Feiger Angriff

Junger Mann nach Attacke beim CSD in NRW tot – 20-Jähriger in U-Haft

Nach einer Attacke beim Christopher Street Day in Münster ist ein 25-Jähriger gestorben. Es gibt eine Festnahme.

Update, Samstag (3. September), 14 Uhr: Münster – Der 20-jährige Tatverdächtige, der einen 25-jährigen Mann nahe der Versammlung zum Christopher-Street-Day angegriffen haben soll, sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Das teilen die Staatsanwaltschaft und die Polizei Münster mit.

Nach Angriff bei CSD in Münster: Angeklagter sitzt in Untersuchungshaft

Nachdem die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Münster den Erlass eines Haftbefehls wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragt hat, folgte am Samstagmittag (3. September) die Anordnung von Untersuchungshaft durch einen Richter. Der 20-Jährige habe sich zu den Tatvorwürfen immer noch nicht geäußert.

Update, Freitag (2. September), 20.50 Uhr: Der mutmaßliche Täter, welcher einen 25-Jährigen beim Christopher Street Day in Münster niedergeschlagen haben soll, ist gefasst. Tagelang wertete eine Mordkommission Zeugenhinweise sowie Bild- und Videomaterial aus.

Die Beamten fanden dabei Bilder vom mutmaßlichen Täter. Eine Ermittlerin der Mordkommission erkannte den Gesuchten schließlich am Freitagnachmittag (2. September) am Hauptbahnhof Münster und nahm ihn fest. Es handelt sich um einen 20-Jährigen.

Tödlicher Angriff bei CSD in Münster – 20-Jähriger festgenommen

Die Staatsanwaltschaft Münster will einen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragen. Der Verdächtige soll am Samstag vorgeführt werden. „Es war auf jeden Fall ein queerfeindlicher Angriff“, betont eine Sprecherin vom Verein „Trans*Inter*-Münster“. Der getötete 25-Jährige gehörte als Transmann auch der Community an. Seine Leiche soll am Montag obduziert werden.

In der Zwischenzeit melden sich auch Politiker zu Wort. Vom Queer-Beauftragten der Bundesregierung, Sven Lehmann, heißt es: „Wir haben auch in Deutschland ein großes Problem mit Hass gegen queere Menschen. Queerfeindliche Gewalt ist eine Bedrohung, die tödlich enden kann. Wir alle müssen uns jeden Tag gegen diese Gewalt stellen“.

Menschen haben auf dem Hafenplatz eine Fahne ausgelegt, die mit bemalten Steinen beschwert ist.

Erstmeldung, Freitag (2. September), 10.55 Uhr: Der 25 Jahre alte Mann, der am Rande einer Christopher Street Day-Versammlung in Münster niedergeschlagen wurde, ist tot. Er erlag am frühen Freitagmorgen (2. September) seinen Verletzungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Er war dazwischengegangen, als ein noch unbekannter Mann Teilnehmer beleidigt hatte, und war von diesem zu Boden geschlagen worden.

Polizei in Münster sucht CSD-Schläger – Opfer stirbt im Krankenhaus

Zeugen zufolge soll der Tatverdächtige am 27. August mehrere Frauen mit „Lesbische Hure“ oder „Verpisst euch“ beschimpft haben und drohend auf sie zugegangen sein. Der 25-Jährige bekam laut Polizei die Situation mit und bat den Störer, die Beleidigungen zu unterlassen. „Die Schlichtungsbemühungen des jungen Mannes sollen Auslöser für die Attacke gewesen sein“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Früheren Angaben der Ermittler zufolge verlor der 25-Jährige das Gleichgewicht, bevor ihn ein weiterer Faustschlag im Gesicht traf. Dann habe der 25-Jährige das Bewusstsein verloren und sei mit dem Kopf auf den Asphalt aufgeschlagen. Nach dem Angriff kam er ins Krankenhaus, schließlich lag er im künstlichen Koma (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Polizei sucht Zeugen nach tödlicher Attacke beim CSD in Münster

Der als 18 bis 20 Jahre alter Mann beschriebene Tatverdächtige flüchtete demnach zu Fuß mit einem Begleiter. Laut Zeugen trug der schmächtige Mann eine Jeans mit Schlag, ein T-Shirt und einen Anglerhut. Die Polizei fahndet nach ihm und sucht weitere Zeugen. Mit DPA

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