Brand im Entsorgungszentrum

Explosion in Leverkusen: Schockierende Bilanz – zwei Tote, fünf Vermisste, 31 Verletzte

In Leverkusen (NRW) hat es am Dienstag (27. Juli) eine Explosion im Chempark gegeben. Schlimme Bilanz eines Katastrophentages.

Update, Dienstag (27. Juli), 22.50 Uhr: Der Ticker über die Explosion in Leverkusen im Entsorgungszentrum ist für den heutigen Tag beendet.

Update, Dienstag (27. Juli), 22.15 Uhr: Die Bilanz des 27. Juli nach der Explosion im Chempark in Leverkusen-Bürrig liest sich verheerend. Zwei Tote, 31 Verletzte, von denen sich eine Person noch in Lebensgefahr befindet, und fünf Vermisste.

UnternehmenCurrenta
HauptsitzLeverkusen
Gründung1891

Explosion in Leverkusen: Zusammenfassung der Katastrophe im Chemwerk

Die Zusammenfassung des heutigen Tags: Aus bislang unbekannter Ursache ist es gegen 9.40 Uhr zu einer Explosion im Entsorgungszentrum des Chemparks gekommen. Einsatzkräfte der Werks- und Berufsfeuerwehr waren den ganzen Tag im Einsatz. Anwohner der Region Leverkusen sind durch Sirenen und Warn-Apps gewarnt worden und mussten vorsorglich Fenster geschlossen halten und sich im Innern aufhalten.

Die Rauchwolke über dem Chemwerk in Leverkusen

Die Rauchwolke zog auch über das Bergische Land bis hin ins Ruhrgebiet. Selbst in Dortmund warnte die Feuerwehr. Am Nachmittag konnten die Einsatzkräfte im Bergischen Land, Ennepe-Ruhr-Kreis und Dortmund aber Entwarnung geben: Die Rauchwolke sei nicht gefährlich.

Explosion in Leverkusen: Zwei Todesopfer, fünf Vermisste, 31 Verletzte

Wie das Unternehmen Currenta mitteilt, mussten zeitweise auch die Mitarbeiter der Verwaltung die Gebäude aufgrund der nicht gesicherten Stromversorgung verlassen. Diese sei aber wieder stabil, sodass der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.

Das erste Todesopfer wurde schon im Laufe des Nachmittags bestätigt. Das zweite Todesopfer wurde gegen Abend gefunden. Bislang gibt es noch fünf Vermisste.

Update, Dienstag (27. Juli), 20 Uhr: Der Betreiber Currenta teilt mit, dass heute ein zweites Todesopfer gefunden worden ist. Somit erhöht sich die Anzahl der Toten nach der Explosion in Leverkusen im Stadtteil Bürrig auf zwei.

Update, Dienstag (27. Juli), 18.30 Uhr: Wie die dpa meldet, sind insgesamt 31 Menschen als verletzt gemeldet worden. Davon werden aktuell fünf intensivmedizinisch betreut. Vier Personen werden noch immer vermisst.

Das LANUV weist darauf hin, dass es erst gegen Ende der Woche möglich sei, eine Einschätzung zu einer möglicherweise erhöhten Schadstoffbelastung bei Regen abzugeben. Aktuell sei man mit einem Einsatzfahrzeug vor Ort. Aus diesem Grund solle man in der Region Leverkusen folgende Ratschläge beachten:

  • keine Nahrungsmittel aus dem Garten verzehren
  • Spielplätze, Gartenmöbel, Spielgeräte oder andere Gegenstände nutzen, auf denen Ruß niedergegangen ist
  • davon absehen, diese Gegenstände selbst zu reinigen
  • Handschuhe tragen, falls man etwas im Garten machen muss, was nicht aufgeschoben werden kann

Update, Dienstag (27. Juli), 17 Uhr: Aktuell steht noch immer nicht fest, was genau heute bei der Explosion freigesetzt worden ist. Gesichert ist, dass eine Person verstarb. Es gibt 16 Verletzte und aktuell noch immer vier Vermisste.

