Es kommt zu Verkehrsbehinderungen

Bombe in Köln gefunden! Uniklinik und Tausende Anwohner betroffen - Entschärfung erfolgreich

In Köln muss am Donnerstag eine Bombe entschärft werden.
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In Köln muss am Donnerstag eine Bombe entschärft werden.

In Köln musste heute (23. Januar) die zweite Bombe innerhalb weniger Tage entschärft werden. Deshalb mussten tausende Anwohner evakuiert werden, auch die Uniklinik war betroffen.

  • In Köln wurde am Mittwoch (23. Januar) ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
  • Die Bombe wurde heute entschärft.
  • Im Stadtteil Lindenthal mussten über 5.000 Anwohner ihre Wohnungen verlassen.

Köln - Abschlussmeldung, 16.40 Uhr: Insgesamt waren bei der heutigen Evakuierung in Köln-Lindenthal 141 Einsatzkräfte des Ordnungsamtes im Einsatz, von der Polizei waren 18 Kräfte Vorort. Die Feuerwehr und die Hilfsorganisationen haben den Einsatz mit 306 Personen unterstützt. Rund um den Fundort der Bombe kann es weiterhin zu Verkehrsbehinderungen kommen. 

Die Joseph-Stelzmann-Straße zwischen Bardenheuerstraße und Kerpener Straße und die Dürener Straße zwischen Geibelstraße und Classen-Kappelmann-Straße bleiben für die Rücktransporte in die Uniklinik voraussichtlich bis in die Abendstunden gesperrt. Auch die Franz-Straße ist vorerst noch gesperrt. Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Update, 16.30 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst konnte die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärfen. Der Blindgänger wird nun abtransportiert.

Wie die Stadt Köln berichtet, gab es im Vorfeld der Entschärfung Probleme mit vier Personen, die das Gebiet nicht verlassen wollten. Erst nach intensiven Gesprächen zeigten sie sich einsichtig und verließen das Gebiet. Nun dürfen aber alle Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. 

Update, 16.01 Uhr: Um 15.17 Uhr wurde die Freigabe für die Entschärfung der Bombe auf dem Gelände der Uniklinik Köln gegeben. Der Luftraum ist bis in eine Höhe von 1000 Metern gesperrt. Die Entschärfung soll laut der Stadt Köln ungefähr eine Stunde dauern.

Nach der erfolgreichen Entschärfung sollen die Dürener Straße, die Geibelstraße und die Classen-Kappelmann-Straße für den Rücktransport der von der Evakuierung Betroffenen in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Köln: Entschärfung der Bombe soll rund eine Stunde dauern

Update, 14.33 Uhr: Die Evakuierungsmaßnahmen sind inzwischen abgeschlossen. Derzeit läuft noch die Evakuierungsüberprüfung innerhalb des Uniklinik-Geländes

Wie die Stadt Köln mitteilt, plant der Kampfmittelräumdienst die Entschärfung der Bombe gegen 15 Uhr - eventuell auch etwas früher. Für die Entschärfung selbst plant der Kampfmittelräumdienst etwa eine Stunde ein. 

Die Anlaufstelle für Anwohner wird derzeit von etwa 250 Menschen genutzt.

Update, 12.54 Uhr: Die Stadt Köln teilt mit, dass der erste Evakuierungsdurchgang der Ordnungskräfte abgeschlossen sei. Nun habe der zweite Klingeldurchgang begonnen. Die Anlaufstelle im Apostelgymnasium wird derzeit von rund 50 Personen genutzt - in Kürze werden weitere 110 Personen aus einer Alteneinrichtung dort erwartet. 32 Krankentransporte sind laut Stadt Köln bereits abgeschlossen.  

Evakuierung in Köln: Auch Seniorenheim betroffen

Update, 10.27 Uhr: Der erste Klingeldurchgang des Ordnungsamtes Köln hat inzwischen begonnen - die Evakuierung läuft. Von der Evakuierung ist auch das Seniorenheim St. Anna an der Herderstraße und Franzstraße betroffen. 

Update, 9.52 Uhr: Die Stadt Köln hat mitgeteilt, dass der Ordnungsdienst mit der Evakuierung in Lindenthal um 9 Uhr begonnen hat. Demnach seien Schulen und Kindergärten geschlossen. Für Anwohner gibt es eine Anlaufstelle im Apostelgymnasium in der Biggestr. 2.

