Metro verkauft 277 Filialen

Real: Metro will 277 Märkte verkaufen - 10.000 Arbeitsplätze bedroht

277 Real-Filialen werden verkauft. 
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277 Real-Filialen werden verkauft.

Metro verkauft 277 Real-Filialen. Laut Betriebsrat seien 10.000 Jobs bedroht. Was passiert mit den Filialen - etwa den dreien in Dortmund?

  • Metro will seine 277 Real-Märkte verkaufen.
  • Der Betriebsrat sieht 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr.
  • In Dortmund gibt es derzeit drei Real-Filialen - in Aplerbeck, Oespel und Eving.

Update, 19. Februar: Dortmund - Mittlerweile steht fest: Die Metro-Gruppe hat alle Filialen von Real verkauft. Auch die Mitarbeiter in NRW müssen nun um ihr Jobs bangen.

Real: Metro will 277 Märkte verkaufen - einigen droht die Schließung

Ursprungsmeldung, 17. Januar: Real ist wohl einer der Supermärkte mit der größten Produkt-Auswahl: Laptops und Fernseher werden neben Chips und Tomaten verkauft, einen Gang weiter gibt es Kfz-Zubehör und Fahrräder. Damit ist allerdings bald Schluss.

Eigentümer von den Real-Märkten ist Metro. Und der will laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) noch im Januar alle 277 Märkte verkaufen - einigen Standorten steht sogar die Schließung bevor. Vielen Mitarbeitern droht die Arbeitslosigkeit. In Dortmund sind drei Real-Märkte betroffen.

Wie viele Dortmunder ihren Job tatsächlich verlieren und ob die Filialen hier geschlossen werden, ist derzeit nicht bekannt. Gegenüber RUHR24 sagte eine Real-Pressesprecherin, dass es derzeit noch keinen neuen Sachstand gibt. "Da die Verkaufsverhandlungen aktuell noch nicht abgeschlossen sind." Zu Spekulationen wolle man sich nicht äußern. 

Laut Pressestelle sind in Dortmund-Aplerbeck derzeit 139 Mitarbeiter, in Dortmund-Oespel 196 Mitarbeiter und in Dortmund-Eving 72 Mitarbeiter beschäftigt. Wie es also mit den 407 Mitarbeitern weitergehen wird, ist nicht klar.

Betriebsrat rechnet mit 50 Schließungen

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende des Unternehmens, Werner Klockhaus, rechnet mit rund 50 Schließungen. Dadurch seien 6000 Stellen gefährdet. Außerdem schätzt er, dass es in den verkauften Filialen zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird. Dass der Real-Standort Dortmund dabei ist, sei laut der Linken derzeit unklar.

"Der Gesamtbetriebsrat rechnet mit etwa 10.000 Arbeitslosen", sagte Klockhaus in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Das wäre fast jede dritte Stelle, die bei Real besetzt ist. "Das wäre ein Drama." Außerdem seien die Zentralverwaltung in Düsseldorf, die Logistik, Werbung und IT-Abteilung betroffen.

Die Entlassungen bei Real würden auch mit dem breiten Waren-Sortiment zusammenhängen. Beschäftigte der Elektro-, Sport- oder Haushaltswarenabteilung würden laut Klockhaus nicht mehr benötigt werden. 

Video: Metro sieht den Verkauf der 277 Filialen in drei Etappen vor

Der Gesamtbetriebsrat des SB-Warenhauses Real schätzt, dass insgesamt rund 10.000 Arbeitsplätze gefährdet sind. Verkauft wird die Kette an ein Konsortium um den Investor X-Bricks. Laut dpa will der Investor aber nur einen kleinen Teil der Märkte selbst weiter betreiben. Daher droht einigen Standorten die Schließung.

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