bedeutung. Die Pandemie hat uns und unsere gesamte Branche sehr hart getroffen. Das Impfzentrum ist nun ein Signal, dass es weitergeht, dass Hoffnung auf Normalität besteht.“

Münster: Die Halle Münsterland wird zum Corona-Impfzentrum umgebaut.

Wann genau in Münster geimpft werden kann, ist noch ungewiss. Die ersten Corona-Impfungen in Deutschland sollen Ende Dezember oder Anfang Januar stattfinden. In Russland und England hingegen sind diese Vorgänge schon in vollem Gange. Fakt ist, dass die Pandemie droht, außer Kontrolle zu geraten. Gerade erst kündigte Armin Laschet (CDU) einen totalen Lockdown an. Eine weitere Bund-Länder-Konferenz dazu ist spätestens am kommenden Wochenende geplant. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

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