"Verrohung der Gesellschaft"

Schock in Köln: Stadtangestellter im Dienst erstochen - Verdächtiger wohl schuldunfähig

In Köln ist ein Mitarbeiter der Stadt im Dienst erstochen worden.
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In Köln ist ein Mitarbeiter der Stadt im Dienst erstochen worden.

In Köln ist am Freitag ein Mitarbeiter der Stadt erstochen worden. Oberbürgermeisterin Henriette Reker spricht von einer "Verrohung der Gesellschaft".

  • In Köln ist am Freitag (13. Dezember) ein Mann erstochen worden.
  • Bei dem Toten soll es sich um einen Mitarbeiter der Stadt handeln.
  • Offenbar hatte ihn ein Mann im Dienst angegriffen und umgebracht.

Update, Samstag (14. Dezember), 9.04 Uhr: Köln - Neue Erkenntnisse im Fall des in Köln getöteten Stadtangestellten: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, soll der mutmaßliche Täter schuldunfähig sein. Laut Staatsanwaltschaft Köln gebe es deutliche Anhaltspunkte dafür, dass der 60-Jährige psychisch krank sei. Der Mann soll im März schon einmal eine Mitarbeiterin der Stadt angegriffen haben. 

Erstmeldung, Freitag (13. Dezember), 15.18 Uhr: Schreckliche Nachrichten aus Köln: In der Domstadt ist am Freitagmorgen (13. Dezember) ein Mitarbeiter der Stadt im Dienst erstochen worden. Ersten Meldungen zufolge war er mit einer Kollegin unterwegs gewesen, um Geldforderungen der Stadt einzutreiben.

Tödlicher Angriff auf Stadt-Mitarbeiter in Köln

Wie die Welt berichtet, soll es im Stadtteil Köln-Dünnwald zu der Bluttat gekommen sein. Dort hatten die Mitarbeiter der Vollstreckungsabteilung der Kämmerei an einer Haustür geklingelt, um Geld einzutreiben. Ein Mann habe den Stadt-Mitarbeitern geöffnet und sei unvermittelt mit einem Messer auf die beiden losgegangen.

Dabei sei der 47-jährige Mitarbeiter der Stadt Köln erstochen worden. Seine Kollegin wurde ebenfalls attackiert und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Mittlerweile steht fest: Sie blieb glücklicherweise unverletzt. Warum der mutmaßliche Täter auf die beiden Stadt-Mitarbeiter losgegangen war, ist noch nicht bekannt.

Henriette Reker äußert sich zu dem Angriff in Köln

Mittlerweile hat sich Henriette Reker, parteilose Oberbürgermeisterin derStadt Köln, zu dem Vorfall geäußert. "Dass einer unserer Kollegen im Einsatz für unsere Stadt durch einen Angriff sein Leben verloren hat, macht mich zutiefst betroffen und erfüllt mich mit großer Trauer", zitiert eine Mitteilung der Stadt Reker.

"Die Verrohung unserer Gesellschaft scheint keine Grenzen mehr zu kennen. Es macht sich Entsetzen breit angesichts einer solchen Tat. Als Stadt werden wir alles dafür tun, dass sich unsere Mitarbeitenden noch sicherer fühlen können." Dennoch wisse man auch, dass es eine absolute Sicherheit nie geben könne.

Nach Angriff auf Stadt-Mitarbeiter in Köln: Hilfe für Kollegen

Den Mitarbeitern der Kämmerei seien nach der Tat sofort Beratungsgespräche angeboten worden, schreibt die Stadt Köln weiter. Diese sollen derzeit durchgeführt werden. Die Ermittlungen zum Hintergrund der Tat dauern derweil weiter an.

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