Leiche in Brunnen gefunden: Mann im Münsterland ertränkt eigene Mutter

Neuenkirchen: In einem Brunnenschacht in Neuenkirchen im nördlichen Münsterland ist eine Frauenleiche entdeckt worden. Foto: Nord-West-Media TV/dpa
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Neuenkirchen: In einem Brunnenschacht in Neuenkirchen im nördlichen Münsterland ist eine Frauenleiche entdeckt worden. Foto: Nord-West-Media TV/dpa

Ein grausamer Fund erschüttert das Münsterland: In einem Brunnen in Neunkirchen fand die Polizei die Leiche einer Frau. Ermordete sie ihr eigener Sohn?

Ein grausamer Fund erschütterte das Münsterland im Juni dieses Jahres: In einem Brunnen in Neunkirchen fand die Polizei die Leiche einer Frau. Ermittlungen ergaben nun, dass der Sohn der Frau sie ermordet hatte.

  • Staatsanwaltschaft und Mordkommission gaben Details zu der Tat bekannt.
  • Demnach soll der Sohn der getöteten Frau seine Mutter im Brunnen ertränkt haben.
  • Die Leiche wurde auf dem Gelände einer Großgärtnerei gefunden.

Leiche in Brunnen wies stumpfe Kopfverletzung auf

Schon kurz nach der Tat galt der inzwischen 55-Jährige Sohn der getöteten Frau als dringend tatverdächtig. Weitere Ermittlungen und eine Obduktion der Leiche zeichneten ein erschütterndes Bild davon, wie und warum die Frau zu Tode kam.

In der Nacht zu Dienstag (15. Oktober) nahmen Polizisten den Sohn der Getöteten im Münsterland fest. Das Amtsgericht Münster hatte Haftbefehl gegen den 55-Jährigen wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes erlassen.

Nicht unweit von dem Drama, spielte sich ein ähnlich heftiger Vorfall ab. In Senden bei Münster lag ein Mann acht Jahre lang tot in seiner Wohnung. Und niemand will es angeblich bemerkt haben. Doch der Schein trügt - denn die Nachbarn des Frührenters haben die Situation des Verstorbenen schamlos ausgenutzt und das Konto geplündert.

Im Brunnen ertränkt - aus Angst um das Erbe

Und das ist aus Sicht der Ermittler im Sommer 2019 in Neunkirchen im Münsterland geschehen:

Die 79-jährige Besitzerin der Großgärtnerei, in dessen Brunnen sie bald darauf ertränkt werden sollte, beschließt, Teile ihres Grundbesitzes zu verkaufen. Ihr Sohn sieht dadurch plötzlich sein Erbe in Gefahr. Er hatte offenbar Pläne, das Anwesen geschäftlich zu nutzen.

Also beschließt er, seine Mutter davon abzuhalten, ihre Pläne umzusetzen - und bringt seine eigene Mutter um. Am Abend des 25. Juni verpasst er seiner Mutter mindestens einen heftigen Schlag gegen den Kopf. "Die am Kopf der Leiche festgestellten Hämatome dürften der 79-Jährigen außerhalb des Brunnens zugefügt worden sein", erklärt der Oberstaatsanwalt nach der Obduktion.

Tod durch ertrinken

Seine Mutter machte er durch den Schlag jedenfalls wehrlos. Ob sie nach dem Angriff durch ihren Sohn nur Benommen oder gar Ohnmächtig wurde, bleibt offen.

Klar ist jedoch: Der nun Festgenommene bindet seine Mutter an einen Gurt und lässt sie in den Brunnen hinab. Dann lässt er sie in dem etwa zwei Meter tiefen Wasser ertrinken.

Noch äußerte sich der 55-Jährige nicht zu den Vorwürfen. Er wird heute dem Haftrichter vorgeführt.