Mitten in der Nacht

Köln: Mann spaziert mit Handgranate durch den Hauptbahnhof – seine Erklärung macht sprachlos

Handgrante Kölner Hauptbahnhof Einsatz
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Ein ungewöhnlicher Verstoß gegen das „Kriegswaffenkontrollgesetz“ beschäftigte die Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof.

Bei einer Kontrolle am Kölner Hauptbahnhof entdeckten Polizisten im Rucksack eines Mannes eine Handgranate. Der Entschärfungsdienst stufte sie als „scharf“ ein.

Köln – In der Nacht zu Samstag (9. Januar) haben Beamte der Bundespolizei am Hauptbahnhof in Köln einen 19-jährigen Mann kontrolliert, weil dieser alkoholisiert gewesen sei und sich nicht ausweisen konnte. Bei der Durchsuchung des Rucksacks des 19-Jährigen staunten die Polizisten nicht schlecht.

BahnhofKölner Hauptbahnhof
Lage im NetzKnotenbahnhof
BauformDurchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise11

Köln/Hauptbahnhof: Bundespolizei findet bei Kontrolle „scharfe“ Handgranate im Rucksack

Darin fand die Streife eine griffbereit deponierte Handgranate. Die Einsatzkräfte riefen daraufhin umgehend den Entschärfungsdienst der Bundespolizei zum Einsatzort am Kölner Hauptbahnhof. Der stellte eine jugoslawische Bauart der Granate fest und stufte sie als „scharf“ ein.

Noch sprachloser dürfte die Bundespolizisten nur die Erklärung des 19-Jährigen gemacht haben. Der polizeibekannte Mann aus Bosnien und Herzegowina gab an, die Handgranate in seinem Urlaub in Bosnien auf einer Wiese gefunden und mitgenommen zu haben.

Der Entschärfungsdienst der Bundespolizei stufte die Handgranate am Kölner Hauptbahnhof als „scharf“ ein.

Köln/Hauptbahnhof: Kurioser Verstoß gegen „Kriegswaffenkontrollgesetz“ beschäftigt Polizei

Die Beamten der Bundespolizei nahmen den Mann daraufhin fest und überstellten ihn dem zuständigen Kriminalkommissariat der Polizei Köln. Die Handgranate wurde durch die Bundespolizei beschlagnahmt und vom Entschärfungsdienst mitgenommen.

Kurze Zeit später untersuchten Polizisten in Bielefeld die dortige Wohnung des Beschuldigten. Sie fanden jedoch keine weiteren verbotenen Gegenstände. Gegen den 19-jährigen Mann leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren ein. Der Vorwurf: Verstoß gegen das „Kriegswaffenkontrollgesetz“.

Ein ähnlicher Fall beschäftigte im vergangenen Sommer die Bundespolizei am Hauptbahnhof in Essen, den ein Mann mit einem Gürtel voller gefährlicher Waffen durch den Haupteingang betrat. Die Beamten stoppten den psychisch erkrankten Dortmunder und stellten neben einer Axt und mehreren Messern auch eine Gartenschere und Nägel sicher. Nach Rücksprache mit seinem Betreuer durfte er die Wache der Bundespolizei in Essen im Anschluss wieder verlassen – allerdings ohne sein mitgeführtes Arsenal.