Straßen gesperrt

Mega-Sprengung in Lünen „wie geplant gelaufen“ – Fotos zeigen die Explosion

Sprengung des ehemaligen Kraftwerks in Lünen.
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Die Sprengung des ehemaligen Kraftwerks in Lünen ist geglückt.

Schon im Jahr 2018 wurde das Kohlekraftwerk in Lünen stillgelegt. Am Samstag (31. Juli) wurden die letzten Gebäude gesprengt. Dabei wurde es ein letztes Mal laut.

Update, Samstag (31. Juli), 16.50 Uhr: Lünen – Die Sprengung des ehemaligen Kohlekraftwerks der Steag in Lünen (Kreis Unna) sei „wie geplant gelaufen“. Das teilte das Unternehmen Hagedorn am Nachmittag mit.

KraftwerkSteinkohlekraftwerk Steag
OrtLünen
Stillegung2018
Sprengung31. Juli 2021

Lünen: Sprengung des ehemaligen Kohlekraftwerks der Steag geglückt – Fotos

Auf Fotos ist zu sehen, wie Schornstein und Bunkerschwerbau ineinander fallen und von einer Staubwolke verschluckt werden. Auch Sprengmeister André Schewcow zeigte sich demnach zufrieden: „Alle Sprengungen verliefen planmäßig. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Nach der Sprengung des Kraftwerks in Lünen blieb nur Schutt übrig.

Lünen: Mega-Sprengung des Kohlekraftwerks Steag

Ursprungsmeldung, Samstag (31. Juli), 13 Uhr: Am Samstag (31. Juli) wird es das letzte mal laut in Lünen. Gegen 15 Uhr wird der letzte Rest des ehemaligen Steag-Kraftwerks in Lünen gesprengt. Für die Explosion werden die umliegenden Straßen gesperrt.

Erst Ende März dieses Jahres gab es die größte der bisherigen Sprengungen in Lünen. Das ehemalige Kohlekraftwerk wurde bereits im Jahr 2018 stillgelegt und soll nun ganz verschwinden. Nachdem schon der Kühlturm und das Kesselhoch gesprengt wurden, geht es am Samstag mit dem Kessel, einem 130 Meter hohen Schornstein und dem Bunkerschwerbau weiter – insgesamt 6.000 Tonnen müssen weichen (alle News aus NRW bei RUHR24).

Dazu wird 135 Kilogramm Sprengstoff in 292 Bohrungen versenkt. Damit bei der Sprengung des Kraftwerks keine Gefahr für die Bevölkerung besteht, werden im Vorfeld die Moltkestraße und die Brunnenstraße in Lünen von der Polizei und dem Ordnungsamt temporär gesperrt.

So sah das ehemalige Kohlekraftwerk in Lünen vor seiner Sprengung aus.

Mega-Sprengung in Lünen: Besondere Sicherheitsmaßnahmen für Explosion des Kraftwerks

Das Unternehmen Hagedorn macht darauf aufmerksam, dass die Kesselstützen per Stahlsprengung niedergelegt werden, weshalb die Explosion und der Zusammenbruch laut werden könnten. Der Schornstein wird bei der Explosion mit dem Schwerbau gefaltet. Dabei soll der Schornstein in Richtung Norden und der Schwerbau in Richtung Süden fallen.

Video: Spektakuläre Sprengung: Schornstein eines Kohlekraftwerks in Florida zerstört Kamera

Parallel zum Fallbett werden anschließend Wasserfontänen gezündet, die einen künstlichen Regen erzeugen. Das soll den Staub bei der Sprengung deutlich reduzieren. Nach der Sprengung folgen der Rückbau und die Verwertung der gesprengten Objekte. Bauschutt und Schrott werden recycelt und der Bauschutt noch direkt vor Ort wiederverwendet.