Frau ersticht und zerstückelt Ehemann - Opfer nur noch durch Tätowierung identifizierbar

In Köln verurteilt: Frau ermordet Ehemann und zerstückelt Leiche
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In Köln verurteilt: Frau ermordet Ehemann und zerstückelt Leiche

Eine heute 38-Jährige ermordet und zerteilt ihren Ehemann. Das Kölner Landgericht verurteilte sie zu lebenslanger Haft. Was brachte sie dazu, zu morden?

Eine heute 38-jährige Frau ersticht ihren Ehemann und zerteilt seine Leiche anschließend im Badezimmer. Lange blieb sie als Mörderin unerkannt, doch jetzt verurteilte sie das Landgericht in Köln zu einer lebenslangen Haft.

  • Den Mord beging die Frau bereits vor elf Jahren.
  • Die Leichenteile schmiss sie in die Maas in Belgien.
  • Narben am Körper der Verurteilten belegen, dass ihr Mann sie immer wieder misshandelt hatte.

Von Belgien nach Köln: Tätowierung brachte Ermittler auf die richtige Spur

Mehr als elf Jahre tappte die Polizei im dunkeln, nachdem Spaziergänger im Juni 2008 in Belgien eine zerstückelte Leiche in der Maas fanden. Erst der Hinweis eines Mannes, der die Tätowierung an einer Schulter erkannte, brachte die Ermittler auf die richtige Fährte - und die führte sie nach Köln.

Bewegung in die Ermittlungen kam erst, als in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" nach Zeugen gesucht wurde. Und tatsächlich meldete sich ein Mann, der die Tätowierung auf der Schulter der Leiche erkannte. Endlich war das Opfer identifiziert - nach elf Jahren, die die Polizei bereits ermittelte.

Gericht in Köln: keine Notwehr - trotz Misshandlungen

Nun da die Ermittler endlich die Identität des Opfers kannten, kamen sie schnell auf die Spur der Angeklagten und überführten sie. Jetzt verurteilte das Kölner Landgericht die Frau zu einer lebenslangen Haft.

Narben auf dem Körper der Frau belegen: Bevor sie ihren Ehemann ermordete, misshandelte er sie immer und immer wieder. Zeugen beschrieben das Opfer zudem als "aufbrausend, brutal, frauenfeindlich und sozial wenig kompetent."

Trotzdem stand für das Gericht fest, dass die Frau nicht aus Notwehr gehandelt habe. Darauf hatte sich die Verurteilte während des Prozesses immer wieder berufen.

Es habe keine Auseinandersetzung, kein Kampfgeschehen vor der Tötung gegeben. Also sei es auch keine Notwehrhandlung gewesen, so das Gericht in Köln. Stattdessen verabreichte die Frau ihrem Mann zunächst ein Gift, um ihn dann mit zahlreichen Messerstichen in den Oberkörper zu töten. Ein mitangeklagter 45-Jähriger - der damalige Liebhaber der Frau - half ihr anschließend, die Leiche im Badezimmer zu zerteilen.

Zerstückelte Leiche den Fischen in der Maas zum Fraß vorgeworfen

Die zerlegte Leiche versenkten sie dann in der Maas - "in der Hoffnung, dass die Fische den Rest erledigen", so das Gericht in Köln.

Den Mitangeklagten verurteilten die Richter wegen Beihilfe zum Mord zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren. "Sie sind hier haarscharf an einer Mittäterschaft vorbei geschrammt", so das Gericht in Köln. Ohne seine Zusage, der 38-Jährigen bei der Beseitigung der Leiche zu helfen, hätte die Frau die Tat nicht begangen, war sich der Richter sicher.