Rassismus

"... dich hätte man früher vergast" - Lehrer beleidigt Schüler und darf weiter unterrichten

Ein Lehrer hat einen 14-jährigen Schüler rassistisch beleidigt - und darf weiterhin unterrichten.
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"... dich hätte man früher vergast" - Das hat ein Mathelehrer zu einem 14-jährigen Schüler gesagt. Trotz dieser rassistischen Aussage unterrichtet der Lehrer weiter an der Schule. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. 

  • "... dich hätte man früher vergast" - das sagte ein Lehrer zu einem Schüler mit Migrationshintergrund.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt in dem Fall, die Schulaufsicht hat bisher noch nicht gehandelt.
  • Der Lehrer unterrichtet derweil weiterhin an der Schule. 

Hilden - Bereits vor einem halben Jahr hat sich dieser Vorfall abgespielt: Ein Lehrer der evangelischen Wilhelmine-Fliedner-Gesamtschule in Hilden soll einen Schüler im Juni 2019 rassistisch beleidigt haben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen den Mathelehrer.

Rassistische Beleidigung in der Schule: "... dich hätte man früher vergast."

"... so etwas wie dich hätte man früher vergast" soll der Lehrer zu dem Schüler mit Migrationshintergrund gesagt haben. Am Freitag (3. Januar) berichtete das RTL-Magazin "Punkt 12" über den Vorfall. Die Staatsanwaltschaft bestätigt die Ermittlungen gegen den Lehrer. Außerdem erklärten die Ermittler, dass die Mitschüler die Aussage des Lehrers weitestgehend bestätigt haben. 

Wie RTL berichtet, habe der 14-jährige Schüler die Situation in der Klasse an diesem Tag als unruhig beschrieben und auch er hätte gegrinst. Daraufhin hätte der Lehrer sich zu ihm gewandt und gesagt "Du kannst dir das hier gar nicht erlauben. So etwas wie dich hätte man früher vergast".

Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt - der Lehrer unterrichtet weiter

Nach der rassistischen Beleidigung beschwerte sich die Mutter des Jungen direkt bei der Schule, wenig später erstattete sie auch Anzeige gegen den Mann. Außerdem leitete der Träger der Wilhelmine-Fliedner-Gesamtschule ein Disziplinarverfahren ein. Der Lehrer hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert und unterrichtet weiter.

Wie RTL berichtet, hätte die Schulleitung den Sachverhalt begutachtet und auch über eine Suspendierung gesprochen. Davon wurde dann allerdings abgesehen. Es solle erst einmal die Entscheidung der Staatsanwaltschaft abgewartet werden. Kommt es zu einem Urteil, könnte der Lehrer seinen Job verlieren.

Der Schüler hat die Schule verlassen - der Lehrer nicht

Während der Mathelehrer weiter unterrichtet, hat der 14-Jährige nach den Sommerferien die Schule gewechselt. Ihn hätten die Äußerungen des Lehrers zu sehr belastet.