Krisensitzung tagte

NRW: Illegale Corona-Party in Köln eskaliert erneut – wie reagiert die Stadt?

In Köln ist am Freitag (11. Juni) eine illegale Corona-Party eskaliert. Stadt und Polizei gingen am Samstag mit einem Statement an die Öffentlichkeit.

Köln – Die Corona-Lockerungen erleichtern überall das Leben der Menschen in NRW. So auch in der Stadt Köln, die mit einer Inzidenz von 22,6 (Stand: Samstag, 12. Juni) gut im Vergleich im Bundesland da steht.

StadtKöln
BundeslandNRW
Corona-Inzidenz22,6 (Stand: Samstag, 12. Juni)

NRW: Illegale Corona-Party in Köln mit bis zu 1.000 Menschen eskaliert

Einige haben jedoch am Freitag (11. Juni) das Wort „Lockerungen“ etwas zu wörtlich genommen. Wie mehrere Medien berichten, eskalierte eine illegale Corona-Party am Aachener Weiher, einem Gewässer im Hiroshima-Nagasaki-Park mitten in der Innenstadt.

Bis zu 1.000 Menschen seien dort gewesen. Zwei DJs hätten ihre Pulte aufgebaut und für laute Musik gesorgt. Es habe eine ausgelassene Partystimmung geherrscht.

Zwar ist Köln aktuell in der Stufe 1 der Corona-Lockerungen der Regeln des Landes NRW. Eine derartige Party fällt jedoch aktuell noch ins Illegale. Gegen 23 Uhr hätte das Ordnungsamt die Polizei um Unterstützung gebeten. Man habe die Party auflösen wollen.

NRW: Feiernde werfen bei illegaler Corona-Party in Köln Flaschen auf Polizei

Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, seien daraufhin zahlreiche Flaschen auf Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes geworfen worden. Einige Feiernde haben sich aggressiv verhalten. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes sei mit einer Flasche am Kopf getroffen und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden. Zwei Polizisten hätten leichte Verletzungen abbekommen (alle News zu Corona in NRW bei RUHR24).

In der Stadt Köln fanden während der Corona-Pandemie einige illegale Partys statt.

Gegen 0.30 Uhr seien drei Hundertschaften Polizisten gegen die Feierenden, von denen sich viele nicht kooperativ verhalten haben, vorgegangen. Die Party sei aufgelöst worden. Die Vermutung liege nahe, dass es sich um eine organisierte Party gehandelt hat.

Kurios: Zahlreiche Feierende seien darauf hin in andere Locations weitergezogen. Ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Partygängern und Polizisten habe sich entwickelt. Erst gegen 1.45 Uhr habe dies ein Ende gehabt. Auf eine ganz irre illegale Corona-Party ist die Polizei im Rheinisch-Bergischen-Kreis gestoßen. Dort hat eine Party unter einer Autobahn stattgefunden.

NRW: Immer wieder gibt es illegale Corona-Partys in Köln – greift die Stadt jetzt durch?

Am Samstag (12. Juni) wurde vermutet, dass die Stadt Köln nun die Corona-Regeln noch einmal anziehen könnte. Andrea Blome, Leiterin des Krisenstabs der Stadt Köln, und Miriam Braun, stellvertretende Polizeipräsidenten, meldeten sich mit einem Pressestatement zu Wort, dass man solche Auswüchse in Zukunft nicht mehr dulden werde, wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet.

Am Samstagabend werde die Polizei mit doppelten Kräften in der Stadt unterwegs sein. Man wolle nicht das Feiern verbieten, sondern Zusammenkünfte verhindern, bei denen keine Corona-Regeln eingehalten werden können. Diese Chaoten seien keine Corona-Freiheitskämpfer, sondern Straftäter.

Gibt es jetzt Konsequenzen? Bis auf mahnende Worte und mehr Polizeipräsenz wohl vorerst nicht. Die Stadt plane keine Sperrung der Wiesen rund um den Aachener Weiher oder andere Locations.

In den vergangenen Wochen ist es in Köln am Aachener Weiher, am Brüsseler Platz oder an der Zülpicher Straße immer wieder zu illegalen Coronapartys gekommen, die aber stets friedlich aufgelöst werden konnten

Rubriklistenbild: © Roberto Pfeil/dpa

Mehr zum Thema