Hintergründe unklar

Bomben-Fund in Köln: Polizei gibt Entwarnung für Sprengsatz im Zug

Polizeieinsatz an einem Betriebsbahnhof in Köln-Deutz
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Polizeieinsatz an einem Betriebsbahnhof in Köln-Deutz

In Köln hat eine Reinigungskraft am Samstag eine Bombe in einem Regionalzug entdeckt. Die Polizei hat nun erste Ergebnisse in dem Fall.  

Update, Samstag (3. Oktober), 18.30 Uhr: Köln – Die ersten Ermittlungen der Polizei in Köln nach dem heutigen Fund eines vermeintlichen Sprengsatzes sind abgeschlossen. Wie ein Sprecher der Polizei gegenüber der dpa mitteilte, war die Bombe in einem abgestellten Zug in Köln „nicht zündfähig“. „Es bestand keine akute Gefahr.“

Der Gegenstand habe unter anderem Nägel und eine geringe Menge Schwarzpulver enthalten. Experten des Landeskriminalamts gingen davon aus, dass selbst bei einer kleinen Entzündung - etwa mit einem Feuerzeug - die Nägel nur wenige Zentimeter weit geflogen wären.

Erstmeldung, Samstag (3. Oktober), 16.30 Uhr: Schock in Köln. In der Nacht auf Samstag wurde gegen 3 Uhr in einem Regionalzug in Köln eine Bombe entdeckt. Den schrecklichen Fund machte eine Reinigungskraft im Zugdepot in Köln-Deutzer Feld. Die Bombe soll nach ersten Angaben in einem Karton versteckt gewesen sein.

Bombe in Köln: Reinigungskraft findet Sprengsatz im Zug

Die alarmierte Bundespolizei war mit Sprengstoffhunden im Einsatz, die am Fundort auch sofort angeschlagen haben sollen. Spezialkräfte hatten daraufhin den Karton gescannt und den Sprengsatz noch vor Ort entschärft und unschädlich gemacht.

In den frühen Morgenstunden haben die Einsatzkräfte den explosiven Fund dann an einen gesicherten Ort gebracht und die Ermittlungen über dessen Zusammensetzung aufgenommen. Laut Angaben der Polizei ist bereits klar, dass es sich bei der Bombe um eine „unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung“ gehandelt haben soll.

Nach Angaben der Bild soll die Bombe aus einer Zündschnur, Feuerwerkskörpern, Schwarzpulverkugeln, Nägeln und Schrauben zusammengesetzt gewesen sein. Diese Information ist allerdings noch nicht offiziell bestätigt.

Köln: Gefährlichkeit der Bombe im Zug noch nicht zu bewerten

Der augenscheinlich selbstgebaute Sprengsatz sei - ebenfalls nach Informationen der Bild - nach ersten Ermittlungen umsetzungsfähig gewesen. Durch die Splitterwirkung hätten schwerste Verletzungen bei Passagieren verursacht werden können.

Die Polizei in Köln macht zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings noch keine Angaben zur möglichen Gefährlichkeit der Bombe. Die Untersuchungen zu deren genauer Zusammensetzung laufen noch. Man könne erst nach der Begutachtung der Sachverständigen des Landeskriminalamtes NRW eine Einschätzung abgeben, so die Ermittler aus NRW.

Gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) äußerte die Polizei, dass es voreilig sei, tatsächlich von einer Bombe zu sprechen. Noch sei nicht endgültig geklärt, ob der Fund auch hätte explodieren können.

Nach Bombenfund in Köln laufen die Ermittlungen der Polizei NRW

Nach dem Bombenfund in Köln-Deutz wurde der Bereich rund um das Zugdepo Deutzer Feld großflächig abgesperrt und die Untersuchung aufgenommen. So wurde das Gebiet weitläufig abgesucht sowie die auf dem Betriebshof stehenden weiteren Züge durchsucht.

In einem Zug in Köln wurde eine Bombe entdeckt. Der Zug war am Freitagabend auf der Strecke von Gummersbach nach Köln im Einsatz.

Die Hintergründe zu der Bombe sind noch unklar. Auch ist noch nicht bekannt, ob der Sprengsatz erst im Depot in den Zug gelegt wurde oder ob bereits in der Regionalbahn lag, als diese noch unterwegs war. Der Zug war am Freitagabend auf der Strecke von Gummersbach nach Köln im Einsatz.

Die Polizei bittet daher Personen, die etwas beobachtet haben könnten, das mit dem Bombenfund in Zusammenhang steht, sich zu melden. Reisende, die heute am Tag der Deutschen Einheit mit dem Zug in Köln unterwegs sind, sollten sich außerdem auf Störungen im Zugverkehr einstellen.

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