Reisegruppe aus Münster

NRW-Urlauber nach Brand auf Mallorca weiter in Haft – trotz Kautions-Zahlung nicht frei

Feuer in Restaurant auf Mallorca
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Flammen schlagen aus dem Restaurant „Why Not“.

Acht Urlauber aus NRW sitzen auf der Urlaubsinsel Mallorca weiter im Gefängnis. Sie sollen das Dach einer Gaststätte in Brand gesetzt haben.

Update (7. Juni) 11.01 Uhr: NRW/Mallorca – Obwohl sie bereits am Freitag die Kaution gezahlt haben, kommen vier junge Männer einer Münsteraner Kegelgruppe noch nicht frei. Grund dafür sei laut Bild.de, dass das Geld noch nicht bei den spanischen Behörden eingegangen ist, wegen dem Pfingstwochenende.

Sobald das Geld da ist, kommen vier der verbliebenen 12 Männer frei. Wann die anderen acht Kegler aus NRW zurück nach Deutschland kommen, ist bisher unklar. Ein Teilnehmer der Kegelgruppe stand zum Tatzeitpunkt unter der Dusche und durfte schon abreisen, wie Bild.de berichtet.

Erstmeldung (3. Juni) 20.59 Uhr: Acht der dreizehn deutschen Urlauber auf Mallorca, die einer Brandstiftung verdächtigt werden, müssen nach einem Bericht der Mallorca Zeitung in Untersuchungshaft bleiben. Sie sollen für ein Feuer an einer Gaststätte vor rund zwei Wochen verantwortlich sein, wie die Deutsche Presseagentur schreibt.

Mallorca: NRW-Urlauber müssen nach Brand weiter im Gefängnis bleiben

Das habe ein Untersuchungsrichter am späten Donnerstagabend angeordnet, nachdem er die Deutschen den Tag über in Einzelgesprächen verhört habe. Den Beteuerungen der Urlauber aus NRW, sie hätten das Feuer nicht gelegt, schenkte der Richter offenbar wenig Glauben. Eine offizielle Mitteilung gab es zunächst nicht.

Bei dem Brand in der Nähe des Ballermanns waren am 20. Mai zwei Gaststätten und eine Wohnung beschädigt worden. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen. Seither saßen die 13 jungen Deutschen in Untersuchungshaft, darunter offenbar auch einige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Münster.

Vier der Verdächtigen sollen gegen Zahlung einer Kaution von jeweils 12.000 Euro frei kommen, wie die Zeitung schrieb. Ein fünfter komme ohne Kaution frei. Gegen alle 13 Beschuldigten habe der Richter aber eine Solidarhaftung in Höhe von 500.000 Euro für eingetretene Schäden angenommen. Diese Haftung kann wirksam werden, wenn es zu einer Verurteilung aller 13 als Mittäter käme.

Feuer auf Mallorca: Urlauber aus NRW sollen Zigaretten auf Dach geworfen haben

Die Deutschen, die laut Medien fast alle zwischen 24 und 29 Jahre alt sind, werden beschuldigt, bei einer Party auf zwei Balkonen ihrer Hotel-Zimmer brennende Zigarettenkippen auf das Terrassendach einer Gaststätte geworfen und auch Alkohol darauf gegossen zu haben. Das Dach aus Schilfrohr fing Feuer und beschädigte die Gaststätten und die Wohnung. Zwei Menschen, ein Mann und ein Mädchen, seien leicht verletzt worden.

Menschen gehen nach einem Brand am Restaurant „Why Not Mallorca?“ vorbei.

Die Deutschen waren gleich nach dem Brand festgenommen worden. Nachbarn sagten, sie hätten alles genau gesehen. „Die Touristen schauten sich das Ganze von ihrem Balkon aus an. Sie fingen an, das Feuer mit ihren Handys zu filmen, grölten und lachten“, wurde ein Mann von der Mallorca Zeitung zitiert.

Ein anderer sagte dem Blatt: „Sie haben stundenlang in übereinanderliegenden Zimmern im 2. und 3. Stock des Hotels gefeiert. Die Musik war voll aufgedreht, sie haben Bier von einem Balkon auf den anderen und auch auf die Straße geschüttet.“ Auch Zigaretten hätten sie hinuntergeworfen. „Schnell stand das gesamte Dach in Flammen“, hieß es. Es sei „wie eine Bombe“ gewesen.