Gefährliche Aktion an Bahnhof

Mann springt in Köln vor S-Bahn - kurios, warum er sich in Lebensgefahr begibt

Am Bahnhof Köln-Messe/ Deutz ist ein Schwarzfahrer vor eine S-Bahn gesprungen.
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Am Bahnhof Köln-Messe/ Deutz ist ein Schwarzfahrer vor eine S-Bahn gesprungen.

In Köln-Deutz hätte ein Mann eine unüberlegte Aktion am Bahnhof mit dem Leben bezahlt. Am Ende darf er sich bei einem Lokführer bedanken.

  • In Köln ist am Montag (17. Februar) beinahe ein schlimmes Unglück passiert.
  • Am Bahnhof Köln-Messe/ Deutz wollte ein Mann über die Gleise fliehen.
  • Dann rauschte plötzlich eine S-Bahn heran.

Köln - Diese Flucht ging für einen Mann aus Köln nach hinten los. Als der Schwarzfahrer den Mitarbeitern der Deutschen Bahn entkommen wollte, passiert beinahe ein großes Unglück.

Köln-Deutz: Schwarzfahrer will vor Kontrolleuren fliehen - das endet beinahe tödlich

Was war passiert? Der 27-Jährige handelte am Montagvormittag (17. Februar) bereits unüberlegt, als er ohne Ticket in einen Zug in der Domstadt gestiegen war. Auch die nächste Dummheit ließ nicht lange auf sich warten.

Denn am Bahnhof Köln-Messe/ Deutz wurde der Mann bei einer Fahrkartenkontrolle als Schwarzfahrer entlarvt. Daraufhin ergriff der Fahrgast die Flucht und wollte so den Mitarbeitern der Deutschen Bahn und einer daraus resultierenden Strafe entkommen, berichtet die Bundespolizei.

Dafür wählte der 27-Jährige allerdings einen äußerst ungünstigen Weg, indem er in das Nachbargleis sprang. Doch plötzlich fuhr genau auf diesem Gleis eine S-Bahn ein.

Lokführer am Bahnhof Köln-Messe/ Deutz rettet Schwarzfahrer das Leben

Nur durch die schnelle Reaktion des aufmerksamen Lokführers, der den Schwarzfahrer zuvor bereits beobachtet hatte, konnte Schlimmeres verhindert werden. Er konnte die S-Bahn dadurch rechtzeitig zum Halten bringen.

Auch die anderen Mitarbeiter der DB zeigten ein vorbildliches Verhalten, als sie dem verletzten Übeltäter kurzerhand aus dem Gleisbett halfen.

Dass der Mann Glück im Unglück hatte und die Aktion auch hätte anders enden können, zeigt ein anderer schrecklicher Vorfall aus NRW. In Leverkusen hatte ein ICE jüngst eine Frau auf dem Gleis erfasst. Die Frau wurde dabei getötet. Die Polizei ermittelt in diesem Fall aktuell noch.

Dumm gelaufen! Verletzung und Strafverfahren für Schwarzfahrer aus Köln

Das Resultat der unüberlegten Tat in Köln-Deutz: Statt 60 Euro für das Schwarzfahren zu zahlen, hat der 27-Jährige nun nicht nur ein gebrochenes Bein, wie die Bundespolizei in einer Pressemitteilung schreibt. Die Behörden haben außerdem ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet und ermitteln nun gegen ihn wegen Erschleichens von Leistungen und wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

An Weiberfastnacht konnte schlimmeres nicht mehr verhindert werden: Eine Frau (29) wurde am Bahnhof in Köln Ehrenfeld von einem Zug überrollt. Sie starb noch mal Unfallort. 

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