Geht es um den Goldenen Handschlag?

Vom Flüchtlingshelfer zum AfD-Mitglied: Wirbel um Dezernenten im Sauerland

Ein Feld für eine Stimme für die AfD auf einem Wahlschein.
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Ein Feld für eine Stimme für die AfD auf einem Wahlschein.

Ausgerechnet um die Bewältigung der Flüchtlingskrise 2015 hat sich der Rechtsdezernent einst verdient gemacht. Nun tritt er aus der CDU aus und in die AfD ein - in seiner Stadt löst der Mann damit ein politisches Beben aus.

Lüdenscheid - Vom Flüchtlingshelfer zum AfD-Mitglied: In Lüdenscheid im Sauerland (NRW) sorgt der Rechtsdezernent für Wirbel. Öffentlich hat das bisherige CDU-Mitglied erklärt, ein Eintrittsgesuch bei der Alternative für Deutschland gestellt zu haben. Das hat Forderungen nach einer Abberufung des Beigeordneten ausgelöst.

Seine Entscheidung begründete der Wahlbeamte, der auch auf Ticket der CDU einst zu seinem Posten kam, mit Äußerungen von CDU-Spitzen nach dem Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria. Er sehe darin einen Verstoß gegen Aussagen, dass sich „2015 nicht wiederholen dürfe“, schreibt Thomas Ruschin.

Der Berliner habe bereits mehrfach sein Parteibuch getauscht und war Mitglied der Werteunion, berichtet come-on.de*. Eine Wiederwahl des Dezernenten, der bis 2022 ernannt ist, galt als ausgeschlossen*; seinen Erstwohnsitz hatte Ruschin bereits wieder nach Berlin verlegt und sich dort wohl schon mehrfach auf Wahlbeamtenstellen beworben. Würde er jetzt abberufen, wäre das der sprichwörtliche goldene Handschlag - die Rede ist von einer sechsstelligen Entschädigungssumme. *come.on.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks