Angriff mit Messer

Familiendrama in NRW: Vater will Ehefrau im Beisein der Söhne erstechen

Ein Familienvater soll in Münster (NRW) versucht haben, seine Ehefrau zu erstechen. Einer der Söhne konnte mit seinem Eingreifen Schlimmeres verhindern.

Münster – Ein 50-jähriger Mann soll am Montagabend (29. August) in Münster in NRW auf seine Ehefrau eingestochen haben. Die 46-Jährige sei durch ein Messer lebensgefährlich verletzt worden, berichtet die Polizei Münster am Dienstag. Das Ehepaar lebe getrennt.

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Thema50-Jähriger sticht auf Ehefrau ein

Vater sticht in Münster auf im Bett liegende Ehefrau ein

Nach aktuellem Ermittlungsstand soll die Frau mit ihrem 15 Jahre alten Sohn im Bett gelegen haben. Gegen 22.19 Uhr habe dann der Mann an der Tür geklingelt. Der 18-jährige Sohn habe ihm daraufhin die Tür geöffnet, beschreibt die Polizei Münster die Situation.

Der mutmaßliche Täter sei daraufhin auf direktem Weg in die Küche der Wohnung gegangen und habe sich ein Messer geschnappt. Mit diesem stach der Mann im Schlafzimmer auf den Oberkörper der Mutter ein. Der 15-jährige Sohn sei bei der Attacke unverletzt geblieben.

Mutmaßlicher Täter wird von Sohn in die Flucht geschlagen und festgenommen

Sein älterer Bruder habe seinen Vater schnell von der Mutter weggerissen, berichtet die Polizei. Daraufhin hat der 18-Jährige das Zimmer abgeschlossen, um die beiden vor einem neuen Angriff des Vaters zu schützen. Dieser sei laut Polizei dann geflüchtet.

Die Polizei Münster hat den mutmaßlichen Messerstecher festnehmen können. (Symbolbild)

Kurz darauf konnten Einsatzkräfte den mutmaßlichen Täter in der Nähe der Wohnung festnehmen. Die verletzte Mutter wurde von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Nach Polizeiangaben schwebt die 46-Jährige mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Die beiden Söhne werden nach der Tat von der Polizei Münster psychologisch betreut.

Ermittlungen nach Messerangriff in Münster dauern noch an

Die Polizei Münster hat zur Aufklärung der Tat eine Mordkommission eingerichtet. „Die Motivlage ist bislang noch völlig unklar. Wir lassen aktuell Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung des Tatverdächtigen überprüfen“, erläuterte Leiter Frank Schneemann den aktuellen Stand der andauernden Ermittlungen (mehr News aus NRW bei RUHR24).

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