Vier weitere Menschen verletzt

Fünf Unfälle in 30 Minuten: Mann nach Unfallserie in NRW tot

Die Polizei ermittelt nach einer Unfallserie in NRW.
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Die Polizei ermittelt nach einer Unfallserie in NRW.

Bei fünf Unfällen in NRW gab es am Wochenende mehrere Verletzte und einen Toten. Die Mordkommission der Polizei ermittelt.

Lienen/Lengerich - Ein Toter, eine Schwerverletzte und drei weitere verletzte Personen – so lautet die traurige Bilanz nach einer Unfallserie in NRW. Am Sonntag (27. September) hatte eine 44-jährige Autofahrerin insgesamt fünf Unfälle verursacht.

Gemeinde

Lienen

Region

Tecklenburger Land

Bevölkerung

8.527 (2018)

Schlimme Unfallserie in NRW: Frau verursacht fünf Unfälle in 30 Minuten

Die Polizei Steinfurt wurde am Sonntagmorgen über einen Unfall in Lengerich (NRW) sowie vier weiteren in Lienen, eine Gemeinde zwischen Münster und Osnabrück informiert. Schnell stellte sich heraus, dass eine 44-jährige Frau alle fünf Unfälle mit ihrem Kleinwagen innerhalb von etwa 30 Minuten verursacht haben soll.

Besonders tragisch: Bei der Unfallserie wurden nicht nur die Autofahrerin selbst schwer sowie drei weitere Personen im Alter von 63, 64 und 72 Jahren leicht verletzt. Für einen 47-jährigen Rennradfahrer endete einer der Unfälle tödlich (mehr News aus NRW auf RUHR24.de).

Mehrere Verletzte und ein Toter nach Unfällen in NRW: Polizei richtet Mordkommission ein

Eine halbe Stunde, fünf Unfälle – diese Tatsachen alarmierten schließlich auch die Polizei. Aufgrund der Gesamtumstände hätten die Ermittlungsbehörden beim Polizeipräsidium Münster deshalb vorsorglich eine Mordkommission eingerichtet, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

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"Bei der 44-Jährigen liegt nach ersten Erkenntnissen eine psychische Erkrankung vor und sie befindet sich seit mehreren Jahren in fachärztlicher Behandlung", so Thomas Götze, Leiter der Mordkommission. Die Frau war mit ihrem Wagen nach dem letzten Unfall, bei dem auch der Radfahrer starb, gegen einen Baum geprallt.

Unfallserie in NRW: Polizei steht mit Ermittlungen noch ganz am Anfang

An den Unfallstellen habe die Polizei eine intensive Spurensuche sowie -sicherung durchgeführt und Zeugen befragt. "Wir stehen noch ganz am Anfang der Ermittlungen, die sich insbesondere auch auf die Hintergründe des Ereignisses erstrecken", erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Man ermittle nun in "mit Hochdruck weiter in alle Richtungen", so Botzenhardt weiter.