Drama auf Autobahn

Tödlicher Unfall auf NRW-Autobahn: Beteiligter flieht, weiterer Zeuge schweigt

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Unfall auf A46 bei Mönchengladbach.

Am 1. Januar gab es auf der A46 bei Mönchengladbach einen tödlichen Unfall. Ein Mann starb. Ein Beteiligter ist geflohen. Der einzige Zeuge schweigt. 

  • Am Neujahrstag gab es in Mönchengladbach einen folgenschweren Auffahrunfall.
  • Der Audifahrer, der den Unfall verursachte, beging Unfallflucht.
  • Jetzt erlag der Fahrer des vorausfahrenden Ford seinen Verletzungen.

Mönchengladbach - Am 1. Januar 2020 kam es auf der A46 in Richtung Brilon zu einem schweren Auffahrunfall. Gegen 3.07 Uhr in der Nacht fuhr der Fahrer eines Audi einem vorausfahrenden Ford derart auf, dass dieser von der Fahrbahn geschleudert wurde. Auf einem angrenzenden Feld überschlug sich der Ford mehrfach.

A46: Fahrerflucht nach Unfall nahe Mönchengladbach

Den ersten Ermittlungen nach prallte der Audi A3 aus ungeklärter Ursache mit großer Wucht auf den vorausfahrenden Ford Mondeo. Durch den Aufprall schleuderte der Ford nach rechts von der Fahrbahn auf das Feld an der Autobahn 46, auf dem sich der Wagen anschließend überschlug.

Ein furchtbarer Unfall mit schrecklichen Folgen. Der Fahrer des Ford, ein 52-Jähriger aus Mönchengladbach, erlag gestern (14. Januar) in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Doch sowohl der Fahrer als auch der Beifahrer des Audis entziehen sich bislang jeglicher Verantwortung oder Bestrafung: Fahrer und Beifahrer begingen Fahrerflucht! Sie machten sich zu Fuß davon. 

Fahrerflucht A46: Suche bei Mönchengladbach nach Fahrer erfolglos

Obwohl nach den beiden Flüchtigen direkt nach dem Unfall mit einer Wärmebildkamera gefahndet wurde, blieb die Suche der Feuerwehr und der Polizei erfolglos. Dabei, so die Vermutung der Polizei, müssen auch die Flüchtigen erhebliche Verletzungen davongetragen haben. Das ließ zumindest der Schaden an dem Audi vermuten.

Am Unfallort hinterließen sie nicht nur den damals schwerverletzten Fahrer des Ford, sondern auch einen weiteren schwerverletzten Mitfahrer auf dem Rücksitz des Audi.

Der jedoch schweigt bisher zur Identität des Audifahrers und des Beifahrers. Selbst nachdem gestern (14. Januar) der Ford-Fahrer an den Folgen des Unfalls im Krankenhaus verstarb, sei aus dem Mitfahrer nichts herauszubekommen. "Er schweigt sich bislang aus", so ein Sprecher der Polizei gegenüber RUHR24. 

Mitfahrer schweigt nach Fahrerflucht auf A46 bei Mönchengladbach

Dabei hatte der Schweigende mehr Glück, als der Fahrer des Fords. Er konnte bereits aus dem Krankenhaus entlassen werden. Hinweise auf den Fahrer gibt er dennoch nicht preis.

"Es bleibt mysteriös", so der Polizeisprecher. Doch nicht mehr lange, ist der Beamte sich sicher. Denn die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. "Wir haben umfangreiche Spuren am Unfallort gesichert."

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