Stromschlag am Bahnhof - Jugendlicher durch "Lichtbogen" schwer verletzt

Ein 17-Jähriger wurde durch einen Stromschlag an einem Kölner Bahnhof schwer verletzt. Foto: Roland Weihrauch/ dpa
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Ein 17-Jähriger wurde durch einen Stromschlag an einem Kölner Bahnhof schwer verletzt. Foto: Roland Weihrauch/ dpa

Durch einen Stromschlag hat in der Nacht zu Montag ein 17-Jähriger an einem Bahnhof in Köln schwerste Verbrennungen erlitten. Das berichtet der WDR.

Ein 17-jähriger Junge hat in der Nacht zu Montag (17. Juni) schwerste Verbrennungen erlitten. Der Grund: Er hat einen Stromschlag im Güterbahnhof Köln-Eifeltor bekommen.

  • Der Junge war mit zwei anderen auf einen Güterzug geklettert.
  • Durch einen Lichtbogen von der Oberleitung ist der Strom auf den Jungen übergesprungen.
  • Die Zeugen nahmen lediglich einen Knall wahr.

Der 17-Jährige ist laut Bundespolizei mit zwei weiteren Jungs auf einen stehenden Kesselwagen geklettert. Die Hintergründe dazu sind bisher noch unklar. Der Zug stand am Güterbahnhof Köln-Eifeltor.

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Stromschlag an Kölner Bahnhof

Einer der drei Jugendlichen hat daraufhin einen Stromschlag erlitten. Der Strom soll durch einen Lichtbogen von der Oberleitung auf den 17-Jährigen übergesprungen sein.

Dabei zog er sich schwerste Verbrennungen zu. Zeugen haben lediglich einen Knall wahrgenommen und einen Blitz gesehen. Ähnliches berichten Augenzeugen aus Köln, wo ein Jugendlicher an die Oberleitung gefasst hatte.

Bundespolizei warnt vor solchen Fällen

Die Bundespolizei warnt ausdrücklich vor Stromschlägen an Oberleitungen. Häufig verletzen sich leichtsinnige Personen. Beispielsweise, wenn sie auf Güterwagen klettern.

"Oberleitungen haben eine Spannung von 15.000 Volt (das sind 65 Mal mehr als in der Steckdose zu Hause) und eine Stromstärke von über 1.000 Ampere. Diese Kombination ist in der Lage, die Luft zu überspringen und auf einem Lichtbogen – einem Blitz – über den Körper zur Erde zu gelangen," heißt es auf der Webseite der Bundespolizei.

Die Bundespolizei leitet beispielsweise eine Aktion mit dem Titel "Achtung Bahnstrom! 15.000 Volt sind tödlich. Sucht Euch was Anderes!"

Da ist aber nicht der einzige Fall, bei dem sich ein Jugendlicher durch einen Stromschlag verletzt hat. Auch in Dortmund ist das schon passiert.