Zu viele Neuinfektionen

Mobile Freizeitparks wegen Corona-Ausbrüchen vor dem Aus?

Jahrmarkt (Symbolbild)
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Jahrmärkte waren in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie Mangelware.

Mobiler Freizeitpark statt Jahrmarkt – die Lösung für Schausteller in der Corona-Krise schien gefunden. Doch steigende Infektionszahlen und strengere Maßnahmen könnten das Aus bedeuten.

Wegen der Corona-Pandemie* mussten einige Branchen herbe Schläge hinnehmen – so auch das Schausteller-Gewerbe. Denn deutschlandweit wurden Jahrmärkte und Volksfeste abgesagt, um weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern. Kurzzeitig wurde daraufhin an einem Ersatz gearbeitet – und deutschlandweit tauchten sogenannte „mobile Freizeitparks“ auf, unter anderem in Münster*, Kaiserslautern, Vechta, Oldenburg und Mannheim.

Bisher konnten einige Schausteller so ihre Arbeit wieder aufnehmen – mit einem entsprechend ausgearbeiteten Hygienekonzept. Auch in Münster startete der mobile Freizeitpark auf dem Schlossplatz durchaus erfolgreich*, wie die Kollegen von msl24.de* berichten. Allerdings könnten die steigenden Infektionszahlen der neuen Kirmes- und Jahrmarkt-Alternative bald einen Strich durch die Rechnung machen – zumindest in einem Bundesland: Denn Armin Laschet (CDU) erließ wegen der rasant ansteigenden Fallzahlen in NRW strengere Corona-Maßnahmen.*

Diese beinhalten auch ein Verbot für Veranstaltungen im Freien mit mehr als 1000 Personen, wenn der 7-Tages-Inzidenzwert von 35 überschritten wird. Bricht eine Stadt oder Kommune sogar die Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, sind für Veranstaltungen unter freiem Himmel nur noch 500 Menschen zugelassen. Dies ist bereits im Kreis Warendorf geschehen, wo nun strengere Corona-Regeln durchgesetzt werden.*

Soweit die Regelungen, die bisher für NRW einheitlich beschlossen wurden und im Münsterland* bereits erste Auswirkungen hatten. Am Mittwoch (14. Oktober) beraten allerdings die Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel über das deutschlandweite Vorgehen in Sachen Coronavirus. Die Zukunft der mobilen Freizeitparks ist bislang also offen. Zumindest hatte bereits die Stadt Hamm als sogenannter „Corona-Hotspot“ seinen mobilen Kirmes-Park aufgrund der drastischen Infektionslage im September kurzfristig absagen müssen – zum Leidwesen der Schausteller und Besucher. *Msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks