Schulen im Lockdown

NRW: Distanzunterricht mit massiven Problemen gestartet – Gebauer weiß von nichts

In NRW hat eine Panne bei der Lernplattform „Moodle“ am ersten Tag nach den Ferien für Frust bei Schülern gesorgt.
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In NRW hat eine Panne bei der Lernplattform „Moodle“ am ersten Tag nach den Ferien für Frust bei Schülern gesorgt.

Zahlreiche Schüler in NRW können zum Schulstart nach den Ferien nicht richtig arbeiten. Mehrere Lernplattformen wie „Moodle“ streiken im Distanzunterricht.

Update, Montag (11. Januar), 13 Uhr: NRW – Die Probleme beim Start des Distanzunterrichts in NRW sind unübersehbar. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte am Morgen im Schulausschuss, dass ihr bislang keine Probleme dazu bekannt seien. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die SPD hatte dort die Störungen bei Moodle und anderen Lernplattformen angesprochen.

Programm:Moodle
Art:Lernsoftware, Open Source
Betriebssystem:Jedes, das PHP unterstützt

Schule in NRW: Störungen zum Start des Distanzunterrichts – Gebauer ist nichts bekannt

Bundesweit habe es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben, sagte Gebauer: „Bis dato gibt es aber keine Rückmeldungen, dass es größere Probleme mit Moodle in NRW gibt.“ Auf Twitter trendet unter anderem der Hashtag „Moodle“ seit 9 Uhr, viele Eltern und Lehrer machen ihrem Unmut zudem unter #Distanzunterricht und #homeschooling Luft.

Auch die Bundesschülerkonferenz beklagt bereits zusammenbrechende Server und Lernplattformen. Sie vertritt die überregionalen Interessen der Schüler in den Ländern. Die Ferien seien „mal wieder nicht zum digitalen Ausbau genutzt worden“, schreiben sie auf Twitter:

Probleme beim Homeschooling: Lernplattformen wie „Moodle“ und „Padlet“ teilweise offline

Update, Montag (11. Januar), 12 Uhr: Nicht nur das digitale Klassenzimmer „Moodle“ macht zum Start des Homeschoolings in NRW und anderen Bundesländern Probleme. Auch Schüler und Lehrer, die andere Lernplattformen nutzen oder auf diese ausweichen wollen, haben mit Störungen zu kämpfen.

Nachdem „Moodle“ vor allem in NRW und Baden-Württemberg am Morgen zwischen 8 und 10.30 Uhr teilweise komplett offline war, ist die Plattform mittlerweile teilweise wieder erreichbar. Dennoch sorgen die Probleme zum Unterrichtsstart zu Hause bei Lehrern und Schülern gleichermaßen für Frust. Über die Panne bei Moodle und Logineo berichtet auch WA.de*.

Nach Informationen unserer Redaktion sind auch andere Plattformen überlastet, darunter etwa das Portal „Padlet“. Zahlreiche Nutzer melden auf Twitter derzeit zudem Probleme mit der Lernplattform „IServ“:

Probleme bei Moodle: Schüler in NRW müssen zeitweise ohne Lernplattform auskommen

Erstmeldung, Montag (11. Januar), 10.40 Uhr: Frust statt Heimunterricht: In NRW haben am Montag (11. Januar) zahlreiche Schüler mit Problemen der Lernplattform „Moodle“ zu kämpfen. Eltern und Lehrer klagen in den sozialen Medien über massive Probleme und Störungen der Plattform. Wo genau der Fehler liegt, ist noch unklar.

Die Lernplattform „Moodle“ war am Montag (11. Januar) auch in NRW zeitweise nicht zu erreichen.

Der Zeitpunkt hätte kaum schlechter passen können. Denn ab heute sollen unter anderem in NRW viele Schüler auf Homeschooling umsteigen. So sollen weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus in den Schulen vermieden werden. Doch jetzt lädt die Seite mitunter gar nicht oder nur teilweise.

Besonders hart trifft die Panne in NRW offenbar Schüler und Lehrer im Rheinland. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, ist die Plattform „Moodle“ seit mindestens 8 Uhr nicht zu erreichen. Auch im Ruhrgebiet konnte vorübergehend nicht auf die Seite zugreifen (alle News zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker).

Moodle selbst hat sich bislang nicht dazu geäußert. Auch ist derzeit unklar, ob die Serverkapazitäten für die Plattform in NRW überhaupt ausreichen. In Baden-Württemberg, das laut dem Störungsmelder von Netzwelt.de noch heftiger von der Panne betroffen ist, sollen noch vor dem Wochenende palettenweise neue Server geliefert worden sein.

Video: Homeschooling wegen Corona - soziale Ungleichheit verstärkt sich

Probleme bei „Moodle“: Server sind nicht zum ersten Mal überlastet

Über das Open-Source-Programm „Moodle“ können normalerweise Dokumente zwischen Lehrern und Schülern getauscht und Arbeitsblätter in ein virtuelles Klassenzimmer hochgeladen werden. Das fällt nun am ersten Schultag nach den Winterferien aus.

Derweil teilen viele Nutzer ihren Frust in den sozialen Netzwerken. Offenbar ist es nicht das erste Mal, dass das Lernprogramm streikt. Bereits Mitte Dezember waren die Server teilweise überlastet.

Einen Workaround haben einige Schulen aber scheinbar bereits etabliert: Sie laden die Aufgaben bereits frühzeitig hoch, sodass die Schüler auch dann arbeiten können, wenn die Plattform streikt. *WA.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.