Explosion in Leverkusen: Feuerwehr Dortmund gibt Entwarnung

Derweil gab die Feuerwehr Dortmund eine Entwarnung. Messungen der Einsatzkräfte haben keine Gefährdung der Einwohner durch den Rauch feststellen können. Damit haben die Regionen außerhalb des Rheinlandes allesamt Entwarnungen gegeben.

Aktuell gibt es zudem eine Warnung davor, dass der Ruß, der auf große Teile der Region Leverkusen niedergegangen ist, eventuell gefährlich sein kann. Lebensmittel aus dem Garten sollten nicht gegessen werden.

Explosion in Leverkusen: Entwarnungen für Wuppertal und Ennepe-Ruhr-Kreis

Update, Dienstag (27. Juli), 16.20 Uhr: Die Stadt Wuppertal hat eine Entwarnung gegeben. Die Messungen über dem Stadtgebiet sind beendet. Es gibt keinen Befund. Es sei zudem kaum noch Geruchsbelästigung wahrnehmbar.

Eine Entwarnung liegt auch für den Ennepe-Ruhr-Kreis vor. Die Feuerwehr Dortmund befindet sich aktuell noch in den Messungen, wie ein Sprecher gegenüber RUHR24 bestätigte.

Explosion in Leverkusen: Gefahr durch Regen – LANUV nimmt Stellung

Update, Dienstag (27. Juli), 15.46 Uhr: Die dpa meldete schon gegen 15 Uhr, dass die Identität des verstorbenen Mitarbeiters noch nicht geklärt werden konnte. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) äußerte sich, wie die Welt berichtet, über die Gefahrenlage im Regen.

Aktuell sei eine Einschätzung, ob Gefahrstoffe in Niederschlägen zu finden sein könnten, noch nicht möglich. Aktuell sei aber alles im „grünen Bereich“. Allerdings rate man im Umkreis von Leverkusen Obst und Gemüse aus Gärten vorsorglich nicht zu verzehren.

Update, Dienstag (27. Juli), 15.30 Uhr: Das Feuer ist nach Informationen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter Kontrolle. Aktuell werden Nacharbeiten durchgeführt. Allerdings: Weiterhin sollen Fenster und Türen geschlossen bleiben. Das gilt auch für weite Teile des Bergischen Landes und des Ruhrgebiets.

Die Lage nach der Explosion im Chemwerk in Leverkusen war nach Behördenangaben zeitweise unübersichtlich.

Mehrere Medien berichten, dass insgesamt 16 Menschen bei der Explosion verletzt worden sind, zwei davon schwer. Ein Mitarbeiter ist tot geborgen worden.

Explosion in Leverkusen: Rauchwolke zieht auch über Dortmund

Update, Dienstag (27. Juli), 14.50 Uhr: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt vor einer „Geruchsbelästigung in Teilen der Stadt Dortmund“. Aufgrund des Brandes in Leverkusen ist nicht auszuschließen, der Rauch auch in Dortmund zu riechen ist. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden. Es wird geraten Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Update, Dienstag (27. Juli), 14.11 Uhr: Bei der geborgenen Person handelt es sich um einen Mitarbeiter desChemparks. „Wir sind tief betroffen über diesen tragischen Unfall und den Tod eines Mitarbeiters. Unser besonderes Mitgefühl gilt vor allem den Angehörigen, aber auch den Kollegen, die mit ihm zusammengearbeitet haben“, erklärte der Leiter Lars Friedrich gegenüber der Rheinischen Post.

Vier weitere Mitarbeiter werden zum jetzigen Zeitpunkt immer noch vermisst. Aufgrund der nicht gesicherten Stromversorgung des Standortes in Leverkusen wurden alle weiteren Mitarbeiter vorsorglich gebeten das Gelände zu verlassen. Die Betriebe im Chempark seien in einen sicheren Zustand gebracht worden, berichtet der Betreiber Currenta.

Nach Explosion in Leverkusen: Rettungskräfte bergen toten Mitarbeiter

Update, Dienstag (27. Juli), 13.35 Uhr: Der Brand am Tanklager des Entsorgungszentrums in Bürrig, der durch die Explosion ausgelöst worden war, soll laut Radio Leverkusen mittlerweile gelöscht worden sein. Aber die Rettungskräfte suchen vor Ort weiter nach Vermissten. Laut Currenta sei eine Person tot aufgefunden worden.