Fliegerbombe auf dem Gelände der Uniklinik in Köln gefunden

Update, 8.35 Uhr: Auf Twitter hat die Uniklinik Köln mitgeteilt, dass die Evakuierungsmaßnahmen bereits laufen. Erste Krankentransporte haben außerdem schon am Mittwochabend (22. Januar) stattgefunden.

Erstmeldung, Donnerstag (23. Januar), 8.02 Uhr: Zwei Weltkriegsbomben innerhalb weniger Tage! Nachdem bereits am Dienstag (21. Januar) ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg an der Hohenzollernbrücke in Köln entschärft werden musste, steht dem Kampfmittelbeseitigungsdienst heute (23. Januar) die nächste Herausforderung bevor. Denn am Mittwoch wurden bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Uniklinik eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt. Sie liegt in fünf Metern Tiefe.

Bombe in Köln: Uniklinik und Stadtteil Lindenthal müssen evakuiert werden

Wegen der Entschärfung müssen nun Teile des Areals rund um die Uniklinik sowie das anschließende Wohngebiet im Kölner Stadtteil Lindenthal evakuiert werden. Nach Angaben der Uniklinik sind Hunderte Patienten betroffen. "Wir versuchen, so viele Patienten wie möglich auf dem Gelände zu verlegen, weil das vom Transportweg her für die Patienten der schonendste Weg ist", so ein Sprecher am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Es werde auch geprüft, welche Patienten heute Morgen entlassen werden können. Von der geplanten Evakuierung werden voraussichtlich insgesamt etwa 500 Patienten und 8000 Mitarbeiter der Uniklinik Köln betroffen sein. Außerdem sollen Patienten, die einen Termin in der Klinik haben, wegen derBombenentschärfung gar nicht erst anreisen.

Bombe in Köln: Gelände der Uniklinik muss gemieden werden

"Wir bitten alle Patienten, die für den 23.01.2020 zu einem Termin zu uns einbestellt worden sind, diesen nicht wahrzunehmen und den durch die Evakuierung betroffenen Bereich weiträumig zu meiden", so Edgar Schömig, ärztlicher Direktor der Uniklinik.

Wegen der Evakuierungsmaßnahmen könnten nur Patienten behandelt werden, die bereits stationär aufgenommen worden sind. Alle ambulanten Einrichtungen seien wegen der Maßnahmen geschlossen.

Bombenentschärfung in Köln: 5800 Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen

Die Bombenentschärfung betrifft allerdings nicht nur die Mitarbeiter und Patienten der Kölner Uniklinik. Im Stadtteil Lindenthal müssen sich laut einer Pressemitteilung der Stadt Köln rund 5800 Anwohner darauf einstellen, im Laufe des Vormittags ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. "Wann das genau sein wird, hängt vom Fortschritt der Krankentransporte ab, die aus den Universitätskliniken erfolgen. Einen konkreteren Zeithorizont kann die Einsatzleitung erst am Vormittag nennen", heißt es vonseiten der Stadt.

Ebenfalls von der Evakuierung betroffen sind zwei Senioreneinrichtungen sowie Schulen und Kindergärten. Wann die Räumung dort erfolgt, will die Stadt ebenfalls heute Vormittag mitteilen.

Wieder ein Blindgänger in Köln: Letzte Entschärfung erst am Dienstag

In Köln war bereits am Dienstag eine Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft worden. Rund 10.000 Beschäftigte mussten dafür sicherheitshalber ihre Arbeitsplätze verlassen. Betroffen waren unter anderem die TV-SenderRTL und n-tv. Auch TV-Blondine Daniela Katzenberger befand sich zum Zeitpunkt der Evakuierung in Köln. Über Instagram teilte sie ihren Followern mit, dass sie ihr Hotel verlassen müsse.

Der Zugverkehr kam ebenfalls durcheinander, weil unter anderem die Hohenzollernbrücke gesperrt wurde. Der Bahnhof Deutz konnte über mehrere Stunden nicht angefahren werden. Außerdem mussten Schiffe stoppen und Flugzeuge zum Airport Köln/Bonn Ausweichrouten nehmen. Fast jeden Tag wird inNordrhein-Westfalen statistisch gesehen eine größere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. mit dpa-Material

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