Anklage wegen Totschlags

Brutale Tat in NRW: Mann ersticht Ex-Freundin - Tochter (6) erlebt alles mit

In Borken hat ein Mann an Neujahr seine Ex-Freundin im Streit gewürgt und erstochen. Die Tochter musste die brutale Tat mitansehen. Jetzt steht er vor Gericht.

  • In Borken (NRW) ist es an Neujahr zu einer brutalen Tat gekommen.
  • Ein Mann tötete im Streit seine Ex-Partnerin.
  • Jetzt steht er wegen Totschlags in Münster vor Gericht.

Münster/NRW - Als der Mann an Neujahr den Polizisten blutbeschmiert die Tür öffnet, liegt seine Ex-Freundin bereits leblos in der Wohnung. Nach einem Streit hatte er sie gewürgt und erstochen. Jetzt steht er in Münster wegen Totschlags vor Gericht, berichtet RUHR24.de*.

Brutale Tötung in Borken: Mann soll Ex-Freundin gewürgt und erstochen haben

Gegen kurz vor 3 Uhr hatten Nachbarn einen Streit und Hilferufe aus der Wohnung im Osten von Borken (NRW) gehört und die Polizei gerufen. Erst nach mehrmaliger Aufforderung öffnet der damals 59-Jährige den Beamten die Tür und lässt sich festnehmen, steht in der nüchternen Polizeimeldung zu dem Einsatz.

Doch sie kommen zu spät: Kurz darauf finden sie den leblosen Körper der Ex-Partnerin (52) des Mannes in der Wohnung. Der mittlerweile Angeklagte soll sie zuvor geschlagen und gewürgt habe. Dann soll er laut Anklageschrift mit einem Messer mehrfach auf die Frau eingestochen haben, um sie zu töten. Sie überlebte den brutalen Angriff nicht und starb noch in der Wohnung.

Borken: Mann tötet Ex-Freundin - gemeinsame Tochter muss die Tat miterleben

Das Tragische: Die damals sechs Jahre alte gemeinsame Tochter der Beiden war ebenfalls in der Wohnung und musste alles miterleben. Das Paar hatte das gemeinsame Sorgerecht für das Kind.

Das Mädchen kam anschließend in die Obhut des Jugendamts und wurde von Seelsorgern betreut.

Nach brutaler Attacke: Angeklagter erinnert sich nicht

Bei seiner ersten Vernehmung hatte der Angeklagte zugegeben, dass er und seine Ex-Freundin sich häufig gestritten hätten. Daran, wie er sie getötet habe, könne er sich jedoch nicht erinnern, sagte er der Polizei.

Der Prozess beginnt am Landgericht in Münster.

Der Leichnam wurde noch am selben Tag in der Rechtsmedizin der Uniklinik Münster obduziert. "Die Rechtsmediziner haben festgestellt, dass die zahlreichen Messerstiche und zusätzlich ein Drosseln den Tod der 52-jährigen Frau verursacht haben", erläuterte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape das Ergebnis damals in Münster (alle Nachrichten aus NRW auf RUHR24).

Allein in NRW gab es im Jahr 2019 fast 7.000 Straftaten mit einem Messer

Prozess am Landgericht Münster wegen Totschlags: Mann aus Borken droht jahrelange Haft

Eine Beziehung hätte das Paar nicht mehr geführt. Trotzdem sei der Angeklagte unregelmäßig in der Wohnung der Getöteten zu Besuch gewesen.

Wieso der Streit am Neujahrsmorgen derart eskalierte, soll der Prozess am Landgericht in Münster zeigen, der am Freitag (26. Juni) beginnt. Der Angeklagte muss sich dort vor der zweiten Strafkammer wegen Totschlags verantworten. Ihm drohen mindestens fünf Jahre Haft.

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