Meldestelle für Antisemitismus

Köln: „Vermehrt israelbezogener Antisemitismus“ – Nahost-Konflikt in Domstadt spürbar

Kundgebungsteilnehmer demonstrieren auf einer Pro-Palästina Demonstration in Köln.
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Der Nahost-Konflikt ist in Köln deutlich spürbar.

Die Eskalation in Israel schlägt sich auch in Deutschland in offenem Judenhass nieder. In Köln hat die neue Städtische Meldestelle für Antisemitismus alle Hände voll zu tun.

Köln – Vor gerade mal zwei Monaten wurde die städtische Meldestelle für Antisemitismus in Köln* gegründet. Jetzt haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stelle jede Menge zu tun. Grund ist unter anderem der Konflikt zwischen radikalen Palästinensern und Israelis – und die weltweit aufgeheizte Stimmung, die sich auch in Köln* niederschlägt. Zuletzt auf einer Pro-Palästina-Demo auf dem Kölner Heumarkt.

Daniel Vymyslicky, Mitarbeiter der Antisemitismus Meldestelle: „Bei der Kundegebung kam es zu zahlreichen antisemitischen Vorfällen, die rein gar nichts mehr mit legitimer Kritik an Israel zu tun hatten. Auf zahlreichen Pappschildern und Plakaten wurde der Holocaust relativiert. Aber auch Verschwörungsmythen, wie ‚Kindermörder Israel‘, wurden als Parolen gerufen. Eine größere Gruppe skandierte einen Sprechchor, der die islamistische Terrororganisation Hamas glorifiziert. Ein Teilnehmer versuchte zudem, eine israelische Flagge anzuzünden.“ Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal 24RHEIN* teilt Daniel Vymyslicky seine Einschätzung zur Lage in Köln und erste Ergebnisse der Arbeit der Meldestelle für Antisemitismus*. (nb) *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.