Nach Messerstecherei in Iserlohn mit zwei Toten: 43-Jähriger gesteht die Tat

+
Bei einem Messerangriff am Bahnhof Iserlohn sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Foto: Markus Klümper/visual inform/dpa

Bei einer Messerstecherei am Bahnhof in Iserlohn hat am Samstag (17. August) ein Mann seine Ehefrau und ihren Lebensgefährten getötet. Hier alle Infos.

Bei einer Messerstecherei am Bahnhof in Iserlohn im Sauerland hat ein 43-Jähriger am Samstag (17. August) eine Mutter und ihren Lebensgefährten getötet. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus.

  • Am Bahnhof in Iserlohn sind am Samstag zwei Personen bei einem Streit getötet worden.
  • Ein 43-Jähriger hat eine 32-Jährige und einen 23-Jährigen erstochen und nun die Tat gestanden.
  • Es soll ein Foto des Opfers in einem Messenger-Dienst kursieren.

Update, Montag (19. August), 14.50 Uhr: Laut Angaben der Polizei hat der bislang Tatverdächtige nun die Tat gestanden. Angaben zu dem Motiv will die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht machen.

Zum Entsetzen der Polizei ist jetzt noch ein Foto des männlichen Opfers in einem Messenger-Dienst aufgetaucht, wie die LOKALSTIMME.DE berichtet. Die Polizei ruft dazu auf, das Foto der Leiche nicht weiter zu verbreiten.

Update, Sonntag (18. August), 16.34 Uhr: Während der Tatverdächtige auf die Mutter und ihren Lebensgefährten einstach, wartete im Auto der Frau ihr Baby. Das zwei Monate alte Mädchen blieb unverletzt. Es verlor durch die tödliche Attacke seine Mutter - und voraussichtlich auch seinen Vater. Denn er soll der Täter sein. Das Kind kam in die Obhut des Jugendamts.

Nach Messerstecherei in Iserlohn: Tatverdächtiger in U-Haft

Update, Sonntag (18. August), 14.23 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, wurde der mutmaßliche Täter der Messerstecherei in Iserlohn wegen Totschlags in Untersuchungshaft genommen.

Inzwischen wurde auch bekannt, dass es sich bei der getöteten Frau um die getrennt von ihm lebende Ehefrau des mutmaßlichen Täters handeln soll. Der getötete 23-Jährige soll ihr neuer Lebensgefährte gewesen sein.

Iserlohn: Mutter hatte ihr Baby bei sich

Update, Sonntag (18. August), 09.58 Uhr: Wie die dpa berichtet, hatte die 32-Jährige, die bei der Tat ums Leben kam, zum Tatzeitpunkt ein zwei Monate altes Baby bei sich. Das Mädchen blieb bei der Messerstecherei unverletzt. Laut Rheinischer Post handelt es sich bei dem Kind um die Tochter der Getöteten.

Der mutmaßliche Täter hatte sich nach der Tat am Boden sitzend widerstandslos festnehmen lassen. In welcher Verbindung Opfer und Täter zueinander stehen ist noch unklar. Die Polizei geht derzeit aber von einer Beziehungstat aus.

Update, Samstag (17. August), 18.39 Uhr: Bei dem Täter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 43-Jährigen aus Bergisch-Gladbach. Er soll am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Opfer sind eine 32-Jährige und ein 23-Jähriger. Beide kommen ebenfalls aus Bergisch-Gladbach.

Der gesperrte Bahnsteig in Iserlohn ist wieder freigegeben. Das teilt die Polizei am Samstagnachmittag per Twitter mit.

Hochzeitsgäste müssen Bluttat mit ansehen

Update, Samstag (17. August), 17.47 Uhr: Laut der Deutschen Presse-Agentur musste ausgerechnet eine Hochzeitsgesellschaft die Tat in Iserlohn mit ansehen. 20 Personen werden demnach von Seelsorgern betreut.

Update, Samstag (17. August), 17.31 Uhr: Derzeit ist auch noch das an den Bahnhof angrenzende Parkhaus gesperrt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen. Zur Identität der Opfer können man bislang keine Aussagen treffen, heißt es von der Polizei. Vor Ort betreuen Seelsorger die zahlreichen Zeugen.

Bahnsteig nach Bluttat gesperrt

Update, Samstag (17. August), 16.37 Uhr: Der Bahnhof Iserlohn ist derzeit gesperrt. Deshalb haben Reisende keinen Zugang zu den Abellio-Zügen. Der Bahnsteig für die Züge der Deutschen Bahn ist laut Polizei derweil erreichbar.

Öffnen auf twitter.com

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Ursprungsmeldung: Am Bahnhof in der Innenstadt von Iserlohn im Sauerland hat es am Samstag gegen 14.20 Uhr eine Auseinandersetzung gegeben. Bei der Messerstecherei sind nach Angaben der Polizei zwei Menschen getötet worden.

Öffnen auf twitter.com

Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr. Derzeit geht die Polizei von einer Beziehungstat aus. Eine Mordkommission ist vor Ort.

Öffnen auf twitter.com

Die Polizei bittet Zeugen der Tat, sich bei den Beamten oder der Feuerwehr zu melden. Sie kümmern sich dann um die Betroffenen. In Bergkamen im Kreis Unna kam es am späten Sonntagabend (10. November) zu einem Drama. Eine Frau wurde ermordet. Ein Mann, der vermeintliche Täter, wurde ebenfalls tot aufgefunden. Bislang sind die Hintergründe unklar. Mit dpa-Material