Wie die Polizei auf Twitter mitteilt, ist A1 ist zwischen Kreuz Leverkusen und Köln-Nord mittlerweile in beide Richtungen wieder befahrbar. Die dunkle Rauchwolke über der Stadt soll inzwischen weiter gezogen sein.

Update, Dienstag (27. Juli), 13.08 Uhr: Das St. Remigius Krankenhaus in Opladen ist nach der Explosion in Leverkusen in Alarmbereitschaft gesetzt worden, wie der kaufmännische Leiter der Klinik Thomas Karls gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger erklärt. Demnach bereitet sich das Krankenhaus auf einen möglichen MANV vor: einen Massenanfall von Verletzten.

Giftwolke nach Explosion in Leverkusen zieht bis in das Ruhrgebiet

Update, Dienstag (27. Juli), 12.55 Uhr: Die Rauchwolke ist nun auch schon in dem von Leverkusen weit entfernte Ruhrgebiet angekommen. Die Warn-App Nina hat eine Gefahrenbenachrichtigung für den Ennepe-Ruhr-Kreis herausgegeben. In Witten ist bereits deutlich der typische Rauchgeruch bemerkbar.

Update, Dienstag (27. Juli), 12.26 Uhr: Die Giftwolke aus der Explosion im Bayer-Werk in Leverkusen zieht mittlerweile bis nach Wuppertal. Derzeit werden dort Messungen durchgeführt, wie hoch die Gefahr für die Bevölkerung ist. Derweil werden die Anwohner gebeten, in ihren Wohnungen und Häusern zu bleiben.

Nach Explosion in Leverkusen: Warn-App Nina ist online ausgefallen

Während dessen möchten sich die möglicherweise betroffenen Menschen über die Internetseite der Nina-App über die Gefahr informieren. Das Problem: Die Warnmeldungen können aufgrund eines Problems mit Google Maps derzeit nicht geladen werden. Auf Twitter beschweren sich zunehmend User über das Warnsystem in Deutschland.

Die schwere Explosion in Leverkusen sorgte für einen Großeinsatz.

Wie Currenta berichtet, werde derzeit eine Pressekonferenz vorbereitet, die über das Geschehene bei der Explosion informieren soll. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, sollen die Anwohner vor einer zweiten Explosion gewarnt werden. Radio Leverkusen berichtet von einem kleinen Erfolg: Eine Oberleitung konnte vom Netz genommen werden. Nun soll der Brand vollständig gelöscht werden können. Die Zahl der Schwerverletzten wurde mittlerweile auf vier Mitarbeiter erhöht, die Zahl der Leichtverletzten auf 16.

Update, Dienstag (27. Juli), 12 Uhr: Die Feuerwehr Wuppertal meldet, dass der Rauch in die Stadt im Bergischen Land ziehen würde.

Explosion in Leverkusen: Giftwolke zieht bis nach Wuppertal

Wie Anwohner aus Wuppertal berichten, sei die Rauchwolke mittlerweile am Himmel erkennbar. Ebenso würde es in der Stadt nach Rauch riechen. Fenster sollten vorsichtshalber geschlossen bleiben, eine Gefahr würde allerdings nicht bestehen, erklärt die Feuerwehr Wuppertal.

Derweil wurde für die Bevölkerung in Leverkusen eine Hotline eingerichtet, die unter folgender Telefonnummer zu erreichen ist: 0214-2605 99333.

Explosion in Leverkusen: Zwei Schwerverletzte und fünf vermisste Mitarbeiter

Update, Dienstag (27. Juli), 11.44 Uhr: Wie die Polizei Köln auf Twitter mitteilt, sei die Lage auf dem Werksgelände in Leverkusen weiterhin unübersichtlich. Klar sei aber, dass es mehrere Verletzte geben würde. Wie Currenta bestätigt, seien unter den Opfern zwei Schwerverletzte. Fünf Mitarbeiter werden vermisst.

