Zeugen sehen Lichtbogen

Jugendlicher (17) fängt Feuer und wird schwer verletzt - wegen dieser dummen Aktion

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In Köln hat sich ein Jugendlicher bei einem Stromunfall an einer Oberleitung schwerste Verbrennungen zugezogen (Symbolfoto).

In der Nacht von Freitag auf Samstag (10./11. Januar) hat ein Jugendlicher in Köln einen Stromschlag bekommen. Er wurde dabei schwer verletzt.

  • In Köln ist es am Wochenende zu einem schlimmen Stromunfall gekommen.
  • Ein Jugendlicher war für eine Mutprobe auf einen Güterzug geklettert.
  • Als er die Oberleitung berührte, geschah das unvermeidliche - mit schlimmen Folgen.

Köln - Gegen 2.30 Uhr ging bei der Bundespolizei in Köln ein Alarm ein. Nach derzeitigem Ermittlungsstand waren zwei Jugendliche auf einen abgestellten Güterzug geklettert, um sich einer Mutprobe zu unterziehen - dann kam es zu einem verheerenden Stromunfall.

Unfall in Köln: Jugendlicher fängt Feuer - Zeugen sehen Lichtbogen

Ein Jugendlicher (17) griff nach der Oberleitung, erlitt einen Stromschlag und fing sofort Feuer. Eine Freundin, die den Jungen begleitete, versuchte ihn mit einer Jacke zu löschen und setzte daraufhin umgehend einen Notruf ab.

Zeugen am Bahnsteig, die den schockierenden Vorfall beobachteten, sprachen von einem Lichtbogen, der zu erkennen gewesen sei. Erst im Juni kam es am Hauptbahnhof in Köln zu einem ähnlichen Stromunfall, bei dem ebenfalls ein Jugendlicher beteiligt war.

Stromunfall in Köln: Feuerwehr muss Jugendlichen retten

In dem Fall vom Wochenende konnte die Feuerwehr offenbar gerade noch rechtzeitig am S-Bahnhof Köln-Müngersdorf Technologiepark einschreiten. Die Einsatzkräfte retteten den Jugendlichen vom Dach und brachten ihn in eine Spezialklinik.

Die unter Schock stehende Freundin stieg selbständig vom Dach des Waggons hinunter. Sie wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Die Polizei wurde zur Unterstützung vor Ort hinzugezogen.

Nach Horror-Unfall in Köln: Bundespolizei appelliert an alle Eltern

Zum Stromunfall hat die Bundespolizei die Ermittlungen aufgenommen. Die Strecke Köln-Aachen wurde im Bereich Köln-Müngersdorf für die Rettungsmaßnahmen gesperrt. Es entstanden insgesamt für sieben Züge 328 Minuten Verspätung.

Aufgrund der schrecklichen Vorkommnisse rät die Bundespolizei allen Eltern, mit ihren Kindern über die Gefahren an Bahnanlagen zu sprechen und sie zu sensibilisieren. Unterstützende Hinweise stellt die Bundespolizei hier bereit. Das Präventionsangebot der Bundespolizei "Achtung Bahnstrom! Sucht Euch etwas anders!" ist speziell für das Thema Stromunfälle erstellt worden.

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