Eindämmung der Pandemie

Corona-Regeln für NRW: Was Armin Laschet über den verlängerten Lockdown denkt

Verschärfung der Corona-Regeln? Im Anschluss an die Bund-Länder-Treffen erklärte Armin Laschet wie es für NRW weitergehen soll. Den Ministerpräsidenten treibt die Sorge vor der Virus-Mutation um.

Düsseldorf/NRW - „Das Problem hat einen Namen“, erklärte Armin Laschet (CDU) nach dem Bund-Länder-Treffen am Dienstag (19. Januar) in einer Pressekonferenz. Der Name des Problems sei B117 - die aus England stammende Virus-Mutation, die längst auch in NRW nachgewiesen wurde. Daher gelte es nun der hochansteckenden Virusvariante Einhalt zu gebieten: Mit verschärften Corona-Regeln und einem verlängerten Lockdown.

VirusCoronavirus/Sars-CoV-2
ErkrankungCovid-19
Regelwerk zur Eindämmung der PandemieCoronaschutzverordnung

Corona-Regeln in NRW: Lockdown geht in die Verlängerung

Mit eindringlichen Worten, erinnerte Armin Laschet daran, wieso Deutschland in der ersten Welle der Corona-Pandemie sich vergleichsweise gut geschlagen hätte: So erinnerte der NRW-Ministerpräsident an den zeitlichen Vorsprung, den man vor dem ersten Lockdown gehabt hätte, weil man aus den Ereignissen in Bergamo und New York gelernt hätte.

Die Bilder hätten die furchtbaren Folgen eines Virus gezeigt, das außer Kontrolle geraten war. Und diese Erfahrungen damals hätten einen zeitlichen Vorteil verschafft, sodass solche Bilder aus Deutschland im Frühjahr nicht zu sehen waren. Und mit dem was heute in England und Irland geschieht, hätten wir wieder Bilder vor Augen, was uns drohen könnte, so Laschet weiter. Die Mutation des Coronavirus mache den weiteren Verlauf der Pandemie unberechenbar (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de).

NRW: Verlängerter Lockdown und verschärfte Corona-Regeln bis in den Februar

So schaffe die mutierte Variante sechs bis achtmal mehr Ansteckungen pro Monat, als die bisher bekannte Varianten. Die Entwicklungen in England und Irland müssten daher erneut eine Warnung sein, damit das in Deutschland und NRW nicht geschieht, erklärte der Ministerpräsident. Noch hätten wir aber eine Chance den zeitlichen Vorteil zu nutzen.

Und so soll auch in NRW der Lockdown verlängert und die Corona-Regeln verschärft werden. Denn klar sei, dass jetzt nicht die Zeit für Öffnungen sei. Die aktuell bestehenden Regelungen sollen daher beibehalten werden: Der Lockdown wird demnach bis zum 14. Februar verlängert (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Im öffentlichen Nahverkehr wird das Tragen medizinischer Masken zur Pflicht - auch in NRW

So sollen auch die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen in NRW weiter fortbestehen. Heißt: In der Öffentlichkeit darf sich ein Haushalt nur mit einer weiteren Person treffen. Ausnahmen bei den Kontaktbeschränkungen gelten in NRW weiterhin nur bei der Begleitung die eigenen Kinder oder pflegebedürftige Personen. Wichtig sei dabei laut Laschet aber auch, dass man sich möglichst nicht jeden Tag mit einer anderen Person treffe. Stattdessen sollten Kontakte immer auf dieselben Personen beschränkt werden. „Wir appelieren an alle, sich nicht jeden Tag eine neue Person zu suchen.“

Corona-Regeln in NRW: Laschet zur Verschärfung der Maßnahmen im Lockdown

Aber auch eine Verschärfung der aktuellen Corona-Regeln kommt auf die Menschen in NRW zu. In Geschäften und im ÖPNV soll es verpflichtend sein, eine medizinische Maske, also eine sogenannte OP-Maske oder eine FFP2-Maske, zu tragen. Auch für Betriebe, in denen das Arbeiten weiter in Präsenz stattfinden muss, sollen Masken getragen werden. Arbeitgeber müssen den Beschäftigten medizinische Masken zur Verfügung stellen. Für alle anderen gilt, dass im Homeoffice gearbeitet werden soll. „Die Arbeitgeber müssen überall dort, wo es möglich ist, das Arbeiten im Home Office ermöglichen“, so Laschet.

Zudem müssen Zusammenkünfte aller Glaubensgemeinschaften wie gehabt bei Ordnungsämtern angemeldet werden. Es gälten die Regeln wie bisher. In Bezug auf Gottesdienste betonte Laschet, dass sich auch freikirchliche Gemeinden an diese Regel halten müssen. Dass manche Gemeinden sich nicht an die Regeln gehalten hätten, würde nun „nicht mehr geduldet“, so der Ministerpräsident.

Im Bildungsbereich bleibe es erstmal bei den bisherigen Regelungen. Strittig ist allerdings, wie bei der Frage um Schulen und Kitas in der Corona-Pandemie weiter verfahren werden soll. Denn die Kinder hätten Sehnsucht, nach ihren Klassenkameraden und auch nach Bildung, so Armin Laschet. Sobald die Infektionslage es zulässt, bekämen daher Schulen und Kitas als Erstes die Chance zu öffnen, gab Laschet erneut sein Versprechen ab. Nur jetzt sei dafür der Zeitpunkt noch nicht da. „Bis in den Februar hinein müssen wir noch durchhalten.“

Fest steht zudem: Es wird in NRW wohl keine Schließungen weiterer Wirtschaftsbereiche geben. Industrie, Bau und Handwerk können weiter arbeiten.

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/ dpa

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