Wie die Bild berichtet, würde das Feuer derzeit ein angrenzendes Gebäude mit brennbaren Lösemitteln bedrohen. Unter dem brennenden Tanklager befindet sich ein weiteres Tanklager mit 100.000 Litern brennbarer Eisenflüssigkeit. Währenddessen wurde in Solingen ebenfalls der Sirenenalarm ausgelöst. Für das Kölner Stadtgebiet wurde von der Feuerwehr eine Entwarnung ausgesprochen.

Update, Dienstag (27. Juli), 11.15 Uhr: Wie der Journalist Sebastian Weiermann auf Twitter erklärt, soll in Leverkusen der Sirenenalarm ausgelöst worden sein. Dieser kommt nur dann zum Einsatz, wenn eine hohe Gefahr für die Bevölkerung besteht. Angeblich soll es sich bei dem Brand um Sondermüll und giftige Stoffe handeln. Nach eigenen Angaben unterstützt die Feuerwehr Köln die Einsatzkräfte beim Werk in Leverkusen.

Explosion in Leverkusen: Autobahnen in der Umgebung sind gesperrt

Update, Dienstag (27. Juli), 11.07 Uhr: Wegen der Explosion in einem Gebäude des Konzerns in Leverkusen sind derzeit mehrere Straßen und Autobahnen gesperrt. Der Bereich im Stadtteil Bürrig solle laut Feuerwehr großräumig umfahren werden.

Außerdem sind folgende Autobahnen aktuell gesperrt:

  • A1 zwischen Köln-Niehl und Kreuz Leverkusen – beide Richtungen
  • A3 zwischen Kreuz Leverkusen und Dreieck Langenfeld – beide Richtungen
  • A59 zwischen Kreuz Monheim-Süd und Kreuz Leverkusen-West – beide Richtungen

Personal auf Baustellen wurden ebenfalls abgezogen, weitere Autobahnen im Umkreis von Leverkusen könnten ebenfalls noch gesperrt werden. Die Feuerwehr Köln ruft dringend zur Bildung von Rettungsgassen auf.

Schwere Explosion in Leverkusen: Anwohner berichten von dunkler Rauchwolke

Bei Twitter und Facebook berichten derweil immer mehr Nutzer, dass der Knall der Explosion das ganze Leverkusener Stadtgebiet erschüttert habe. Die dunkle Rauchwolke sei über mehrere Stadtteile hinwegzusehen und ziehe nun auch in Richtung Opladen, Bergisch-Neukirchen, Lützenkirchen, Pulheim und Rheindorf.

Auch in Pulheim ist die riesige Rauchwolke nach der Explosion auf dem Gelände in Leverkusen zu sehen.

Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot an der Deponie im Einsatz. Die Betreiberfirma Currenta berichtet ebenfalls, dass Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr und Luftmesswagen im Einsatz seien. Ob jemand bei der Explosion verletzt wurde, ist bislang unklar. Laut dem WDR soll es sich bei der Explosion um ein Tanklager handeln.

Auch die Nina-App warnt vor der Explosion. Es herrscht die Warnstufe „Extreme Gefahr“. Menschen, die sich im Freien befinden, sollen so schnell wie möglich in ein Gebäude gehen.

Leverkusen: Schwere Explosion beim Chemiekonzern – Warnung an Bevölkerung

Erstmeldung, Dienstag (27. Juli), 10.45 Uhr: Die Stadt Leverkusen im Rheinland wurde am Dienstagmorgen (27. Juli) gegen kurz vor 10 Uhr von einer schweren Explosion erschüttert. Wie Radio Leverkusen berichtet, soll die Müllverbrennungsanlage im Werk des Chemiekonzerns im Stadtteil Bürrig betroffen sein. Die Polizei habe den Vorfall bereits bestätigt.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) warnt die Einwohner von Leverkusen aktuell auf seiner Webseite: „Schließen Sie Türen und Fenster, gehen Sie in ein Gebäude, rufen Sie die 112 nur an, wenn Sie Angaben zum Geschehen machen können.“

Welches Gebäude genau explodiert ist und wie es dazu kam, werde derzeit ermittelt. Wir berichten weiter.

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