Verband lobt und kritisiert zugleich

Corona: NRW setzt Präsenzpflicht an Schulen aus - das sorgt für Hektik

Yvonne Gebauer NRW-Schulministerin
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NRW: Wegen Corona ist die Präsenzpflicht an den Schulen ausgesetzt - das sorgt für Hektik

NRW setzt die Präsenzpflicht an den Schulen im Bundesland wegen der Corona-Krise aus. Auch Kita-Kinder sollen zu Hause bleiben. Das sorgt für Hektik.

Düsseldorf - Eigentlich ist es ja eine gute Nachricht, wie RUHR24.de* berichtet. Schüler und Kita-Kinder im Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) dürfen in der Corona-Krise* ab Montag (14. Dezember) zu Hause bleiben. Endlich, sollte man meinen.

BundeslandNRW
SchulministerinYvonne Gebauer (FDP)
Hauptstadt Düsseldorf

NRW: Wegen Corona - keine Präsenzpflicht mehr an den Schulen

Doch der plötzliche Entschluss von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Vize Joachim Stamp (FDP) könnte bei zahlreichen Familien für Hektik im Alltag sorgen. Der Verband für Bildung und Erziehung (VBE) sieht die Entscheidung positiv, wie es in einer am heutigen Freitag (11. Dezember) veröffentlichten Pressemitteilung heißt (alle News zu Corona in NRW* auf RUHR24.de)

Doch es gibt auch Kritik in der Mitteilung: „Wieder einmal stellt die kurzfristige Ankündigung über die Aufhebung der Präsenzpflicht und die Umstellung auf den Distanzunterricht die Schulen und Familien vor immense Herausforderungen.“ Während der gesamten Corona-Krise ist es häufiger zu Entscheidungen gekommen, die am Donnerstag oder Freitag getroffen worden sind und mit denen sich Schulen und Eltern am darauffolgenden Montag plötzlich auseinandersetzen mussten.

Doch was passiert nun ab Montag (14. Dezember) in den Schulen in NRW in der Corona-Krise? Die Präsenzpflicht ist beendet. Schüler der unteren Stufen (bis zur 7. Klasse) dürfen von zu Hause am Unterricht teilnehmen (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker* von RUHR24.de)

Corona: Wie der Unterricht an NRW-Schulen ab Montag (14. Dezember) läuft

Schüler ab der 8. Klasse haben Distanzunterricht. Eltern können in der Coronavirus-Pandemie jetzt entscheiden, ob ihre Kinder zur Schule gehen oder nicht.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hofft, dass viele Schüler dieses Angebot wahrnehmen und zu Hause bleiben. Unklar ist, was mit Prüfungen passiert. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) äußerte sich in einem schriftlichen Statement nach der Pressekonferenz von Armin Laschet (CDU) und Joachim Stamp (FDP)*.

NRW: Wegen Corona ist die Präsenzpflicht an den Schulen ausgesetzt - das sorgt für Hektik.

Es sei wichtig gewesen, so lange wie möglich am Präsenzunterricht festzuhalten. Die Entscheidung, Schüler ab der 8. Klasse nun auf Distanz zu unterrichten, sei ein zusätzlicher Beitrag zum Infektionsschutz. Yvonne Gebauer hatte in der Vergangenheit versucht, den Präsenzunterricht vehement zu verteidigen.

Video: Das Robert-Koch-Institut zur aktuellen Corona-Lage

Kindergartenkinder sollen auf Rat von NRW-Familienminister und Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) ebenfalls zu Hause bleiben - vom 14. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021. Aber er sagt auch: „Wir werden kein Betretungsverbot für Schulen und Kitas aussprechen.“

NRW: Kita-Kinder sollen wegen Corona ab Montag (14. Dezember) für einen Monat zu Hause bleiben

Der Plan ist es, die Einrichtungen in der Corona-Krise offenzuhalten. Eltern, die keine andere Möglichkeiten haben, sollen ihre Kinder in den Kitas abgeben können.

Der VBE mahnt in der Pressemitteilung weiter, dass die kurzfristige, obgleich richtig Entscheidung für Schulen eine immense Herausforderung sei. „Abermals wird deutlich, dass die Schulen zukunftsfest gemacht werden müssen“, heißt es. Man werde erneut improvisieren müssen und nicht alle Schulen hätten dieselben Voraussetzungen. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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